Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 1 (6.1.1920)
- Date
- 1920-01-06
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Zionistische Bewegung Herbert Samuel Gouverneur von Palästina? Wolffs Büro serbrciict eine Mcjöang, worach die englische Regierung Sir Herbert Samuel rum Gouverr.eur von Palästina zu ernennen gedenke. — Eine Bestätigung dieser schon früher in der östlichen Prts<t auügetasdr.ca Nachricht et btsher ach: criolgx Der Diszlpllnbruch der ״Hadassah‘* a semer Nummer \om 1s an leitender Stelle auf die Ar.־ ״Hajxael-Hazair 5. Dezember noch: Gelegenheit der Unabhängigktitserkläning der medmruschen Expedition ״Hadassah“ zurück, über die war bereits in Nr. *< v. Jsc berichtet haben. Das Blatt steht auf «km Standpunkt, «lab dieser Präzedenzfall eine pri:> ripieUe Angelegenheit ist, da ■ein jeden Tag eine andere föderalion mit dem Anspruch auf unabJtär.gige Vcnvaltung auztreten U־oc. ohne den Wen Cer Arbeit der Hadassah und die große Bedeutung der amerikanischen Lande sorgaaisdaoa in Frage zu steilen, müssen wir doch einer drohenden Dcsorgarusiüon Vorbeugen, üae Ha• «11sw>h ist lein amerikanische» Rotes Kreuz, sie tragt «ist jüdische Embleme und ist ein Organ des iücischen jnchub, wenn auch, wie we sich immer wieder ru betönea bemüht, ihre Leitung nicht zionisEseh ist D.e aenistisebe Organ säuern muh gegen eine solche Usurpation rr.it alten Mitteln kämpfen, sie rauh sofort di״ medizinische Hilfe in Lande ait ihren eigenen Mitteln organisieren. Organisierte Gruppen von alten und jungen nonisti• »ciien Acrrten in Oesterreich, in Deutsch*!and und in anderen Ländern warten auf die Gelegenheit zur l'ebersieölur.g nach Palästina. Diese, im Verein mit der! medizuFscbea Kräften int Lande und dem zionistischen Teil der Aerrteschaft der ״Hadassah“ müssen «fas System des nationalen Me<i1־ zmahvesens festsetzen und die ärztlichen Arbeiter im Lande bilden. ״Die Hadassah existiert für uns nicht mehr, wir haben keinen Teil an ihr“ — dies kann die einzige Antwort sein, die «Le palästinensische Juöenschait auf dieser. Versuch der Untergrabung der nationalen Disziplin geben muh. Adolf Stands Begräbnis Aus Wien wird uns berichtet: Adolf Stands sterbliche Ueberreste wurden am 22, Dezember unter nach tausenden zahlenden Beteiligimg zur ewigen Ruhe bestattet. Die jüdischen Volksnassen U'ser.s drängten in den engen Raum der Zere* monienhalie so daß der aus Turnern und Chaluam bestehende Kordon nur mit großer Mühe die Ordnung erhalten konnte. Alle nationalen und zionistischen Organisationen Wiens und des Ostens waren vertreten. Die Leichenrede hielt Rabbiner Dr. Feuchtwang. Zum dritten Male habe er die schwere Aufgabe, einem jüdischen Führer die letzten Worte nachzurufen; vor Jahren Adolf Stands Meister Theodor Herzl, dann Osia» Koke sch und nunmehr ihm, der gleichfalls allzu früh• zeitig von un«■ gegangen ist. Hierauf sprach Dr. Leon Reich namens des Zionistischen Aktionskomitees und der gaUzischen Organisation, Dr. Löwen herz im Namen der ostgalizischen jüdisch-nationalen Delegation, Abgeordneter Stricker für das Zionistische Landeskomitee und den Jüdischen N'ationalrat für Oesterreich, Dr. Plaschkes für die