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Jüdische Rundschau · 1925-02-27 · Heft 14 (27.2.1925) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 14 (27.2.1925)
Date
1925-02-27
Page
– (sequence 7)
Language
German
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tfr.Ü JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 153 FÜR NATIONALEN BODENERWERB DR. WEIZMANN hat während seines Aufenthalts in Berlin in besonders eindringlicher Weise auf die unbedingte Notwendigkeit, den jüdischen Bodenbesitz schnellstens zu vermehren, hingewiesen. USSISCHKIN ist überall in den Ländern, die er besuchte, mit größter Energie für die Gculath Hnarcz eingetreten und hat das Ziel proklamiert, 700000 Dunam bis Ende 5685 für den Kcrcn Kajcmcth zu erwerben. ALLE, die sich für den Aufbau verantwortlich fühlen, erkennen die großen Gefahren, die sich aus dem Mangel an nationalem Bodenbesitz ergeben und bei der ständig wachsenden Einwanderung in noch verstärktem Maße ergeben werden. Trotzdem hat die Bodenspekulation in Palästina erschreckende Formen angenommen. Schon jetzt wird durch die Ausbreitung der Bodenspekulation in Palästina der Boden für unsere nationale Kolonisation erheblich verteuert. Es gibt nur ein Mittel, das geeignet ist, eine nationale Kolonisation in Palästina zu sichern und den Bodenwucher auszuschließen, nämlich die Stärkung des Kcrcn Kajcmcth. NUR umfangreicher Bodenerwerb des Keren Kajcmcth ermöglicht die Schaffung einer jüdischen Landwirtschaft als Grundlage unserer nationalen Wirtschaft. Nur großer nationaler Bodenbesitz schafft tatsächliche politische Sicherung im Lande. Nur Gemeinschaftsboden verbürgt jüdische Arbeit und eine gerechte soziale Ordnung. Daher OHNE Geraeinschaftsboden KEINE politische Sicherung, OHNE Gemeinschaftsboden KEINE wirtschaftliche Gesundung, OHNE Gemeinschaftsboden KEIN sozialer Friede. AUS diesen Gründen hat jeder Zionist die Pflicht, ah der großen Aufgabe, die sich der Keren Kajemeth gestellt hat, aktiv mitzuarbeiten. Von den 100 000 Dunam, die der Keren Kajemeth bis Endo 5685 erwerben will, sollen. 6000 Dunam von Deutschland ausgelöst werden. V bassollte auft, bruciit . v ' ■ :. :;iri» v.. .*3.'' ' bes würde aüftjebmekt: bttnam. bas vutsf hUJXlrim F? aüfgcbrua'O. werden. - uhwrv ahhnskonti^sfervt i V, p 1 § 8 r V 'biüiwru AUS obenstehender Zeichnung ist ersichtlich, daß Deutschland mit seinem Kontingent im Rückstand ist. Die Chanukkah- Aktion hat nicht den gewünschten Erfolg gehabt, weil sie in vielen Orten nicht durchgeführt wurde. Deswegen müssen wir eine besonders große AKTION ZU PUR1M organisieren. Bis Purim sollen in allen Orten des Kontingents aufgebracht werden, damit wir noch vor dem Sommer den größten Teil des Kontingents sicher stellen, d. h. den Gegenwert von 4000 Dunam aufbringen. Das Programm dieser Aktion ist: Die Veranstaltung von Purimf eiern zu Gunsten des KEREN KAJEMETH, Haussammlungcn am 8. März, Verkauf palästinensischer Produkte. SAMTLICHE Ortsgruppenvorstände und Vertrauensleute fordern wir hierdurch auf, umgehend mit den Vorbereitungen der Purimf eiern zu beginnen. Wir legen Wert darauf, daß diese Purimfeiern ein hohes künstlerisches Niveau und jüdischen Inhalt haben. Viele jüdische Künstler haben sich der Zentrale des Kcrcn Kajemeth zur Verfügung gestellt, Für künstlerische Aus« stattung wird Material geboten. Zur Aufführung empfehlen wir dio „Biblischen Puppenspiele". DIE Haussammlungen sollen überall auf Sonntag, den 8. März konzentriert und anschließend daran in der Purimwoche diejenigen, die noch nicht gespendet haben, besucht werden. Sämtliche Jugendorganisationen werden sich in den Dienst dieser Sammlungen stellen. Eine besonders gut ausgestattete Nummer des „AUFBAU" wird am 3. März an alle Freunde des Keren Kajemeth zum Versand gelangen. Die Zentrale des Keren Kajemeth wird alle benötigten Materialien rechtzeitig bereitstellen. Es stehen organisatorische Kräfte zur Unterstützung der Vertrauensleute zur Verfügung. ZUM ersten Mal wird der KKL in Deutschland versuchen, palästinensische Produkte bei dieser Aktion zu verkaufen. Dadurch soll den Erzeugnissen Palästinas ein Markt im Galuth geschaffen worden. Nähere Einzelheiten erfahren die Vertrauensleute und Ortsgruppen-Vorstände direkt von der Zentrale des KKL. Berlin. VORBEDINGUNG für das Gelingen dieser Aktion ist die Beteiligung aller Zionisten. Jeder Einzelne muß dabei mithelfen. Vor allem sollten sich auch die Frauen in viel stärkcrem Maße als bisher an der Arbelt des KKL. bei dieser Aktion beteiligen. Nur durch die praktische Arbeit für den KKL. schaffen wir eine feste Grundlage für den Aufbau Palastinas. \

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