Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 1 (6.1.1920)
- Date
- 1920-01-06
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 9 Nr. 2 J U E D1 SC II E RUNDSCHAU Aus einer Chanukkahrcde Von Dr. Gustav Krojankcr, München. In einer Zeit, die den Begriff ״Held‘‘ da anwendet, er nicht hiugchört, uml deren Literatur mehr auf Verkleinerung des Heldentums als seine Verherrlichung gerichtet ist — in solcher Zeit haben wir Zionisten ein Fest wieder zu •feiern begonnen, das uns ein Fest der Heldenverehrung ist. Anlall sind uns Kämpfe und Taten der Makkabäer. Aber noch während wir ihrer gedenken, wandeln sich ihre Züge und vor uns tritt die lange Reihe der jüdischen Märtyrer, Eiferer und Fanatiker; dre unendliche Reihe der Namenlosen und Verschölleneu, die — jeder auf seiner Art - sich für die jüdische Sache hingnben: gleichgültig, ob sie nun durch das Schwert dahingingen oder durch die Geistesarbeit eines verströmenden Daseins. Und wir erkennen, daß die Makkabäer gewiß nicht die einzigen, wahrscheinlich n»cl1t einmal die hervorragendsten, sondern nur di« sichtbarsten Vertreter jüdischen Heldentums gewesen sind. Und daß vielleicht kein Volk so reich ist an Helden wk unsere kleine, gedrückte und verachtete Gemeinsclmft. Kenn ein Held ist ja nicht der schw׳crtrasselnde Bra- «narbas, sondern derjenige, der imstande ist, sein Lehen für eine Idee liinzugcbcn — womit nicht gesagt ist, daß er für sie auch sterben muß, nunal für sie zu lohen häufig Sache von härterer Forderung sein kann. Hier — in seinen! Verhältnis zur Idee liegt über- Jumpt der Maßstab für die Bewertung eines Menschen: w’ic weit einer imstande ist, einer überpersönlichen Sache *e'ne persönliche Lebensführung untcrzuordsien und ihr *ich hin/tigeben. Durch den Grad dieser Fähigkeit unter• *•Ireklcn die Besseren sich von der Horde. Ein zweitos muß hinzukommen, die Bewertung richtig zu ge- *alten. Schließlich kommt es nicht allein auf eine Idee, sondern wesentlich auf deren Inhalt an. Der Inhalt setzt die Grenze zwischen den Don Quichottes, den Gregor Werles und all den anderen, von holdem Glanz, umflossenen Schleiuielen im Gegensatz zu denen, die die Welt weiter bringen in ihrem Ringen um das göttliche Prinzip, Denn noch das innigste Verhältnis zur Idee ist doch erst nur die Voraussetzung, die Möglichkeit und der Boden, auf dem heldenhaftes Menschentum seine Wirkung ülK־n kann. Dieser Boden ist auch heute noch jüdisches Erbe. Geschmäht und beworfen klingen gerade jetzt in der Wett die Namen von Männern, die sich isi der Reintieit ihres Ethos, der Kraft ihres Willens, ja selbst in der Dumpfheit ihres Fanatismus, in ihrem Durchglüht- und Besserst*™ als Siegelbewahrer jüdischen Menschentums bewährt haben. Eine, nicht die einzige Tragik ihres Itaseins liegt darin, daß sic in fremder Gemeinschaft, als Fremde empfunden und als Ficmde verfolgt, wirken mußten. Und eine Tragik liegt darin, daß man sie nach Jahrzehnten, wenn die Leidenschaften verrauscht und •Je selbst Geschichte geworden sein werden -- daß man sie dann für das deutsche Volk reklamieren wird, wie man es heute bereits mit den Marx und Lassalle macht. Wie hieß cs in der Eröffnungsrede zur deutschen Nationalversammlung? Es wurde verkündet, daß das (.teutsehe Volk der Welt den wissenschaftlichen Sozialismus geschenkt habe. Das ist die Tragik der Großen, der Menschheit*• ajXHtvl, die neben dem Leiden, das Größe an sich schon bedingt, noch jenes zu tragen haben, daß sic als Mitgliedcr unseres Volkes trifft Und das ist die Tragik unserer Gemeinschaft, daß ihre Großen von Fremden ui Anspruch genommen werden und daß mau uns mmi־: r~— "■י י״••'- --- i״״׳v״״ ״1״—. ui. .!