Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 6 (1920)
- Issue
- 23 (25.6.1920)
- Date
- 1920-06-25
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3495278-3495461-3495483--1400-3497293- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 6 Jüdische Korrespondenz Nr. 23 Vorbild nehmen wollte. Und hier ist es Agudas Jisroel, die mit mächtiger Hand, mit Kraft, die nur einer vom wahren Geiste der Umraoh hajisroelis getragenen jüdischen Verbindung eigen ist, die Fahne des unverfälschten, des Thora-Judentums entrollt hat und sie inmitten des Marktgetümmels Heimats¬ und Inhaltsloser gepflanzt hat. Und mit einem Eifer, der die Scham über das Versäumte decken soll, regt es sich allenthalben um diese Fahne, die den Zug in eine lichte, freie und bleibende Heimat führen muß und wird, zu scharen. Leben, das nach Leben strebt, erwacht und drängt mit ungestümer Gewalt vorwärts. Mögen die Zweifler warten, sie werden es und wissen es schon, daß nur der Weg, den diejenigen, die unerschrocken für diese Standarte, die aus dem Moriah gegeben wurde, eingestanden, gehen,-zum Moriah zurückführt. Unsere Führer haben, wenn auch spät, ihren Platz reklamiert. Sie bilden für uns den Hauptast am Stamme der Aguda, dem wir unsere Kräfte und Säfte zuführen müssen. Wohlan! Der Ruf ist ergangen! Der Jugend ist die unbestimmte Last der Zukunft aufgebürdet. Wir müssen für die Aufgabe, deren Lösung in unserer Kraft liegt, gestählt sein und mittun an dem Wiederaufbau einer jüdischen Gegenwart, die den Grund zu einer jüdischen Zukunft legen soll. Wir sind nicht auf Kampf eingestellt. Nicht auf Kampf nach innen und nicht auf Kampf nach außen. Wir bieten allen, die in Jisroels Sein einen Ausfluß der Kraft der Thora und in der Verwirklichung der Thora die Gewähr für die Zukunft Jisroels sehen, die Hand zur gemeinsamen Arbeit, und wissen es, daß an diesem Bündnis, das einer bleibenden Zukunft zuliebe, freudig zeitliche Werke opfert, der nach einem Ausweg aus dem Trubel der Genußsucht strebenden und suchenden Menschheit Heilung werden wird. Noch sind wir zu stumpf und zu schlaff, um uns emporzufchwingen aus dem Alltag zu jenen lichten Höhen. Männer der jüdischen Tat, zu denen mit Stolz wir nun die Rabbonim unseres Landes zählen, stehen an unserer Spitze und ihnen wollen wirArebend folgen. Unsere Arbeit hat bereits begonnen und die Mitarbeit eines jeden Einzelnen heißt ein Erfolg. Schon in der nächsten Zeit werden die Aufgaben, sowohl sozialer als auch kultureller Natur, ihre schwersten Anforderungen an uns stellen. Wir fordern alle, die noch im Entferntesten Interesse für unser heiligstes Volksgut, die Thora haben, alle, die mittun wollten an diesem Binjan, dessen Bestand seine Pläne die einzig und allein der Thora entnommen sind und zu ihr auch zurückführen, gewährleistet, dessen Arbeiter die Träger der Emunoh sind, ihren Platz in dem Weltverband der Gesetzestreuen zu suchen und auch auszufüllen. Die Jugend aber muß allerorts, immer aber nur mit Zustimmung des Moro de aßro, einen Zusammenschluß aller Gleichgesinnten erstreben, um.dann Hand in Hand mit dem Landes- und Weltverband mitzuarbeiten an dem großen gewaltigen, bleibenden Werke des wahrhaft jüdischen Volkes! Mit glaubenstreuen Gruße Der Landesverband der Agndas-Jisroel Jugendgruppen der Slowakei. Jeder