Wiener zionistischen Orgarn• sationen, Doktor Tartakower (hcbraischj im Namen des ״Hapoel-Hazair“ und Dr. Benno Straucher als einstiger Klubgcnossc im österreichischen Abgeordneten• haus. Ferner sprach Herr Torczyner, Oberkantor Don Fuchs stimmte das ״El molc rachamin“ an. Studenten Iwben den Sarg und trugen ihn zum offenen Grabe wo Herr Löbi Taubes, einer der ältesten Mitarbeiter und Freunde Stands, in ergreifenden jüdischen Worten von dem Verblichenen Abschied nahm. Die ״Wiener Morgenzcitung“ charakterisiert Stands Verdienste um das galizische Judentum folgendermaßen: ״Das galizische Judentum -- heute ein überaus wertvoller Teil der osteuropäischen Judcnhcit — was war es zu Beginn der Neunzigerjahre des vorigen lahrhunderts anders als eine lose und kulturlose Masse? Infolge mres kulturellen Tiefstandes, der durch die jeweiligen Machthaber im Lande im Verein mit den politischen Schacherern aus dem jüdischen Lager noch gefördert wurde, waren die gaüzischen Juden am politischen Leben überhaupt nicht oder nur als blinde Werkzeuge beteiligt und von vörnherein zur völligen Sterilität verurteilt. Erst das Auftreten einer kleinen Gruppe der ״jungen“, in der Adolf Stand bald die Führung errang, schaffte all• mählich Wandel. Noch vor Herzl wirKte diese kleine Schar irr! galizischen Judentum revolutionär, indem sic die neuartigen Gedanken des jüdischen Nationalisinus, das Bekenntnis der Einheit des jüdischen Volkes über alle äußeren Grenzen hinweg, ins Volk trug. Ihr stärkster Wortführer war Adolf Stand. Nicht nur als glänzender und wirkungsvoller Redner, auch als feiner und geistreicher Publizist trat Stand bald an den ihm gebührenden Platz,“ Ehrungen. Herr Oskar Ro stier gibt in der ״Wr. Morgen* zeitung“ die Anregung zu einer ״Adolf Stand-Stiftung“, aus der jährlich am Sterbetag Stand einem Chaluz ein Equipierungsbcitrag von 500 Kr. ausgezahlt werucn soll. Für diesen Fonds sind der ״Morgenzeitung“ «»»״ zahlreiche Spenden zugegangen. Das Zionistische Zentralkomitee in Lemberg ver- ״״entlieht einen Aufruf zur Stiftung eines Adolf “tand •Haines im Herzlwald. Ferner teilt das womitee mit, daß cs eine Sammlung der zionistischen ochnften Stands unternimmt, die cs m Auswahl heraus* zugeben gedenkt. J U E D ISCHE RUNDäi. H A ü N'r. I <r> *<״ ך•*» » . ־־]. Ap» W■ Ä ■w J» < &>tro: E*e.r״«rkctr 2״c־׳aU:u±׳r Vml -dS-ü* > ¬3 ב* T ־׳4 י*f! - Iw4l c u. י| D׳c»cjr»cs־ »»*!-£. <*r» t )19 ע-יזןX) (truppt Q>*rtonc-mi>«r£,!הל Kcrr.Uj־r*!Via. General!■ ct 4 a Bindung. T•{«•«rSauB( Kbtsdt Uhr TtueniilniUr. T. I 23>f־r!dM dr* X l r־*_׳':זי g dfr 5. ViH! dr» rve-aen Vorrunde*. < S^tritdu-.g 4tr Y(nter»rbf&. Abrod« Uhr Grupp* »rs e'.gtora He Irr.. L’rjxkner זפל•*. S'orTrzg «de# Herrn V. $ m 11: ,JHt TWr* *h <tr0adl#sc f&r den CcmppKc Im Hrlm. Klo,1«־.!o>ik«tr. 5 Abend« S Ubr &e#ch]vff*#fant Ober eise den GrupprnroriUnd reldttlcVoridiU jtlitfe *.Vertreier״Vcr*AB*1alttc4 d«r&l.V. Kefer&! df« Herrn R»־A- Dr. ל*Hy Hlriehs ״Da» Berliner ZlouUtliche PtrLsmcni“. Gruppt ״J£sd”, tm Krim JV.ntrn»». «2 Abend» Uhr freu EUt Robu ,Rtt'lWarin: »prtth!: Da* Budi Rath, Araold Zweit: t'.ae So»rl!e, Gtdkhlc »es Hetnc, Solo», R#K»f«lJ. OoMch &e*pr*db01»s 6her die Wehte» «tir Vertret*r«V*r»»»u»l»»< der &. Z. V. Sornisg. den tl. J»nuor N»chmla»s» 4 Uhr ZtoaUituher Jageadeereia Bertta, Hel.lgegrUtitr. SX AuSaordentllche Gener*lver»*mmlua#. T• ge »o r da u& g: 1• tVr'״!.! de» oto<»or V0(»!ervde». X Wehl dr» Vor»!!ndr» 5. VtneMrdtnr». u. s Aauprothe Chef die Hur tfir Mligiitder! »״ Ve.Kelereemenmtun» dee Vortragiiyktai der 0rappe ״Süd”, un Hctm. Pitiuenitr. 