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Jüdische Korrespondenz · 1920-07-02 · 24 (2.7.1920) · page 8

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Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
6 (1920)
Issue
24 (2.7.1920)
Date
1920-07-02
Page
– (sequence 8)
Language
German
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- Seite 8 Jüdische Korrespondenz Nr. 24 (Gegen jüdische Studenten.) Aus Laibach wird gedrahtet': An der Agramer Universität ist eine Aktion im Zuge, nm alle jüdischen Hörer, die nicht jugoslavische Staatsbürger sind, von d"er Universität auszuschließen und auch für die jüdischen Studenten jugoslavischer Staatsangehörigkeit den Numerus clausus einzusühren. (Jubiläum.) Dieser Tage beging Professor James Israel, der bekannte Chirurg und ehemalige Leiter des jüdischen Krankenhauses in Berlin, sein 50 jähriges Doktorjubiläum. (Joseph Reinach und der Zionismus.) Angesichts der kürzlich von dem Oberrabbiner Dr. C h a j e s, Wien, gemachten Enthüllungen über die Rolle, welche die Joseph Reinach in San Remo gespielt haben soll, erklärt diesem dem Pariser „Univers Israelite": Ich bin nicht nach San Remo gegangen und ich habe nie einem klerikalen Komitee unter dem Vorsitz von Kardinal Amette angehört. Dagegen bleibe ich ein entschiedener Gegner des Zionismus. Ich habe nichts zurückzunehmen von dem, was ich über den Zionismus gesagt habe, ebenso wenig über den Antisemitismus (der dem Zionismus wohlwollend ist). Ich bin der Präsident der. „Gesellschaft der Freunde Palästinas" gewesen, deren Ehren-Präsident der Cardinal Mercier war und die zahlreichen jüdischen Anhang hat. Ich bin gehört worden über die Frage des Zionismus durch eine der Kommissionen an der Friedenskonferenz. Ich hatte verlangt, gehört zu werden und meinem Verlangen wurde auch ehestens von Clemencean stattgegeben. Ichglaube die eitlen Prätentionen des Zionismus auf Jerusalem, der heiligen Stätte der Christen und der Muselmanen wie der Juden, dargelegt zu haben. (Der letzte Satz läßt Herrn Reinach w,ohl noch viel ärger erscheinen als die obzitierte Rede.) (Gegenwärtige Wasserversorgung von Jerusalem.). Während-des Krieges war es die erste Aufgabe, reines Wasser vom Nil nach Palästina zu bringen. Zu dem Zweck -wurden aus dem sogenannten „Süßwasserkanal" bei Kantara, der seinen Ursprung in dem Nil hat, täglich Wasser nach Kantara gepumpt und durch eine Rohrleitung durch den Suez- Kanal und bis 50 englische Meilen jenseits der Wüste gebracht. Hier wurde das Wasser von einem neu errichteten Reservoir ausgenommen und durch eine lange Leitung bis Gaza weitergeführt. Die unmittelbar in den Sand gelegte Leitung folgte zum größten Teile der neuen Eisenbahn. Dieses Wasser des Nils versorgte nur den unteren-Teil von Palästina, während Städte wie Jerusalem, Gaza, Beersheba und Jericho aus örtlichen Quellen mehr oder weniger versorgt werden. Jerusalem, mit genügend Reinwasser zu versorgen, gelang erst den Engländern in weniger als 70 Arbeitstagen. Schon Pontius Pilatus baute mit römischen Ingenieuren die Quellen zu einer Galerie aus, sammelte das Wasser durch einen noch jetzt zum Teil vorhandenen Aquädukt und führte es nach Jerusalem. Die Engländer setzten die Quellen und das Reservoir wieder in Dienst, indem sie das Wasser mit einer Pumpe hoben. Praktisch hat jedes Haus in Jerusalem seine eigene Remwasser- Zisterne. Da jedoch die meisten in schmutzigem Zustande befunden wurden, - so muß vor Füllung einer Zisterne mit dem reinen Wasser der Eigentümer ein Zeugnis von der neu organisierten Gesundheitsbehörde erhalten, daß die Zisterne rein und frei von Mosquitos ist. Sodann wird durch eine zeitweilige Ostung eine Zisterne ohne Rücksicht auf deren Größe ganz gefüllt, wodurch die zurzeit 50.000 Einwohner von Jerusalem mehr Wasser als vorher erhalten. Es ist zu hoffen, daß die unter türkischer Herrschaft aufgetretenen schrecklichen Krankheiten rasch der Vergangenheit angehören werden. Die kurze. Zeit, in der die Versorgung mit klarem Quellwasser aus dem Arub-Tal zustande gebracht worden ist, steht einzig da. Schon 4 Tage nach einer vorläufigen Untersuchung war ein Plan aufgestellt, doch infolge Mangels an Transportmitteln und ungewöhnlich schlechten Wetters der Beginn der Arbeiten erst am 12. April möglich. Es ist nun dafür gesorgt, daß im Bedarfsfälle 1 Million Menschen täglich mit Wasser versorgt werden kann. Lannliennachrrchten. Josef Bauer (Budapest) und Rene Griinbanm (Wien). Verlobte. Pinkas Rumler (derzeit Wien) und Chaje Sore Schwager. Nnvolf Lettner und Stella Hoffman«.. Berta Fürst und M. Schlesinger. *.» B erwählte. Danksagung- Ignaz Berthold Löwy und Rosa (geb. Hermann) danken - herzlichst auf diesem Wege für die ihnen anläßlich ihrer Hochzeit erwiesene Aufnierksamkeit. Adas Jisroel (Schiffschul), II., Große Schiffg. 8. Gebetstunden in der'Zeit vom 16. bis 23. Thamuz (2. bis 8. Juli). Freitag, 16. Thamuz: Sabbatein gang 8'15. Samstag,Thamuz: Morgengehel 7 und 9 30, RIinchal'05 und 5 Uhr. ‘Sabbatausgang 9 30. An Wochentagen: Morgengebet 5 45 und 6 30, Mincha 8 15. BRILLANTEN Perlensehn üre Gold; Platin Silber, Uhren auch verpfändeter Schmuck kauft zu bekannt hohen Preisen Juwelier Rabinowitsch II., Stefaniestraße 3, Telephon 21.214 im eigenen Hause. Achtung! - Nicht im Hause des Wiener Bankvereines, Papi er war en, Geschäftsbücher und Drucks orten A. LÖWY Wien, II., Große Pfarrgasse 6. Fernsprecher 44.609 Tallis- und Teffillinbeutel sowie sämtliche Synagogenstickereien in bester Ausführung. Brautausstattungen. Fernruf 44.609 BELLA LÖWY Fernruf 44.609 Wien, II. Bezirk,* Krummbaumgasse 16. Besseres intelligentes jüdisches Mädchen, welches kochen kann und Vorliebe für Kinder hat, wird bei guter Kost und guter Behandlung aufgenommen. Unter „E. S.“ an die Administration des Blattes. Eigentum einer Societät. — Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Jonas Kreppei. Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VIII., Hernalser Gürtel 20.

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