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Der junge Jude · 1930-05-01 · Heft 3 (Mai 1930) · page 31

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Journal
Der junge Jude
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 3 (Mai 1930)
Date
1930-05-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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schöpfliche Quelle für die neuzuschaffende Kultur sein. Es war ein großes Verdienst des Arbeitertheaters „Obel", diese Fraige richtig zu lösen, weil es die tenachischen Dramen (Sozial zu interpretieren wagte. Um an die jüdische Galuth- Wirklichkeit und -Vergangenheit an zuknüpfen, soll das Theater aus dem redchen dramatischen Material der jüdischen Tragik, Komik und Romantik des Gettos, der Stadt und des Städtchens schöpfen. Es soll ausden so verschiedenen und eigenartigen Intensitäten des Galuthlebens Möglichkeit für das aufkeimende Kulturleben Palästinas suchen. J a>s c h e k, Beth-Alpha. TAGUNGEN Bundesraisitzung des JJWB. Die Sitzung des Bundesrats vom 6. April hat den Ausschluß der linken Opposition aus dem JJWB vollzogen. .Sie hat 'die verpflichtende Bedeutung der nationalen Fonds und der Zugehörigkeit zur zionistischen Weltorganisation ausgedrückt und es für die Zukunft Chawerim des JJWB unmöglich gemacht, Organisationen, »die diese Forderungen ablehnein, anzugehören. Es soll in diesen Zeilen nicht nochmals die Anschauungsdifferenz zwischen dem JJWB und der »linken Opposition« aufgezeigt werden. In ihrem grundsätzlichen Umfang wurde sie in dem Aufsatz »Abgrenzung« der Nummer 2 dieser Zeitschrift gewürdigt. Auch die Aussprache auf der Bundesratsitzung, auf der die i»linke (Opposition« die Möglichkeit hatte, in aller Breite ihre Anschauungen vorzutragen, ließ keine Möglichkeit erkennen, nochmals eine Brücke zueinander — von Meinung zu Meinung zu finden. Vor allem war es die negative Stellung der ausgeschlossenen Chawerim zum Palästrinaaufbau, (wie wir ihn allein für möglich halten), die sich in ihrer Ablehnung des Zionistenkongresses und ,der nationalen Fonds ausdrückte und die wohl auch bewirkte, daß die bedeutende Mehrheit die Notwendigkeit erkannte, den Trennungsstrich zu ziehen. Nicht wenig trug auch zum Entscheidungswillen der Tagung die Erkenntnis bei, daß es in einem konsequenten Erziehungsbund bei aller Ablehnung einer Parteidogmatik nicht möglich ist, zu einem bestimmten Ziel zu erziehen auf Wegen, die so grundsätzlich auseinandergehen wie die der palästinensischen Arbeiterschaft und der Linken Poale Zion. Manche, die die Auffassungen der »linken Opposition« ablehnten, konnten sich doch nicht entschließen, schon auf der Sitzung und in aller Entschiedenheit für den Ausschluß zu stimmen, aus einer Einstellung heraus, die die Einheit des Bundes betonen will, auch abweichenden Meinungen gegenüber. Diese Einstellung ist charakteristisch für unsern Bund und sie soll es bleiben. Doch die Sorge um die Entwicklung des Bundes zwang uns am 6. April, zwischen einer für den Bund möglichen und einer unmöglichen Opposition zu unterscheiden. Die 9 Chawerim der linken Opposition mußten den Bund verlassen,, weil der Bund die Kluft zwischen ^icih und diesen Chawerim fühlte, da,, wo der Lebensnerv des JJWB liegt, an der Stätte der Verwirklichung — in Erez Israel. Die Chawerim des JJWB in Palästina sind in ihrer Eingliederung in den Arbeit erjischuw einen Schritt gegangen, zu dessen gesellschaftlichen und (politischen Voraussetzungen sich die Bundesratsitzung in ihren Beschlüssen bekannte. 0. S. Die Konfeienz des Hechaluz. Am 26. bis 28. April fand in Berlin die 8. Konferenz des deutschen Hechaluz statt. Diese Weidah stand im Zeichen des Aufschwungs der Chaluzbewegung. Während wir auf \äev vorigen Konferenz, die zu Beginn der 5. Alijah stattfand, fühlten, daß die Krise überwunden sei und die Erstarkung und die Erweiterung der Chaluzbewegung bevorsteht, sahen wir dieses Mal, daß unsere Hoffnungen erfüllt waren. Der Chaluzgedanke ergriff im Laufe dieses 109

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