41 JäuM jadurhe Volk, »r.'oe Spreche and LUeratar la dca H*aptrpo«hc»". S0an»besd. den IS. Jar.air Abend» Uhr Df. Schimon Bernte Id: I. ״Volk aad Spreche ia Zeltetier der Bibel". 1 ״Die Iniilchar.g der MUchnah und de» Talmad»"• 1. ,giairaoaidc» and da» Jädixhe Miilelaller". 4. ״Volk a. Sprache Im ZeUalterder hebrlltchea Re»«lmat«*■ 5. a. ״&!alik alt ReprSteniaal der hebrdUchen ltcnaluar.ee*׳. S. b. ,״Achad Haaa» al» Heprlientanl der bebrSbch. P.enal»*ance". We Lewhalle def Gruppe ^Nordwcii" Im Helm. Tlergarlenede Mop- »Ji;l»״..׳. t. Ede HS'.deiilr. ■ l»l Jeden.Swnnisg, »orrr.Hlag» eoo 10 -1 Uhr und ea Vorlrej»a״er.d von 7 Uhf ab geCnr.et. HebrSIiche Kurie. Gruppe ״Süd”, Im Heim. Prlmentfr. 4Z Jeden Donnertfag und Sonn* eoend eon 7•^ Uhr *»rlitOndlgrr hebrältcher Spraehkur»a» edf AnUr.gr(. deiglrSthen ein elntlSndlger Kunu» ICr A1.:'4r.,-tf Donnertla! »on 7 I» U.'.r. Meldungen er. Schwabe, Südende, Potidaaer Str. iS. (Telephon Sie,nie 99.} Gruppe ״Wett". Jede■ Mlüwoeb und Sonnabend »on 7y»-PUhf. Hebrllwher Aafingerkuriut bei Herrn Wlle n 1 kl, ln der Wohnung dt» Herrn Arihüekl Levy,Prager Str. 22. Neue Tellnramer können au'gtnommea werden u. wollen »Ith »u den angec-benen Zellen melden. Gruppe ״Olt", Im Helm. Llppehner 3:r 9. "Jeden Dlemiag u. Soanabend, abend» S Uhr :'Ir.i'! Je ein hebrSiuhcr Spraehkuriut für An'lr.get und fortge»<b.ril;ene »lall. Ferner fi.idel Jeden Sonnabend »on 7—4 Uhr ein Kurtu» In JCdHchcr Getdildile »lall. Mebrilidier Spradikuriu» ״Nord”. Jeden Donner.lag »on «•.8-1;9 Uhr Im Hcrzl-Klub, Grobe PrS»lden!cn»lr. 2 Anmeldung daielbib oder bei Frl. Awher, Drclletlr. 5. HcbrSlacha KlndenpletnaehmlttaS«■ Gruppe Ceniran», Im Volkthelm. Dragoncntrabe 22. Jeden Sonn• lag nadimlilag» yjj 4 Uhr. Anmeldungen bei Schoich. UpptchülA Alexanderitraf.« 2S. — Gruppe ״Od”, bimarchtl abe 19. Jeden Monlag, nochmlnag» >>« Uhr. Anmeldungen bei Regina Coha. Jablontkl- »traAe 10. — Gruppe Wett und Charlotienburg. Jeden Dlemlag. nadimlilag» V(4 Uhr. bei Höhn. Darmitad.'er Slrabe 1. Anmeldungen bei Hermann Uuditilaarikl, SybeLitraAo S. — Gruppe SÜ<L Im Helm, Prlneenstr, 4X jeden Mlflwoclu nadinlllaga Jr*4 Uhr. Anmeldung bei Schwabe, SQdrnde, Poiidamer Slrabe 23. (Telephon Slegilli 90.. — Gruppe ״Nordwcit." Jeden Donnertlag, Im Helm, Tlergarlenetk, Kloptlotk.lr,, Edte HbndcUlr. Anmeld, bei Curl Cbajina Kontchewtkl, EiberleUlcr Strafe 28. (Tel.: Moabit SW9 . — l>le Lellung der Kinderaplelnadtmltlagc l.egi Io den MSnden »on Sdoad. IIalber1l4dlef aua l*a!