Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 14 (27.2.1925)
- Date
- 1925-02-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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- Haifa 6× ep/1047930
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Vi ' ""^ Einzelnummer 0,3O Gotdmark W "T? TT T FSf TT) IJssä Um\s vJU? AVI tu.Us Ttä&tlon und Verlag W 15, Meinckettraße 10. Ericheint f jcn Dltnitag und FrelUj. Bctugiprela bei der Expedition ^nttlleb ija Goldmark. Viertaljibrlich 5,25 Goldmark. l^xtxiiiwnitiiU werdra la dar Wihnrnl d« alualnt« Ltadw k«racUnat. A,»«1 Nummer 14 X Berlin, 17. IL 1925 Anzeigen »Verwaltung Jüdische Rundschau G.m.b.H., Berlin Wl5, Me(a«k«lr.lO Telephon! Amt Bismarck 7165—70. AiuaJ<>apr«<utf(iipktLNoiip«r«llla<tUiO,300^M.Sl*nin<tiat}Me,t}C^M. AaMlftaicUaai Dlaiil'l »ad Fr«lla( aaehmMUa; 4 Uhr. Telephoni Bismark 7165-70. Poituchcckkonto: Berlin Nr. 17392. POr Otatarrtlehi Pnalanarliuicdaml Wli-n, Koni« Nr. ISA6M. FUr T>rS.cSo<low«Vth Poiltparkaufnanl Hrajl. Konto Nf. W«ia FSr Polen 1 t'oittparktaaanaral Wirtctiau, Kail« Kr. IW7CA RcdaktlonaichluO Sonntag und Mittwoch nachmittag. nmn «133«? -VO [ XXX. Jahrg. B.r »iOHUmui fatrabt für da« IQdlitha Volk dl« Schaffung einer Öffentlich . rathtllth Qaalcherfn Hclmitatta In Palästina. „Basaler Prorjramm." y ./ Palästinas wirtschaftliche Zukunft Der Palästina-liafen In Dalla Herbert Samuel empfing dieser Tage elno Abordnung siedle Tel-Awlw uml Jaffa, die von dem Bürgerptluler von Tel-Awlw Dlzcngoff und dem Präsidenten ,j(f Jaffacr Handelskammer geführt war. Die Ab« erdrtunpr drückte nochmals den Wunsch aus, daß die Reifung in Jaffa einen modernen Hafen erbaue, in »clchcm Talle die Stadtverwaltungen von Jaffa und Teli>-|w bereit wären, die Kosten für die Messungen und Sinterungen zu tragen. Herbert Samuel erwiderte der Abordnung, die Regierung; tru-äRC die Frage des Hafcnbaucs ganz unparteiisch „cd lasse sich nur von realen Rücksichten leiten. Dir Antpnich Jaffas auf einen modernen Hafen gründet sich darinf, daß Jaffa ein weit größerer Handclsumschlagplatz sei, Haifa. Demgegenüber besitzt Haifa zahlreiche ihm der Natur verliehene Eigenschaften, die ihm als Halenden Vorzug geben; vor allem eine geschützte Bucht. Obwohl es heißt, der Olaubc könne D-'rgc ver- «wen, so wird doch der Olaubc der Jaffacr Bevölkerung * nicht vermögen, den Dcrg Kartnel für den Schutz hrcr fftJe herbeizuschaffen. Es Ist ferner zu berücksichtigen, iti Haifa ein großes Hinterland besitzt: Syrien, r^nsjordanlen und IraJt, Sobald die Oclfcldcr von ttosut entwickelt sein werden, wird man die Oclröhrcn Ms zum Mittelländischen Meer leiten, dann kann nur Ilaifa ils Ausgangshafen In Betracht kommen. Nicht zuletzt st ru berücksichtigen, daO die Mineralquelle des Toten Meeres t!«a IOOO0O Tons Mineral *ür die Einschiffung liefern wird. Der Transport wird über das Jordan tal mittels Eisenbahn geleitet werden und die Punkte Baisan -Haifa ttrbindcn. Es wäre unpraktisch, setzte Herbert Samuel fort, In einem so kleinen Lande wie Palästina, zwei moderne Häfen in einem Abstand von nur fünfzig englische Meilen voncinisdcr ru errichten. Dor Sachverständige des Kolonialamtcs, l'jcnleur Palmer, habe fleh für den Bau des Hafens in Haifa ausgesprochen, der eine Million Pfund kosten Wirde. D;r Bau dei Hafens in Jaffa würde freilich weniger a!