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Der junge Jude · 1930-03-01 · Heft 2 (März 1930) · page 31

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Journal
Der junge Jude
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 2 (März 1930)
Date
1930-03-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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Das durch die Juden seit dem Krieige ins Land gebrachte Kapital wird auf 45 Millionen £. geschätzt. In dieser Summe sind 6K Millionen t£. enthalten, die durch die beiden nationalen Fonds, Keren Hajessod und jüdischer Nationalfond® eingebracht wurden. Ein großer Teil dieser Summen ging durch die verschiedensten Kanäle in arabische Hände über, z. B. durch Kauf von Boden, durch Warenkäufe und Lohnzahlungen, durch Mieten an arabische Hausbesitzer usw. In Haifa, allein betragen die von Juden an Araber bezahlten Mieten 55.000 £. in einem Jahre. Zu den Einnahmen der palästinensischen Eisenbahnen und der Post trägt die jüdische Bevölkerung, die ca 20% der Gesamtbevölkerung ausmacht, 45% bei. Jeder Jude trägt zu diesen Ausgaben jährlich £. 7.37, jeder Araber £. 1.84 bei. Pro Kopf der Gesamtbevölkerung beträgt der Durchschnitt also £. 2.73. Für die Zoll-Einnahmen trägt die jüdische Bevölkerung 55% bei, in der Bodensteuer 50%, an anderen Steuern 25%. Im ganzen tragen 150.000 Juden 42% der gesamten Steuer-Einnahmen und 750.000 Araber 58% der Steuer-Einnahmen bei. Pro Kopf zahlte jeder Jude an Steuern £. 4.69, jeder Araber £. 1.29. Ein Vergleich der Post-Einnahmen zwischen der jüdischen Stadt Tel-Aviv und der arabischen Stadt Nablus zeigt, daß jeder Einwohner der arabischen Stadt Nablus jährlich 69 Müs für Postspesen ausgibt, während die Einwohner von Tel- Aviv pro Kopf 567 Müs an Postspesen ausgeben. /Landwirtschaftliche Entwicklung bei Juden und Arabern. Die UntersuchungskommissioB befaßte sich auch mit einigen Ziffern aus der Entwicklungsgeschichte der Kolonie Rechoboth, die charakteristisch sind für die Rolle der jüdischen Kolonisation im Lande. Auf der Bodenfläche des heutigen Rechoboth lebten 10—12 Beduinen- Familien; heute wohnen in Rechoboth 2500 jüdische Seelen, außerdem beschäftigt die Kolonie ständig 300 arabische Arbeiter, die sich in der Saison bis 600 vermehren. Der jüdische Bodenbesitz in Rechoboth wurde zu 85% von Großgrundbesitzern (Effendis), 10% von Bauern (Fellachen) und 5% von der Regierung erworben. Wie sich die Entwicklung der Kolonie Rechoboth in einem Aufblühen der arabischen Umgebung auswirkte, zeigen folgende Ziffern: Das arabische Nachbardorf Zarnuga besitzt anstatt des in anderen arabischen Dörfern einen Brunnens — 20 Brunnen, 40 Fellachen von Zarnuiga besitzen Orangen-Plantagen; alle 40 hatten Teile ihres Bodenbesitzes an Juden verkauft und den Erlös in ihre Plantagen investiert, die ihnen heute eine weit größere Einnahme gewähren, als ihre extensive Wirtschaft vor der jüdischen Ansiedlung. Eine Statistik der Orangen-Plantagen im Lande zeigt uns auch, wie die jüdische Kolonisation sich im Lande auswirkt: Vor dem Kriege besaßen die Juden 9000 Dunam Orangen-Plantagen, die Araber 20 000, die sämtlich Effendi-Besitz waren; heute besitzen die Juden 60.000 Dunam, die Araber 45.000, von denen 20.000 den Fellachen (gehören. Worte von Josef Trurnpeldor. Zum zehnjährigen Todestag am 11. Adar 5680 — 11. Adar 5690. Der Krieg ist in sich verdorben und verdorben sind alle seine Begleiterscheinungen. 77

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