Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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Meschutaf hier in der Golah; sie hätten sich zweifellos begnügt, wenn sich die Leitung der Histadruth für eine klare und unbestechliche Erkenntnis von der zionistischen und sozialististischen Notwendigkeit des Irgun Meschutaf in der Bewegung eingesetzt hätte- Die Leitung der Histadruth macht in der Verwirklichung des Irgun Meschutaf keinen- Fortschritt und .läßt auch nicht in genügendem Maße die Erkenntnis der Notwendigkeit und des zionistischen und sozialistischen Wertes des Irgun Meschutaf in die Bewegung eindringen — und dies machten unsere Vertreter der Histadruth zum Vorwurf. 4. Die Vertreter des Haschomer- Hazair erhoben keinen Einspruch gegen die Histadruth — wie es in Eurem Bericht heißt — weil sie in der Entsendung der Delegierten sich nicht strikt an das Kräfteverhältnis der Jugendverbände im Hechaluz häl't — sondern protestierten aufs schärfste dagegen, daß der Waad Poe! der Histadruth auf die vorhandenen ideologischen Unterschiede in der Zusammensetzung des Hechaluz keine Rücksicht nimmt und so die Rechte des Haschomer Hazair, oft sogar gegen die Meinung der Landeszentralen des Hechaluz, verletzt. (So z. Bbefindet sich unter den 12 Delegierten der Histadruth/ in Polen nur ein einziger Chawer des Haschomer Hazair, obgleich der Haschomer Hazair in Polen ein Drittel des ganzen Hechaluz ausmacht.) 5. Es ist unrichtig, daß die Vertreter des Haschoimer Hazair ^weitgehendste Autonomie in der Erziehung, der Hachscharah und' der Alijah" forderten. Richtig ist es, daß die Weltbewegung des Haschomer-Hazair der Ansicht ist — und dies hat sie auf der Konferenz vertreten — daß man die Tatsache des Bestehens verschiedener Jugendbewegungen im Rahmen des Hechaluz positiv und als eine Selbstverständlichkeit zu bewerten hat, und daher soll die Autonomie, die dem Haschomer-Hazair zugebilligt wurde, als kein Privileg angesehen werden, sondern eine Pflicht des Hechaluz sein und als Grundlage in dem organisatorischen Aufbau des Hechaluz dienen. — Es ist nicht richtig, daß die „Gordoniah" gegen diesen Vorschlag gestimmt hat; vielmehr hat sich die Mehrzahl' ihrer Delegierten in dieser Frage der Stimme enthalten. 6. Was nun den „Hechaluz-Hazair44 betrifft — so sind wir keineswegs gegen eine allgemeine Jugendbewegung des Hechaluz. Wir haben uns gegen die Privilegien und organisatorischen Verbindungen, die der „Hechaluz-Hazair" bei dem Hechaluz heute genießt, gewandt — weil der „Hechaluz-Hazair" keinesewegs d i e allgemeine Chaluz-Jugend - Bewegung darstellt, sondern von einer ganz bestimmten Richtung beeinflußt wird und nur mit einem Teil der Kibuzbewegung verbunden ist. Daraus folgt, daß für ihn dieselben Rechte und Pflichten, die für alle übrigen Jugendorganisationen des Hechaluz gelten, Anwendung finden müssen. Antwort. Zum Brief der Weltorganisation „Haschomer Hazair" ist notwendigerweise folgendes zu bemerken: 1. Die Mehrheit des „Haschomer Hazair" wurde in dem Bericht ,-Kibuz Arzi Haschomer Hazair" genannt, um sie von der Minderheit zu unterscheiden. Die Bezeichnung Haschomer Hazair" oder „Weltorganisation H.H.4' wäre irreführend gewesen, weil sich auch die Minderheit mit diesem Namen bezeichnete. 2. Die Weltorganisation „H-H." beschwert sich, daß die Berichterstattung nur die sozialistische Eigenart des „H.H.44, nicht aber die ihm eigene Ideologie und Erziehungsmethoden dargestellt hat. Der Bericht über die Weltkonferenz der „Hechaluz" hat sich mit dem ,JLH.4 (wie auch mit anderen Bünden) nur soweit beschäftigt, als es mit der Konferenz in Beziehung stand. Die zionistischen Theorien des ,,H-H." („Binationaile soz. Gesellschaft in Palästina und den angrenzenden Ländern44) und seine erzieherischen Anschauungen — inwieweit sie im Bereiche des „Hechaluz" liegen (Konkretisierung") wurden genügend erwähnt. 3. Ein wichtiger Teil der Debatte in den Erziehungsfragen war die Ausein- 43