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Der junge Jude · 1930-10-01 · Heft 5 (Oktober 1930) · page 32

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Journal
Der junge Jude
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 5 (Oktober 1930)
Date
1930-10-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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»dung des Kibbuz Beth des T. L. zu verzeichnen. Wenn auch vielfach die mangelhafte Reife dieses jungen Kibbuz kritisiert wurde, so sind doch seine Potenzen nicht in Zweifel zu ziehen. Der Umstand, daß ein so hoher Prozentsatz der älteren Chawerim Chaluzim sind, wirkte bestimmend auf das geistige Leben der vier Wochen dauernden Arbeitssiedlung ein, die im Adlersgebirge stattfand. Nach einer mehrere Abende währenden Diskussion über ideologische Fragen wurde einhellig anerkannt: „Wir erziehen .zur Chaluziulh, dem gegenwärtig aktuellen Mittel zur Erreichung unseres Zieles." In der Siedlung fand ein Seminar von Zwi Je- -chieli über „Die Histadruth und ihre Funktionen", ein Seminar von Chajim Hoffmann über „Kibbuziuth", sowie viele Sichoth statt. An der Siedlung beteiligte sich auch Möschen Schapiro aus Haifa, der über die Araberfrage sprach. Der Bund billigte die Haltung des Kibbuz Techelelh Lavan, seinen Eintritt in den Kibbuz Meuchad und seine Vereinigung mit den Kibbuzim Razon und Gimel. Es wurde auch eine Resolution angenommen, die sich für die politische und kibbuzistische Vereinigung ausspricht. — Grosses Interesse herrscht heute für Erziehungsfragen im Bunde. Nun, da die Ideologie ziemlich klar ist, empfindet man stark das Bedürfnis die erzieherischen Methoden des ^Bundes klarer festzulegen. Tatsächlich ist augenblicklich das pädagogische Y/issen im Bunde ein sehr geringes. Wenn heute im Techolelh Lavan die Frage des Anschlusses an eine zionistisch-sozialistische Weltbewegung der Jugend diskutiert wird, so sind hier nicht nur ideologische, sondern auch pädago i"ch-m^lho'H c^e Gosichispurkle bestimmend. — In der Hebräischarbeit ist ein grosser Fortschritt besonders in den mährischen Bünden, bemerkbar. Im Juli fand in der Slowakei ein Hebräischlak"er statt, an dem sich 30-35 Mitglieder des T. L. und 10-15 vom Haschomer Hazair beteiligten. — Für den Bund von Bedeutung ist, daß eine Reihe seiner Chaluzim sich für Jahr für die Arbeit in den Bünden zur Verfügung gestellt iiat. Silz der Hanhagah Haraschith ist weiterhin Brünn. Von den übrigen Bünden liegen noch keine Berichte vor. Wir beschränken uns daher diesmal auf die Wiedergabe einiger Daten und werden über sie in der nächsten Nummer ausführlicher berichten. Der Haschomer Hazair in der CSR. veranstaltete im Juli zwei Kreislager mit je über 100 Teilnehmern, ferner ein eigenes Hebräischlager mit 50—60 Teilnehmern. Die zentrale Veranstaltung war die Führersiedlung mit ca. 50 Teilnehmern. An ihrem Abschluß fand die Weidah statt. Die ideologische Haltung des H. H. ist eine klare; er unterstützt die gegenwärtige Majorität in der Weltorganisation des Haschomer Hazair. Sein Kibbuz, von dem jetzt auch 15 Chawerim die Alijah antreten, gehört dem Kibbuz arzi des Haschomer Hazair an. Der Kibbuz Beth, der im nächsten Jahr auf Hachscharah geht, zählt etwa 50 Chawerim. Die Weidah beschloß die Hebräischarbeit zu intensivieren, um im nächsten Jahr alle Siedlungen bereits hebräisch zu führen. Die Hanhagah haraschith wurde nach Zilina verleZL. Die Jüdisch-Sozialistische Jugend (J. S. J.) in der CSR. hatte keine Ferienarbeit. Bemerkenswert ist, daß die J. S. J. jetzt zum erstenmal eine größere Anzahl von Chaluzim gab, deren Initiative die im August erfolgte Gründung des Hachscharahkibbuz „Ber Borochow" zu verdanken ist, welcher außer den Mitgliedern der J. S. J. vor allem Chawerim aus Karpathorußland umfaßt. Der Makkabi Hazair hatte eine Sommersiedlung in Blansko. Nicht unerwähnt kann schließlich der Brith Tru mp e 1 d o r werden, der zahlenmäßig ziemlich stark ist und durch die in der CSR. stattgefundene Wellkonferenz der Revisionisten eine gewisse Stärkung erfuhr. Er hat jetzt auch eine Hachscharahgruppe gegründet. Desgleichen hatten nach vielen Jahren die Zeire Misrachi zum erstenmal wieder eine Hachscharahgruppe. Über die Bundestätigkeit in Österreich soll in der nächsten Nummer ausführlich berichtet werden. Hier sei nur auf das bedeutendste Ereignis des Sommers hingewiesen, auf die Vereinigung des ,,Haschomer Hazair" mit dem „Blau-Weiß". Die Vereinigung war das Resultat einer längeren Entwicklung und gegenseitigen Annäherung. Der vereinigte Bund zählt nahezu 500 Chawerim und es ist eine gedeihliche Entwicklung zu erwarten. 5./IX. 1930, Mährisch-Oslrau. H. H. Lest Jack London 174

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