< eine Million kosten. Ein Hafen in Jaffa würde dem Oran - cen-Export viel nützen und auch den Jcrusalemcr Handel Inrdern. Es bestehen aber Pläne, den Hafen von Haifa auch Jaffa und Jerusalem dienlich zu machen. Man vird die Linie Haifa—Aegypten teilen, so daO eine Linie Tel- V.uw und Jaffa berühren wird. Natürlich muß erst die r.'iiizielle Möglichkeit der Ausführung dieses Planes erwogen «erden. Dann besteht das Projekt der Schaffung eines Landungsplatzes an einem Zcntralpunkt zwischen Jaffa und Tel-Awlw. Herbert Samuel schlug der Abordnung vor, eine Sachverständigen-Kommission einzusetzen, die alle diese Projekte zu prüfen und zu vereinigen haben wird. Auch soll eine Kommission die Finanzierung dieser Unternehmungen In den Kreis Ihrer Erwägung ttchen. Die Ansichten der Zucktrindustrie la Em-Israel » Das drille Heft der Publikationen der Inudwirtschaftlichen Versuchsstation In Athllt enthält einen Artikel des Agronomen M. Elazari (Iber die Aussichten der Zuckcrlndustrlc In Palästina. Der Autor kommt dabei zu folgenden Schlüssen: Die Gründung einer Zuckcrlndustrlc In Palfinllnn wilre von großer Wichtigkeit. Durchschnittlich werden 7800 Tonnen Zucker pro Jahr im Werte von £E ZMfflO importiert. In nächster Zukunft wird der Konsum noch stark ansteigen, Insbesondere wenn die Fabrikation von Marmeladen und dergleichen aufgenommen wird. Umgekehrt kann das Bestehen einer Zuckcrindiistric im Lande die Einführung solcher zuckerverarbeitenden Erzeugung fördern. Zuckerrohr wächst durch Jahrhunderte fm Linde, auch war einmal die Fabrikation von Zucker au« solchem «ehr gut entwickelt.. Gegenwärtig wird das Rohr nur in geringen Mengen produziert, aber seine Kultur ist niemals g.inz aufgegeben worden. Cf wurden d.irübrr Dil.'n gesammelt und Versuche in Dagania und Ben Schemen gemacht, aus denen hervorgeht, dad der Ertrag -15—101 Tonnen pro Hektar sein könnte und das Rohr einen Zuckergehalt von 9—18 0/0 hätte. In Aegypten, wo ähnliche Vorbedingungen herrschen, sind 21000 Hektar mit Zuckerrohr bepflanzt, das Ist eil. Drittel der Fläche, auf der Baumwolle kultiviert wird. Der Hoden ist vier- bis zehnmal so teuer als In Palästina. Die Schwierigkeiten in Palästina sind aber die, daß das Zuckerrohr nur dort gebaut werden kann, wo genügend Bewässerung zu jeder Jahreszeit vorhanden ist. Die Arbeitslöhne, die eine grolle Rolle bei dieser Kultur spielen, sind sehr hoch In Palästina, viel höher als In Aegypten. Die Fabrikation erfordert eine Menge Saisonarbeiter. Es müfltcn daher Methoden, das Zuckerrohr aufzubewahren, gefunden werden. Die Kultivierung sollte nur seitens kleiner P f (a n z c r, die keine Lohnarbeiter verwenden, (»c.schchen, Ferner sollte die Pflanzung von Zuckerrohr und Zuckerrühe kombiniert werden, so dad zwei verschiedene Erntezeiten wären. Eine Familie, «He einen' crv'arhsencn und zwei jüngere Männer zählt, kann eine Farm von 3£ Hektar, die Je zu einem Drittel Rohr, Rübe und andere Pflanzen für Hausbedarf zieht, versorgen und kann damit ihren