-jjj In Odessa wurde der 60jährige Gcburtsta״ von I. Ch. Rawnitzki gefeiert, der als hebräischer Publizist und Redakteur große Verdienste liat und in den letzten Jahren durch die in Mitarbeit mit BLdik erfolgte Herausgabe des ״$c f e r - H aa go da“ besonders populär wurde. Der antizionistis-.he Londoner ״Jewish Guardian" bringt ein Interwiew mit dein Oberst Lawrence, einer. Autorität in syrisch-palästinensischen Angelegenheiten. Er *!wicht sich warm iiir die Sache des Zionismus aus und fordert, daß die Juden nach Palästina gehen, um dort wieder wirkliche Sühne des Orients zu werden. ln Jerusalem erschien der erste Teil eines hebräischen Lehrbuches der Geometrie (Planimetrie) für Mittelschulen, verfaßt von J. Ladya c h i n s k y. ׳״Haare tz“ vom 30. November d. J. veröffcntli einen von den bekannten jüdischen Schriftstellern A. Rabinowitz, Dr. A. Zifroni und J. Ben-Z mifersdiriebencn Aufruf an die jüdischen Gelehrten v Miriflstcllcr, in welchen» diese aufgefordert werd au der Fortsetzung der Herausgabe der vor vier Jahren von dem bekannten jüdischen Gelehrten A. 1■ u n z gegründeten Sammelschrift ״J c r u s c h a 1 a i 1 tetJzimehmeii. Zu Lebzeiten sind von Lunz dreize Bande erschienen. Da nach dessen Ableben die H ausgabe dieser Sammclschrift eingestellt wurde, wol!etzt die Verehrer des Verstorbenen die Heratisgi 1Scr •״״־nehmen um zur Verewigung seines Nanu ״l,e Sa1״melschrift ״Jcrusclialaün“ soll v SnÄ״•? ZWC1 Fäcl,cn> gewidmet sein; I rvnhen Vv ׳Uhc tl ^forsdl"״f>r <kr Bibel, der Ap■ Tosscptha. Midrasch, Valmud 11! J der , 'visseiiscliaftHch-historischen Erf re*8 ד*; auch ÜCT Puhlizierung ,von a) “Ä.S'rfSl1*6 *• 2• ׳»■*“י selbst nach unseren Schlechtesten um! Geringsten beinißt. •Imnserlun; die Giolien sind nur uns verloren, nicht der Menschheit. Die Kleinen aber, die alltäglichen Helden, die Be;cistmiiigsfäliigen und I üngahefrohen, die nur Boden sind, mir Gefäß, angewiesen auf Inhalte, die ihnen von Größeren gegeben werden, diese Menschen, die man als Kuiturdüugcr bezeichnen kann, die nicht durch ihre Ideen, sondern durch ihre Existenz zu Förderern des Menschheitsgedankeus werden — auf welche Abwege sie durch die entsetzliche und unnatürliche Situation geraten, In der wir uns befinden; wie sie aus Mangel an einem Inhalt aus Helden Schlemicle und aus Förderern Don Quichottes Werden — das hat uns der erschütternde Fall gezeigt, der erst jetzt durch die Zeitungen ging. Seine Einzelheiten sind schnell ■erzählt. Einige freundliche junge Leute, zusammcngcschlosscn zu ■einer geselligen Vereinigung, wollten hinter dem erhebenden nationalen Aufschwung ihrer Landsgenossen nicht zurückstchen und beschlossen deshalb auch ihrerseits noch schnell vor einer musikalischen Unterhaltung — den Ausschluß ihrer jüdischen Mitglieder. Einer der Betroffenen, der schon vorher vergeblich die Verhinderung eines solchen Beschlusses erstrebt hatte, wollte jetzt noch