Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 6 (1920)
- Issue
- 3 (16.1.1920)
- Date
- 1920-01-16
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Jüdische Korrespondenz Nr. 3 Zeitschriften. Soeben ist das dritte Heft des von der „Agudas Jisroel" in Zürich herausgegebenen Monatsschrift „Haderech" erschienen. Der Inhalt ist sehr interessant und gedieäen- Neben publizistischen Aufsätzen enthält das Heft Briefe aus Jerusalem und Jaffa, sowie eine reiche Chronik aus dem orthodoxen Leben. Die soeben erschienene Sondernummer der „Neuen Jüdischen Monatshefte" (Berlin) ist dem jüdischen Buch gewidmet. Sie stellt eine ausführliche und überaus intereffante Monographie des jüdischen Schrifttums in Einzeldarstellungen jüdischer bewährter Autoren dar. Zum ersten Male wird hier auch eine Uebersicht über die Arbeit der modernen jüdischen Verlagsunternehmen geboten. Ernst und von hohem Standpunkt ausgewählte Aufsätze und künstlerische Beiträge zeichnen auch das soeben erschienene Novemberheft des „Neuen Merkur" (Verlag „Der neue Merkur", München, Mk. 2 75) aus. Inhalt: A. Mendelssohn Bartholdy: Macht, Großmacht und Menschlichkeit; Lou Andreas-Salomö: Der geistliche Ruffe; Christian Morgenstern: Epigramme und Sprüche: Rudolf Schneider: Verfolgung; Annette Kolb:' Busoni; Hermann Eßwein: Charaktere; tans Deinhardt: Zur Krisis in der Musik: Wilhelm Hausenstein: aumann in seiner Zeit; Rudolf Kayser: Der Geist der russischen Revolution; Hermann Erhard: Der Werkbund\ Romain Rolland: Die Intellektuellen, ihr Versagen — ihre Möglichkeiten; Spectator: Zum 9. November. '_ Neue Bücher. „Der Fraueuüberschuß nach Koufesfioneu" von R. E. May. — „Beiträge zum Zahlenvechältnis der Geschlechter" von Salinenarzt Dr. Adolf Kickh. Bonn 1919, A. Marcus & E. Webers Verlag. Einzelpreis Mk. 2 80, Vorzugspreis Mk. 2-10. — R. E. May beweist an Hand der Berufsstatistik von 1907, welche die Geschlechter nach Konfessionen getrennt aufführt, daß der Frauenüberschuß bei den verschiedenen Konfessionen ein sehr verschiedener ist. Er führt diese Verschiedenheit namentlich auf drei Umstände zurück: 1. protestantische Auswanderung und katholische und jüdische Einwanderung, die überwiegend männlich sind; 2. häufigeres Durchbringen der männlichen Säuglinge bei Katholiken und Juden, durch größeren Umfang der natürlichen Säuglingsernährung bei ersteren, weil sie überwiegend Landbewohner sind; 3. weil die Protestanten durch größere Häufigkeit der höheren Schul- und Berufsbildung einer vergleichsweise höheren Einkommenllasse angehören, ist die protestantische Frau seltener zur Berufstätigkeit genötigt als ihre katholische Kollegin, die auch häufiger gezwungen ist, schwerere Arbeit zu verrichten als ihre protestantische Berufskollegin. Dadurch steigen die Lebenschancen der Protestantin. Sie erreicht ein vergleichsweise höheres Alter als die Katholikin, und da der deutsche Frauenüberschuß erst in höherem Alter entsteht, ist er geringer bei einer Religionsgemeinschaft, deren Frauen seltener ein höheres Alter erreichen. Das geringe Berufsrisiko der Juden läßt beide Geschlechter etwa gleiches Alter erreichen. Daher ihr geringer Frauenüberschuß. — Die „Beiträge zum Zahlenverhältnis der Geschlechter" besprechen die bekannten Gesetzmäßigkeiten Hoffacker-Stadlers, Gählers und andere an der Hand eines kleinen Untersuchungsmaterials und die Verschiebung des Geschlechtsverhältniffes durch krankhafte, erbliche Belastung der Familien mit besonderer Berücksichtigung des elterlichen Alkoholismus. Darauf erörtert der Verfasser die Verschiebung des Zahlenverhältniffcs bei der Altersklaffe von 20—59 Jahren, und kommt zu dem Schluß, daß bei der bekannten größeren Sterblichkeit der Männer jedenfalls der Alkohol eine Hauptrolle spielt, erwähnt besonders den Zusammenhang zwischen Tuberkulose und Alkoholismus und stützt seine eigenen Beobachtungen durch die schweizerische Todesursachenstatistik. Bei der Wichtigkeit des Zahlenverhältnisses der Geschlechter für die Bevölkerungspolitik verdient die Abhandlung Beachtung und eine — vom Verfasser selbst gewünschte — Nachprüfung an größerem Untersuchungsmateriale. Bi .ie können nie Hebräisch erlernen, Si wenn Sie nicht ein wirklich praktisches, wissenschaftlich zuverlässiges neuhebräisch-deutsches und deutsch-neuhebräisches Wörterbuch besitzen. Ein solches ist das von den ersten wissenschaftlichen Autoritäten glänzend begutachtete neue (3-% „Menorah-Worterbuch“. Es erscheint demnächst im Hebräischen Verlag „Menorah“, Berlin 8. W., Ramburgerstraße 37. Preis beider Teile, in einen flexiblen Ganzleinenband gebunden, mit künstlerischer Deckelzeichnung Mk. 28*— und 10 Prozent Teuerungszuschlag. Alleinvertrieb: M. Poppelauer, Buchhandlung, Berlin 0, 2, Neue Friedrichstraße 59. Verlangen Sie noch heute Prospekt und Probeseiten! Adas Jisroel (Schiffschul), II., Große Schiffg. 8. Gebetstunden in der Zeit vom 26. Tebet bis 3. Schebath (17. bis 23". Jänner). Freitag-, 26. Tebet: Sabbateingang 4 30. Samstag, 27.Tebet: Morgengebet? und 9*30, Mincha 1215 und 8 30, Sabbatausgang 515. An Wochentagen: Morgengebet 6 40, Mincha 4 30. BRILLANTEN Pe rlen schnür e Gold, Platin " Silber, Uhren auch verpfändeter Schmuck kauft zu bekannt hohen Preisen Juwelier Rabinowltsdi II., Stefaniestraße 3, Telephon 21.214 im eigenen Hause. Achtung! gST“ Nicht im Hause des Wiener Bankvereines. Modernste Herrenkleider nach Maß, Reparaturen und Wenden werden prompt effektuiert. »-*) .A.. G-eltoarclj Wien, II., Leopoldsgasse 43 Feinste Stoffe stets lagernd. Samstag geschlossen. Papierwaren, Geschäftsbücher und Drucks orten A. LÖWY Wien, II., Große Pfarrgasse 6. Fernsprecher 44.609 Tallis- und Tefflllimbeutel sowie sämtliche Synagogenstickereien in bester Ausführung. Brautausstattungen. Fernruf 44.609 BELLA L ÖWY Fernruf 44.609 Wien, II. Bezirk, Krumbaumgasse Nr. 16. 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