Ä»!lna. Teilatbmen kbimrr» Kinder »on ungelihr 5—12 Jahren. Euer» können den Splclilunden beiwohnen. WShrend der Schulferien (allen die hebrSlienen Klnderiplelnathmlilag« nlchl aut — Vom 1. Januar ab (Inden die hcbriltchen Klndtrtplelnaebmltlaje der Gruppe ״Otl'', Jablomkyttr. SO, »lall. HcbrIItther Kindergarten. Montag bl» Donnenlog, *ormlHag» »on Ü 10-V,I Uhr, Neilortlr. A bei Wellima nn. Der Kindergarten »lehl Kindern Im Aller bl» «u «Jahren offen. Eine betdirSnkle Amahl »on Kindern kann noch aulgenommen werden. Meldungen an da» Kui* lurdexernal der B. V. oder an Dr. Schwabe, SOdcnde, Roitdamer Strafe 2S. (Telephon Siegln» 90). Jüdische Welt-Chronik Jüdische Autonomieforderung in Saloniki. Wie die ״Z ido v ska Svij est'• (Sarajewo) berichtet, riehteten der Saloniki er Oberrabbiner und die jüdischen Deputierten, sowie der Präsident des Saloniki er Gemeinderates an den griechischen Kommissär, Herrn Repoulisu, ein Memorandum, welches eine freie Entwicklung der Juden in Saloniki, sowie in Griechenland überhaupt als selbständiges nationales Element erwirken will Rockcfcller für jüdische WohltUtigkeitsanstalten. L. Z. B. ln New York wird zurzeit an 10-Mil!!onc11* Dcllar-Fonds zur Erweiterung der jüdischen Wohltätigkcitsanstalteu der Stadt gesammelt. Zu dieser Sammlung haben die bekannten nichtjüdischen Milliardäre 75 000 Dollar beigetragen. Eine hebräische Zeitschrift in Wien. Ab Januar 1Q20 gibt die Organisation des Hapoel- Hazair in Wie״ eine hebräische Zweiwochenschrift unter dem Titei ״Haawoda" (Die Arbeit) heraus. Das erste Heft 24 Druckseiten Oktav — wird am 8. Januar 1Q2Ö erscheinen. Haawoda wird Beiträge namhafter hebräischer Schriftsteller sowohl aus Palästina, als auch aus den Galuthliindcrn bringen. Die Bezugspreis sind: Ganzjährig 100 Kr.; halbjährlich 80 Kr.; vierteljährlich 32 Kr.; das einzelne Heft 5 Kr. Mit dieser Nummer J>e£L״״nt der reue dt* ״Jddische»* Kt ד׳ -Sv-is»» , Vt'jr b .,cn ur,«ere Abonnenten, das A'׳xjnnCT:.ent sofort ra err.e-.1rrn, damit l.r:nc 1'ntvrbre.jr.g m der Zuveüung clstritt. Die » er ״ j 1:u1 »c * »v n R u.. a 1 2 u a!s Zer'ral״ o.״־an der dcutuhen Zionisten werden im kommer/*׳m!ihre gewaltig wachsen. Unsere Idee steht vor ihrer ׳Realisierung, das jüdische Leber» in der ganzen Welt steht vor 'einer noch rächt dagewesenen Urnv,älrag. Für d.e Juden in Deutschland, die den Que'.'ea j jd.s'.hnationa,er Aktivität etwas entrückt sind, insbcsor'der״ aber für d.e deutschen Zionisten, die sich dem V0!>w:*rn1־r..1. ir.iis einrag!;■.dem entschlossen sind, ist cs von größter Bedeutung, daß sie d.cscn ProrcS d<tr 'A'.eätr.'ebur; :ה allen seinen Phasen mitzucrlcben in der Lage vnj. Das einzige Mittel hierfür ist die s t i n ■ dige Lektüre der ״Jüdischen kundschi•.‘, welche über al'•! Einzelheiten der Entwicklung und ütcr alle jüdischen Ereignisse, insbesondere aber über d#n Fortgang der Arbeit und die zutage tretenden St'ömung»!! in Palästina dauernd ausführlich kerichtet Die Ju.'e׳:. frage ist mit unerhörter Aktuah’ät h Ihrer ganzen Breite aufgeroüt, auch die deutsche Judenfrage eriorßtn nach außen und nach innen entschlossene Steiiungna'.