einmal im letzten Versuche die menschliehen Regungen dieser Oeselligkeitshordc erwecken — die Musik setzte etn; sein Wort verhallte; er verließ den Saal und machte bn Neben raum durch einen Schuß seinem Leben ein Ende. Er hat einen Brief zurückgelassen, dessen Vorluindcnscin beweist, daß die Tat nicht im augenblicklichen Affekt, sondern wohlüberlegt geschah, und daß er nicht nur einem ihtn unerträglichen Zustand ein Ende machen, sondern darüber hinaus eine Lehre geben und sein Leben einem höheren Ziel nun Opfer bringen wollte. Fs war die Tat eines Menschen, den wir achten müssen; den wir vielleicht sogar lieben können und von dem wir schließlich doch sagen müssen, daß er eine Scliicmiclstat vollbracht und sein Bestes in sonderbarer Verwirrung hinab — um ein Nichts. Es ist kein zufälliger Einzelfall, sondern einer, der so untrennbar mit unserer Situation verknüpft ist, daß wir ihm getrost einige Aufmerksamkeit schenken dürfen. Er kam her van jener verwaschenen Ideologie der liberalen Judenheit, die Mcnschheitsimterschlede und Gegensätzlichkeiten, die aus den Notwendigkeiten des Lrbens selber kommen, mit Humanitätsphrasen glaubt aufbeben zu können. Er kam aus jener Schicht, der einzigen in der Welt, die zur Mcnscldieit strebt, nicht vom Boden ihrer naturgegebenen Gemeinschaft aus, sondern gleichsam aus der Luft, tuid weicher ״Menschheit" gerade deswegen letzten Endes doch nur ein Begriff bleibt. Sic haben allgemein den Hang zum Guten; sie haben nllgeindn den Begriff der Brüderlichkeit ■ - aber sie• haben nicht den Boden, von dem aus sie wirken, nicht den zentralen Punkt, um den gesammelt, sie ihrer Aufgabe zustreben können. Sie sind dein Deutschtum eben«) fern wie dein Judentum. Und ein drittes, eine Menschheit in der Luft, gibt cs nicht. Ein wirklicher Jude füitte sich nicht erschossen; und auch nicht ein wirklicher Deutscher im umgekehrten Falle. ,Wer einer Gemeinschaft sich zugehörig weiß, und ihre Aufgabe als die seine empfindet — kann ln seinem Leben *glauben noch durch die heftigsten Angriffe einer anderen Gruppe nicht entscheidend erschüttert werden. Er kreist — und braucht dabei weder eng noch fanatisch zu sein — um schien Zeniralpunkt. Er weiß, daß cs viele Wege zum Guten, für Hm aber nur einen gibt. Der Dahingegangene wollte ein Beispiel geben und aufrufen — Wozu? Zur Toleranz. Aber Toleranz ist keine Forderung ,1:1 sieb. Sic setzt Gruppen voraus mit eigener Lebensaufgabc und eigenem Lebensziel; dies Ziel ist das Wesentliche. Und es ist ein Zeichen für die sonderbare Verwirrung unserer Lage, wenn jemand dahingeht für die Tolerierung eines Zieles, mit dem er gar nichts zu schaffen hat. Deshalb wird sein Tod auch — abgesehen von einer augenblicklichen Wirkung auf die zunächst Betroffenen — vergeblich gewesen sein. Er wollte Anerkenming des Judentums, aber, nach dessen Wesen und Ziel befragt, hätte er nur jene apologetischen und humanitären Redensarten Vorbringen können, die notwendig sa wirkungslos sein müssen, wie sie selbst wurzellos und deshalb in höherem Sinne unecht sind. Und ein zweites kommt hinzu, unsere Situation noch greller zu beleuchten. Ja, der liberale Jude glaubt, . in die Menschheit zu streben, und strebt in Wahrheit doch geradewegs in die umgebende Nation. Das Humanitätsprinzip stand am