Unterhalt decken.; Der Ertrag der pallsllBtislschen Tabakerate Der Tabakanbau In Palästina hat laut „Jewish Chrontcle" Im abgelaufenen Jahre einen Ertrag von £ 250000 erzielt, mehr, als reibst die größten Optimisten erwartet hatten. Dieser neue Arbcitszwelg hat somit glänzende Aussichten. Palästina-Zigaretten gelangen auch auf dem englischen Markt bereits zum Verkauf. Das S.aatsbQrgmcha!lsgcsetz Nach einer Jcrusalemcr Meldung des „Jcwfsh' Clironitlc" wird das Staatsbfugcrschaftsgcsctz in kurzer Zelt publiziert werden. Es bestimmt, daß ottoruanischc Unter- •incn, die in Palästina wohnen, oder Personen, die in Palästina geboren sind, automatisch palüsUnenjl'dic Bürger werden; sie haben jedoch das Recht der Oplion lür eine andere Staatsbürgerschaft innerhalb weier Jahre. Alle Personen, welche vor 30 Monaten provisorische palästinensische Staatsbürgerschaft (Zertifikate) erhielten, werden gleichf>Hs palästinensische Bürger, falls sie noch im Lande »ihnen. Neue Bewerber müss€n einen 'Aufenthalt von 'fci Jahren In Palästina nachweisen, davon mindestens r*ci Jahre ununterbrochenen Aufenthalts im Lande, »ncr die Kenntnis einer der drei Landessprachen, eng- ^h, hebräisch oder arabisch. Die neuen Bewerber wben zu erklären, daß sie in Palästina bleiben wollen 'jad müssen einen Eid der Loyalität der palästinensischen ^icrung leisten. Der Oberkommissär hat diskretio- Otsuc?CWa'* bczüg,ic'1 Bewilligung und Ablehnung der Nach „New Jurjaca" ist der Inhalt des Ocsclzcs 'wi keineswegs feststehend, wird vielmehr noch beraten. plante arabische Demonstratio» gegen Dallonr itrusalcm (J. T. A.). Die Palästinensisch-Arabische tttküiivB bereitet für den Tag der Ankunft Lord Baifours tt Palästina die Veranstaltung einer großartigen Kund- 1 ,Jn8 de» arabischen Elements gegen die »«Ifour.Deklaration vor. Die Exekutive erließ am F{),fuir eine Kundgebung an die arabische Bevölkerung, Schlier diese aufgefordert wird, an .dem Tage, an welchem rcl Balfour palästinensischen Boden betritt, in den all- "uc*lnen&ireik tu lrc<cn- Der Streik Boll 24Stunden RiebllgsteUaiig lalscber arabischer Berichte , Jeru»alem. (J.T.A.) Ein offizielles.Kommunique teilt Jen 1 r*er Oherkommlssar stellte; fest, daß einige Zcituntah. .0 ÖarieRungen vor der Mandatskommission des Völ- "ourKlc, bezüglich der Einstellung der arabischen Bevölkerung Palästinas zu der zionistischen Bewegung falsch wieder gegeben haben. Atil Seite 5ö des Berichtes der Mandatskommission Ist eine wortgetreue Wiedergabe seiner Darlegungen enthalten. Er sprach über die Spaltungen, die unter den arabischen Führern entstanden sind und teilte mit, daß die neue arabische Partei, genannt „Natlonalpartcl", zwar dem Zionismus ebenso gegenübersteht wie die Arabische Exekutive, aber dennoch die Bereitschaft kundgegeben hat, mit der Regierung zusammenzuarbeiten. Infolge dieser Meinungsverschiedenheit war die arabische Exekutive nicht imslande, einen Kongreß Abzuhalten; deslmlb können die Proteste, die die Exekutive an den Völkerbund geschickt hat, nicht als Ausdruck der gesamten arabischen Bevölkerung angesehen werden. Dieser, sowie andere Punkte In den Darlegungen des Oberkommissars wurden vom „Fclcslin" und anderen Blättern entstellt wiedergegeben. > Der vierzehnte Kongreß la Wien Wien (J.T.A.). Wie der J.T.A.