jugendliche gefetzestreue Jude tritt der orthodoxen Jugendgruppe als Mitglied vei. — Mitgkiederanfnahme täglich von 8 Ihr früh öis 2 Whr nachmittags und von 5 bis 8 Mhr abends im Wureau der orthodoxen Jugeudgruppe, ll., Were Donaustraße 69. Korrespondenzen. Stupava (Stampfen, Slowakei). (Telegramm unseres Korrespondenten.) Hier hat sich eine Agudas Jisroel-Ortsgruppe und Agudas Jisroel-Jugendgruppe gebildet. Ausführlicher Bericht folgt. Komorn. Am ersten Tage Cholehamoed Pessach gründete sich hier eine Gruppe, welche das edle Bestreben zeigt, die orthodoxe Jugend zum Lernen untrzu im jüdischen Sinne gehaltener Betätigung heranzuziehen. An der Spitze der Gruppe stehen die ^Herren Samuel Ehrmann, Marion Raab, Bernhard Schwarz. Snrany. Die Aguda Jisroel-Gruppe entfaltet hier eine besonders rege Tätigkeit und ist Jugend und Alter für die Aguda gewonnen. Die Leitung der Gruppe besteht aus den Herren Juda Fleischmann, Ludwig Grünwald, Sigmund Weiß jun., Viktor Weiß, Josef Zupfer, Edmund Trotzer, Jenö Weiß, Josef Lustig, Samuel Ehrenfeld. Bratislava. Donnerstag, den 3. Juni, kam ein Flüchtlings- Iransport aus Dunaszerdahely — von den Herren Stern und Saek begleitet — hier an. Die Sektion für soziale Fürsorge der Agudas Jisroel-Jugendgruppe betätigte sich in regster Weise für die Versorgung der in der schrecklichsten Lage-befindlichen Flüchtlinge. Es war dies nur durch die besondere Opferwilligkeit einiger edelherziger Glanbensbrüder möglich. Orthodoxe Iugendgruppe. Wien, II., Obere Donaustraße 69. 41. Spendenliste. In der abgelaufenen Woche sind der Jugendgruppe nachstehende Spenden zugegangen: Iugendgruppe: Siegmund Löwin K 500—. Sektion Thelemanngasse: Franz Fischmann X 400 — (Nachtrag). Krankenfürsorgesektion: Sandor Adler K 50 —; Ilse Ruth Neuwirth K 50 —. Agudas Nsroel - Jugeudgruppe. Zentralleitung: II., Obere Donaustraße 6S (Eingang Floßgasse). Schirrrirn-Girrteit'rrng vorn 10. bis 16. GHcrnruz 6680 (26. Juni bis 1. Juki). Samstag, 11 Uhr vormittags: Sidroh mit Kommentar, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner S. N e u w i r t h. Samstag, 4 Uhr nachmittags: Mögen Awrohom, Herr Simon -Schreiber. Samstag, 5 Uhr nachmittags: Vortrag. Sonntag, 8 Uhr abends: Haftauroh, Sr. Ehrm. Herr Rabbiner M-Flesch. Montag, 6 Uhr abends: Sidroh mit Kommentar, Sr. Ehrw- Herr Rabbiner A. Weiß. Dienstag, 8 Uhr abends: Sidroh mit Kommentar, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner A. Weiß. Mittwoch, 8 Uhr abends: Mischnoh (Pesachim), Herr Dr. Lemberg er. Donnerstag, 8 Uhr abends: Dinim, Herr Manuel. Ferner findet täglich um 6 Uhr abends ein. Gemoroh (Gitin)- Schmr des Herrn Salomon Schreiber statt. Sektion: XVII., Weternangasse. Samstag, 7 Uhr abends: Pirkeh Owaus, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner A. W eiß. Sonntag, 6—9 Uhr abends: Dinim. Montag, 6—9 Uhr abends: Mischnoh (Bezoh). Dienstag, 8—9 Uhr abends: Mischnoh (Bezoh). Mittwoch, 8—9 Uhr abends: Sidroh mit Kommentar. Donnerstag, 8—9 Uhr abends: Sidroh mit Kommentar. Sektion: XX., Graunfelsgaffe 3. Samstag, 6 Uhr abends: Pirkeh Owaus. Dienstag, V»8 Uhr abends: Sidroh. Mittwoch, V28 Uhr abends: Sidroh. Donnerstag, V28 Uhr abends: Sidroh. Vortragender: Sr. Ehrw. Herr Rabbiner G 0 t t e s m a n n. In keinem oxtfjoboxen Kaufe fehle bie „gübifdje Korrespondenz".