Anfang, das Nützlichkeitsprinzip steht' am Ende. Mau höre aus dem nachgelassenen Brief des Verstorbenen den zweiten Teil: ״Da es zurzeit für mich keine Möglichkeit gibt, auf dem kavaliermäßigen Wege mit der Waffe in der Hand meine inedergetretene, vor allen Freunden bloß* gestellte Ehre zu reinigen, kurzweg mir das Recht der Satisfaktion nicht zugebüligt wird, wird 'jeder anständige Mensch cs für begreiflich finden und mich nicht für irrsinnig erklären, wenn ich den einzigen Weg nehme, der mir offen steht.“ Ehre? ich konzediere zunächst diesen Konventions« begriff, der für einen geistigen Menschen, einen dein Menschlichen •wahrhaft Verbundenen in seiner üblichen Bedeutung überhaupt nicht existiert. Aber selbst dann' noch: wessen Ehre ist niedergetreten? Die der’freundliehen Jünglinge, die schnell noch vor einem Vergnügen einen Teil ihrer Mitglieder für Menschen zwreiter Klasse erklärten, oder die der Betroffenen? Das Gegenteil ist nur von der Hölle deutsch-studentischen Komments zu begreifen, und aus der Tatsache jenes Nachahmung»- triehs, ,der selbst besserer Menschlichkeit, den Jargon jener (noch) herrschenden Schicht annehmen 1.1 Dt. Und wiederum zugegeben: seine Eine sei verletzt worden. Nach welchen» göttlichen oder «nenjehüdwn Gesetz, kann sie nur ״auf dein kavaliermäßigem Wege“ wieder lu־r■ gestellt werden? Doch nur nach ilein Gesetz jener deutsch-studentischen Kominentboldc, dk: ja allerdings unseren deutsch-jüdischen Jünglingen als Götter erscheinen mögen. Das ist das Ersduittcrmlc, das wirklieh Ergreifende ati diesem Fall: daß man hier sicht, wie selbst ein Mensch von nicht alltäglicher Kraf. des Empfindens durch den blinden AssiimtatkM..drkb zu einer Einstellung komm*, die vom Wirtsvolk noch seine albernsten Faxcrcien ו als menschlichen Gewann übernimmt Der Fall zeigt, wo der an sich starke Jude endet wenn er entwurzelt und durch fremdes Wesen zermürbt wird. Dieser Mensch hatte in sich die• Möglichkeit zum Helden, zum Märtyrer. Aber nur Gue Möglichkeit ohne!Inhalt. ״Wer vom Ziel nichts weiß — heißt es bei Morgenstern — kann den Weg nicht liaben; wird im selben Kreis all sein Leben traben. Kommt zuletzt nur bin. w<. er hergerückt; hat der Menge Sinn nur noch mehr zersiückt.“ Dieser Mensch — von unserem Blute und tut Gedenken 1ms lieb -־- hat doch mit der Reihe der Helden, die durch unsere Geschichte gehen, nichts zu schaffen. Die wußte«, wofür sie starben: für ihren Gott und ihr Volk. Es war ihr enlgegebencr Weg zur Menschlichkeit. Und sie haben, noch in aller Enge des Ausblicks und aller Gebundenheit durch die Gemeinschaft, den Menschheitsgedanken reiner und waltehaftiger vertreten, als all die kleinen Apostel, die Menschheit sagen uml doch mir die umgebende Nation meinen. Von den -Makkabäern über all die anderen Helden unseres Blutes, zumal über all die Dunkeln und Namenlosen hinweg, führt unser trauriger Weg zu diescni ״Helden unserer Zeit“. Es ist der Weg der Selbsten!