-Vertreter erfährt, wird der 11. Zlonistc 11 kongreßin Wien abgehalten werden. Das Zionistische Zcntralbüro fn London hnt bereits dem Zionistischem Laudcskomitcc in Oesterreich den Auftrag erteilt, entsprechende Lokalitäten für die Abhaltung des Kongresses ausfindig zu machen, und einen Kostcnvoransch'ag nach London zu übermitteln. — Bekanntlich werden In Jedem Kongreß-Jahre zuerst Informationen von verschiedenen Städten eingeholt und gewöhnlich wird die Bestimmung des Tagungsortes mehrmals geändert. Daher Ist auch die ITA- Metdung mit Vorsicht aufzunehmen, bis die Exekutive »dbst etwas verlautbart. Noch Immer keine Wahlresnltite Das Berliner Büro des Preußischen Landesverbandes Jadischcr Ocmelndcn Ist noch Immer nicht Imslande, das amtliche Resultat der Wahlen, die am 1. Februar stattgefunden haben, bekanntzugeben. Es Ist unverstandlich, warum die Herren so viel Zeit brauchen, um das Resultat festzustellen. Es liegt darin , eine bedauerliche Mißachtung der Öffentlichkeit und der Wählerschaft,' die durch Ihre. Teili nähme au den Wahlen ihr. Interesse für den Landetverbaud bekundet hat. , ' . . Rundschau Die UnlveriftOiifcier — Wclzmann fn Amerika — Der Keren Hajessod — Wirtschaftliche Perspektiven RW Berlin, 15. Februar 1Q25. Die Eröffnung der jüdischen Universität in jerusa. lern, die für den 1. April geplant Ist, ist zweifellos ein Ereignis von großer und ernster Bedeutung. Das ungeheure und verantwortungsvolle Unternehmen, eine zentrale Stätte der Forschung, der geistigen Entwicklung, der freien Entfaltung jüdischer wisscnschaltlichcr Fähigkeiten auf allen Gebieten zu schaffen, ist schneller gereift als noch vor zwölf Jahren, als der Wiener Zionistenkongreß einen Beschluß darüber faßte, geahnt werden konnte. Gereift? In keiner Sache ist es wohl notwendig, sich so sehr vor Ucbcrtrcibungcn zu hüten als in dieser. Eine Universität kann nicht aus dem Boden gestampft werden, sie muß organisch aus dein Volksleben und der geistigen Entwicklung des Volkes erwachsen. Dies ist besonders wichtig bei einer jüdischen Universität, die wirklich jüdisch sein soll, eine zentrale Stätte schöpferischer jüdischer Betätigung und nicht eine Kopie europäischer oder amerikanischer Voibil Jcr. Eine Universität kann nicht mit der Rapidität errichtet werden wie Tel-Awlw, sie muß auf soliden Grundlagen wachsen. Darum ist es auch ein richtiger Weg, daß zunächst nur eine "Reihe kleiner Forschungsinstitute eröffnet werden, und daß die Absicht besteht, drin Problem der Volksbildung einen möglichst weiten Rahmen im Zusammenhang mit der Universität einzuräumen. Aus diesen heute bescheidenen Anfängen kann etwas Großes werden, wenn alle, die damit zu tun haten, sich dessen bewußt sind, daß auch auf diesem Gebiete — und auT diesem aru wenigsten — nichts geschenkt wird, alles erarbeitet werden muß. In der Welt des Geistes ist die Verantwortung besonders groß. Leider aber sind wir in der unglücklichen Situation, daß jedes Stadium auf iinserin Lebensweg gleichzeitig die Etappc eines nach außen gerichteten Feldzuges ist, der in