Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 6 (1920)
- Issue
- 20 (4.6.1920)
- Date
- 1920-06-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 6 Jüdische Korrespondenz Nr. 20 Aus dem Buche Zchov. Von Chaim Bloch. Erkenntnis, Treue und Erfüllung. Und Rabbi Hija ergriff das Wort und sprach: „Dir ist es gewiesen worden, daß Gott der Herr ist und keiner außer ihm." Ueber diesen Vers soll man Nachdenken. Was heißt, dir ist gezeigt worden? Das ist so gemeint: Als die Juden aus Aegypten zogen, kannten sie nicht das Geheimnis der Treue zum Heiligen, gepriesen sei sein Name, weil sie in einem fremden Lande waren, fremden Dienste leisteten. Und dieses Exil erschütterte jene Grundfesten der Treue, die Erbschaft nach dem Urahnen Jakob. Erst Mose, der „treue Hirte" lehrte sie aufs neue, daß es einen oberen Herrn gibt, der die Geschicke der Welt bestimmt und wies ihnen die Pfade der Erkenntnis, den Weg, den die Ahnen gefunden haben. Und als die Juden all die Zeichen und Machtentfaltungen in Aegypten, am Meere usw. sahen, sprach Mose zum Volke: „Bisher mußte ich dich lehren, wie man ein junges Kind lehrt; von nun °ab aber bist du unterwiesen in der Erkenntnis und du mußt auf den Gipfel der Treue steigen, damit du weißt, daß Gott der Herr ist und außer ihm nichts ist." Glaube aber nicht, daß das Wort Treue ein unbedeutendes Wort ist, denn es heißt an anderer Stelle: „Und du sollst heute erkennen und zu deinem Herzen umkehren, damit du weißt, daß Gott der Herr ist!"' Die Treue muy also der Erkenntnis entspringen. An diesem Vers hängt alles Geheimnis der Treue. Aus dieser Treue, das Geheimnis aller Geheimnisse, kann man in die Tiefe aller Tiefen eindringen, um zu erkennen, daß Gott und all seine Bezeichnungen eine Einheit sind. „Dir ist gewiesen worden!" In dieser Weisung eröffnet sich das jüdische Geheimnis, der geheime Sinn für jene, die jn der Thora kundig sind, und durch diese Kundigkeit auch rechtschaffen werden. Mlan soll es wissen, daß Gott, Thora und das jüdische Volk eine Einheit sind. Denn als „dem, der sprach und es war die Welt", der Gedanke aufging, die Welt zu erschaffen, schaute er in die Thora und durch ihr Licht hatte er die Welt erschaffen. Daher heißt es: „Im Worte Gottes sind die Himmel erschaffen worden." Gott las aus oer Thora, welche zwei Jahrtausende vor Erschaffung der Welt in seinem Schoße lag, und die Welt und alle ihre Dinge waren entstanden; alles war fertig. Die Welt wäre aber zwecklos ohne Bestand, daher faßte Gott den Entschluß, den Menschen zu erschaffen, der sich des Lernens in der Thora befleißigen sollte, damit durch die Kraft der Gesetzerfüllung die Welt ihren Zweck erfülle und ihren Bestand vollziehe. Es liegt daher auf der Hand, daß die Grundfesten der Welt, die Erkenntnis Gottes, die Treue zu Gott und die Erfüllung der Thora sind. _ Briefkasten. Adolf P. Es ist dies keine Berichtigung, sondern eine polemische Auseinandersetzung, deren Veröffentlichung umso weniger am Platze ist, als ja seinerzeit der Inhalt des bezüglichen Referates nicht veröffentlicht wurde. Sie werden wohl den Talmudsatz kennen: /Fescbuba beansso mokaum!“ Sie haben ja an Ort und Stelle ihre Ausführungen vorgebracht, wozu alles noch einmal wiederholen. Adas Jisroel (Schiffschul), II., Große Schiffg. 8. Gebetsturiden in der Zeit vom 14. bis 25. Siwan (4. bis 11. Juni). Freitag, 18. Siwan: Sabbateingang 8 15. Samstag, 19. Siwan: Morgengebet 7 und 9 30, Minclia 105 und 5 Uhr. Sabbatausgang 9 40. An Wochentagen: Morgengebel 5 45 und 6 30, Mincha 8 15. richtiger Klarerviril Violitqrädsgog erteilt Unterricht gegen mäßiges Honorar. Samstag kein Unterricht. Jakob Katzburg, II., Nordbahnstraße 22. 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