• mannung und Selbstentwesung. Dieser eine liat mir die Konsequenz aus der Einstellung einer ganzen Gemeinschaft gezogen, dieser Gemeinschaft,' die in ihrer Mehrheit von sich selbst nichts meinweiß und deren einzige Weisheit lautet: kuschen, sich ducken, ja nicht anstößig werden, Hunuutitätsplirasen singen und PatriotIsmus dreifach betonen. Wenn man ganz verschwindet, kann mail gewiß nicht mehr anstößig werden und darf noch im Tode das herrschende Gesindel um Gnade zwecks anständiger Behandlung anflehen. Dieser eine zog die Konsequenz. Es ist die Konsequenz der Schwäche, die als Konsequenz. Achtung verlangt. Es ist das man!;- liehe Ende eines unmännlichen Ausgangs. Und wemi es auch ferner nach unserer Mehrheit geht, dann wird einer ganzen Gemeinschaft der Weg gewiesen, den jener merkwürdige Märtyrer nahm. Das wind dann ziemlich lautlos, ohne Knall und ohne Zeitungsnotizen, vor sich gehen. Und eine jüdische Gemeinschaft in Westeuropa wird gewesen sein. Deutschland K. C.-Tag Der K. €., der assimUantlsche Studciitenvcrband, lkrlt Ende Oktober 1919 in Berlin einen K.-C.-Tag ab. Di» K. C.-Blättcr berichten über diese Tagung in ihrer erst jetzt erschienenen Novcmbcr-Dczembcrnumnicr. Es ist nicht leicht, aus diesem ״Bericht" zu einem klaren Bild über 'die Verhandlungen zu gelangen und man muh viel zwischen den Zeilen lesen. Es ergibt sich jedenfalls, daß die Tagung der Schauplatz erbitterter Kämpfe v.׳ar. Ern großer Teil der jüngeren K.C.er lief Sturm, nicht etwa gegen die negative Abwehrtendenz des K. 900dem gegen den ״Komment“. Die Fragen insbesondere des Mensurkomments wurden von Dr. Mainzer in einem Referat behandelt, welches die erzieherische Bedeutung der Mensur zu zeigen sich bemüht. Uebcr Tendenz fragen referierte Dr. Holländer. Die kurze Inhaltsangabe über seine Ausführungen läßt flieh« erkennen, daß er auch nur versucht hat, ein positives Programm jüdischer Arbeit zu entwickeln. ״Den Typ eines in sich gefestigten Juden zu schaffen“, schien ihm die Aufgabc des K. C. Es bleibt also alles beim schlechten alten, oder wie es Dr. Siegfried U ria s (Han• seae, welch schöner Name für eine jüdische Korporation!» ausdrückt: ״Zwei Fragen also sind klar und deutlich beantvortet worden. Einmal, daß der K. C. auch im erneuerten Gewände (? Red. d. ״Jüd. Rundschau“) . . . die alte Woliensrichtung des deutsch-vaterländischgerichteten jüdischen Studenten bleibt, dem die Gefühle politischer Zusammengehörigkeit mit denen seines Stammes und seines Glaubens fremd sind und fremd bleiben. Er bleibt aber auch der alte, stramme •Bursch, der es sich nicht nehmen läßt, von seinen Leuten das Letzte und Acußcrste an Ausharren und Disziplin zu verlangen. Für laschen und lauen Betrieb ist im K. C. kein Platz.! Aber cbensowenigPlatz für jene, die den K. C. seines innersten Wesens entfremden und jüdisch-nationalistischen Geist in irgendwelcher Form 111 ihn hineintragen wollen. Aber trotz allem •st vieles ungelöst geblieben. Und nur zum Bedauern nur allzuvieler — ....- mußte der Kartell-Konvent auscinandergelten, ohne in grundlegenden Tendenzfragen ganz zur Klärung gelangt zu sein." . Die Tagung beschäftigte sich ferner mit der Frage der Mitarbeit der K.C.er in der J ugendbe wegung. Während ein Referent mehr in den neutralen Jugendbünden Arbeit geleistet wissen will, tritt der andere Referent für die, dein K.C. kongenialeren ״Kameraden“ ein. Die Resolution, die am Schluß angenommen wurde; wer langt Jugendarbeit in beiden Verbänden mit des Tendenz, gegenseitige Strömungen zu vermeiden. Da» Verhältnis zwischen ״Kameraden“ und ״Neutralen“ scheint also nicht gerade das beste zu »ein!