einer Welt spielt, die mit recht groben Mitteln arbeitet. Wir haben ein Volk zu gewinnen, das selbst noch nicht weiß, daß es bereits zu leben begonnen hat, und wir müssen dauernd die Fanfaren blasen und die große- Trommel rühren, um das Volk aus seinem Schlaf zu wecken. Alle Errungenschaften unserer Palästina-Arbeit sind nicht nur seihständige Werte, sondern gleichzeitig Mittel zu einem andern Zweck, nämlich zur Propaganda. Ocwiß Ist diese Propaganda unerläßlich, aber es solKo einmal ausgesprochen werden, daß es uns noch nicht gelungen ist, aas Problem zu lösen, wie der Propagandazweck sinnvoll kombiniert werden kann mit den Bedürfnissen des Aufbaus, der sich langsam und oft schmerzvoll entwickelnden und nur in der Stille richtig wachsenden Siedlung und Kultur. Wie können wir Propaganda treiben, ohne Schaden zu nehmen an unserer Seele? Dies scheint mir eine sehr ernste Frage, besonders in dem Zeitalter der überhand nehmenden Palästina-Touristik, bei welcher die Verlockung sehr groß ist, Dinge in Palästina schönzufärben, und mehr zur Ausstellung für die Beschauer darzubieten, als wirklich innerlich auf festem Orundc aufzubauen. Die verantwortlichen Stellen sind sich wahrscheinlich dieses Zwiespaltes wohl bewußt, aber sie werden von dem Drängen einer immer sensationslüsterner werdenden Masse und einer dieser Sensationslust dienenden Presse iibcrrnnnL Gegen diese Tendenzen sollte der Zionismus seine ganze volkscrMehcrischc Kraft aufbieten. Wir sollen die wirkliche Leistung nicht verkleinern, aber wir müssen nicht durch Ucbcrtrcibungcn die falschen Instinkte nationaler Selbstzufriedenheit stärken. Die Art der Vorbereitung der UnivcrsItätNcröffnung bietet eine gute Illustration zu dem Ocsagtcn. (Ein anderes Beispiel ist die Art und Weise, in der w einigen amerikanischen zionistischen Organen über Dr. wclzinannü Empfang in Berlin berichtet ivurdc. Die maßlosen Ucbcrtreinungen geschäftiger Journalisten, die dort abgedruckt wurden, entsprechen weder der Wahrheit, noch dienen sie der Sache). Seit Wochen schon wird das Ereignis der Univcrsitäts-Eröffnung zu einer Attraktion furTourlslcn Rtmacht. In vJct vorigen Nummer konnten wir feststellen, daß Zeitungen und Korrespondenzen sich übertrumpfen In der Nennung von Attraktionen und berühmten Namen, ohne Gewähr für die Richtigkeit zu haben. Inzwischen haben wir erfahren, daß — clnmso wie Einstein — auch Brandes nicht an der Eröffnung teilnehmen wird. Wem dient also die Betriebsamkeit, mit der man solche Meldungen in die ganze Welt telegraphiert? , Noch eins: Die Universität sollte eines der wichtigsten Instrumente der Annäherung' und friedlichen Verständigung der palästinensischen Völker sein. Das Studium der arabischen Sprache und Kultur, die enge Zusammenarbeit mit, der arabischen Wissenschaft bei der Erforschung des Landes und seiner Gebiete, dies alles wfirc geeignet, Juden und Araber kulturell einander näherzubringen und Ihrer Verwandtschaft bewußt werden zu lassen. Die Idee, die Eröffnung der Universität als nationale Demonstration zu benützen, mußte jedoch notwendig den Plan einer Gegendemonstration auf seilen der Araber hervorrufen. Schon wird gemeldet, daß die