-.c. Alle jüdischen Probleme sind jedoch nur dann für ur» faßbar, wenn wir sie unter dem nationalen Ge•:::;•״. Winkel und im Hinblick auf die Zukunft unseres Volkes betrachten. Die ״Jüdische Rundschau“ ist das einzige Organ, das in umfassender Weise a'.ie Fragen behandelt. In ihr soll sich auch die geistige Eigenart des dv.1t• scheu Zionismus spiegeln ury2 durch möglichste Ver• breitung der ״Jüdischen Rundschau־‘ im Ausland soll die Möglichkeit geboten werden, die unerläf.'iche Brücke zwischen unserer Landesorgar.isatkn und unserer. Brüdern in allen Lindem zu schlagt;: Eber.» wesentlich wie es für uns ist, die Anschauungen unserer ausländischen Gesinnungsgenossen kennen ra lernen, — worüber die ״Rundschau“ ihre Leser ra unterrichten bestreb: ist, — ebenso wichtig ist es, daß unsere Gcsinnar.g«;ercssen in anderen Lindem ein Bud der geistigen Strömungen und der praktischen Anregungen unserer deutscher. L.»ndesorganisation bekommen. Wir bitten daher alle unsere Freunde, uns in unseren Bemühungen um eine Verbreitung der ״Rundschau“ sowohl im Inland als auch 1!n Ausfand durch Werbung von Abonnenten und durch Angabe von Adressen, an die wir Probtnummern und A bo n n emen t se in - ladungen schicken können, zu unterstützen. Gleichzeitig müssen wir Mitteilung machen, u».l sich der Verlag genötigt gesehen hat, angesichts der iir.mcr höher werdenden Herstellungskosten gleich allen •anderen Zeitungen den Bezugspreis zu erhöhen. Die bekannten Verhältnisse im Zeitungs- und Druckereigewerbe entliehen uns wohl der Verpflichtung einer ekv gehenden Motivierung. Wir hoffen, daß unsere Freunde und Abonnenten so einsichtig sein werden, die Notwendigkeit dieser Maßregel anzuerkennen und uns durch treues Ausharren über die Schwierigkeiten dieser Uebergangszeit hinwegzuhelfen. Es wird vom 1. Januar!920 an zum Abonnement der ״Rundschau“ ein Tcucrungszuschlag emgehoben, und zwar vierteljährlich auf da» EiuzGaNiiuiement M. 1.50, und im Sammclabormcment M. I. — . Der Abonnementspreis für die Lander des Auslandes wird in der entsprechenden Währung des betrefftnd•״ Landes festgesetzt Berlin, Ende Dezember 1019. Redaktion und Verlag der ״Jüdisch« ßuadscheu“. Minoritätenschutz und Wiederaufbau Herr Dr. K r a e in e r, Mitglied des C o m i t € de» Delegation* juives in Paris für die Bukowina, gab einem Mitgüed der Redaktion des ״Israelitischen Wochenblattes“ für die Schweiz Aufklärungen über die allgemeine Lage. Uebcr die Minoritätsrechte sagte Herr Dr. Kraemer, daß man noch kein abschließendes Urteil fällen könne, da sich manche Angelegenheiten noch im Stadium der Verhandlungen befänden. Es liegt aber kein Grund zu der Annahme vor, daß die Großmächte ihre bisherige entschiedene Haltung aufgeben werden. Für die Ostjuden seien die Minoritätsrechte eine Lebensfrage, denn nur auf dieser Basic könnten sie an ihren politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbau denken. Dem Problem der Mindcrheitsrechte, das im internationalen Rechtsbewußtsein verankert werden muß, güt die hauptsächlichste Arbeit der jüdischen Delegationen in Paris. Sie führt diese Arbeit auf Grund ihrer Legitimation und im Bewußt-! sein der Verantwortung vor der Judenheit der ginzen | Welt. Im Verlag Jung-Juda, Prag, Stephansgasse 55. erscheint die erste Folge .Jüdische Puppenspiele“ (Inhalt: Arche Noah, Auszug aus Aegypten, Rahd. David und Goliath, Josef und seine Brüder. Verkaufspreis des zwei Bogen umfassenden Heftes 4 tschechische Kronen. Ein Theater ist in Vorbereitung jüdisches .Marionetten-