Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 2 (1929-1930)
- Issue
- Heft 4-5 (November 1929)
- Date
- 1929-11-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Haifa 1× ep/1047930
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•und arbeiten willv bat volles Recht darauf, mit einer Bodöii- -parzelle versorgt zu werden. ' ' Nach der Bodenfrage ist die (zweite schwierigste Frage' die der jüdischen Arbeit. So wie wir ohne Boden kein Land haben werden, werden wir auch ohne jüdische Arbeit kein Land haben. Um all den Reibungen ein Ende zu machen, genügt es nicht, darüber zu sprechen und zu schreiben, sondern man muß das Leben so gestalten, daß für den jüdischen Arbeiter die Möglichkeit entsteht, in den Kolonien zu arbeiten, und daß der .Arbeiter die Sicherheit hat, daß er früher oder später als selbständiger Kolonist wirkt. Es gibt unter der Arbeiterschaft Meinungsverschiedenheiten, in welcher Form das geschehen soll, ob durch Zuweisung von kleineren oder größeren Parzellen usw.; diese Fragen sind sehr wichtig. Eines aber ist klar: in welcher Form auch immer dies geschehen soll, Boden muß reserviert werden. Und Boden reservieren kann nur der Keren Kajemeth, das einzige Institut des Bodenkaufes der Zionistischen Organisation. Es ist nicht immer leicht, in der Nähe der Kolonien Boden zu kaufen. Dazu wachsen die Preise von Tag zu Tag. Ferner wurde schon längst auf dem Kongreß beschlossen — leider wurde dies bis zum heutigen Tag nicht ausgeführt —, in der Nähe von Tel-Aviv und Jerusalem Arbeitersiedlungen zu errichten. Für Haifa bildet das kein schweres Problem. Dort wird diese Siedelung früher oder später auf dem Boden der Haifa-Bay errichtet werden. Aber in Tel-Aviv und Jerusalem, in denen sich eine große Zahl von ständigen Arbeitern befinden, muß Boden für Siedelungen gekauft werden, damit sich die Arbeiter ein Häuschen und eine kleine Wirtschaft unweit der Stadt errichten können. Aber auch das ist mit großen Ausgaben verbunden. Wenn wir das nicht jetzt ausführen, wird es später kaum möglich sein. Ferner muß in den Zentren des Landes, welche mit der schnellen Entwicklung des Landes in der nächsten Zukunft in verschiedenen Formen zusammenhängen, Boden durch den KKL. reserviert werden. Ich denke nicht an Boden für die Kolonisation von morgen und übermorgen, sondern für die spätere Zukunft. Wir wollen nicht, daß die drei Zentren des Landes, wo sich das ökonomische Leben entwickeln wird, uns für immer verloren gehen. Das Minimum, das wir brauchen, ist eine Million Pfund netto. Und nun werden manche sagen, wenn die erwähnten Fragen das Problem des Keren Kajemeth sind, glauben Sie denn, in solcher Form das Problem lösen zu können? Ich glaube nicht, daß dies die Lösung ist, es ist aber der Anfang der Lösung. Einen anderen Weg gibt es nicht. Manche werden gewiß sagen, wenn der Keren Kajemeth das Bodenproblem nicht lösen kann, dann wird es die Privatinitiative lösen. Es gibt extreme Leute, die entschieden dagegen sind, daß Privatkapital in Erez Israel Boden kauft. Ich gehöre nicht zü diesen 112