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Jüdische Korrespondenz · 1920-01-02 · 1 (2.1.1920) · page 1

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Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
6 (1920)
Issue
1 (2.1.1920)
Date
1920-01-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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. / B e z utgs^r.eC^:vCv4^^fli Ganzjährig-K 30, h'albjühri^K^S^ylertel- ‘ Mkrig^Z. — Auslarid jätirlich K 50. Einzelnummer 60 Heller. ' , Nr. 1« \ Hedakgon. und AämimsirMMrr Alserstraße 'SH< v Postsparkassenkonto Nr« J8&2&& Tebet 5680, 2. läniie^ l92(K Ul. ^»KchUWNM. . Ker Heutigen Uumwer liegen für fLwttiche Aöannenten in Oesterreich Hrlagfcheine der Postsparkasse Lei zweckst umgehender Krneuernng des Zöonnements für 1920 sowie Regelung der MckstLnde. wf ..Die KVonnenten in der Tfchecho-SLowaiei werden ..Ersucht, d asAö onnement^ an.Kerrn Istdor HaH^eid- ''Heim, UreßLnrg, Koüaussräße 26^ einznsenden- Kie Abonnenten und Werschleißstessen in Poten nnd^Galizien belieben Hie WezngsgeöHr an bre„Lttd öwä Kafa Zaliczkow a", K ra kün; Gertrud a.9^ fürdtz „Jüdische Karre sp ondenz" ewzusepd Ä<WonnWenLs in Ungarn wollen an 'Kerrn^SMan Schi sch a m Sopran^ Uapred 10,. ttneuEwerden. - r D - Hr Hrdnung wegenDf^ wir, die Administration vpn der KnLrichLnng des Abonnements zn verständigen. Die L'iüiikHr brr MlAlMWchei^Küch'tiiiM' Kiefer Uage ist Iräulein Anna Lorbeerbaum, die bereits einige Uransporte Uatäfimenfer Ilüchtlinge Heimöefördem Hat, von ihrer mühevollen Keife ans tzriest nach Wien znrückgekeHrt. Kie Keimbeförderung der noch Hier weilenden, in großer Wottage befindlichen Itüchrlinge wäre durch die kolossale Kalutadisserenz fast zur Unmöglichkeit geworden. KaHer entschloß fich Aräulein Lorbeerbaum, in Begleitung ihrer Mutier und auf Ansuchen der orthodoxen Jugendgruppe in selbstloser, uneigennütziger Weise zröecks der kostenlosen Keimbeförderung der Kalästina- Kriegsstüchtlinge nach Uriest zu reifen, nm bei den italienischen Behörden in Uriess und Kom dies zu erwirkön. Jank dem überaus freundlichen Entgegenkommen aller dortigen Behörden und einiger Wrivatperfonen war ihre Heise von vollem Erfolg begleitet. Besonderes Entgegenkommen bewiesen Co mm. Ueeelli, Sig. Milan Mandich, Sig. Guifeppe Podgornik, Fräulein A. M. Senegaglia und Sig. Inspektor Bittore Lostia. Bei dem dreitägigen Aufenthalt des Klüchtlingstransportes in Uriess werden Prof. Baranini und Primarius Dr. Gusina für Unterkunft sorgen. Cap. Anton Pesei stellt das Auto für die Beförderung von der Bahn zum Unterkunftsorte und von dort zum Schisse bei. Fräulein Virginia Haynau und Fräulein Schivitz von Schivitzhoffen haben ihre freie Zeit dem Kranlein Lorbeerbaum bereitwilligst zur Verfügung gestellt. Ganz besondere Unterstützung und Jörderung fand diese Aktion bei Comm. Berio, Queftore Cav. Perilli, Configliere Polley, Commissario di P. S. Dott. Cheechio, welche sich um die Gratisfahrt von Farvis Srs Uriess bemühten. .Mer ganz hervorragende Uerdienste nm die Keim- Sefördernng der Ualästinenfer haben sich erwürben das königlich italienische Ministerium in Rom, die königlich italienische» Behörde«, in Triest, sowie Comm. Barone Ten Altieri und Dott. Petronio, welche,. dank, dem besonderen Uerständnis^ das fie dieser Aktion entgegyrSrachten, die armen IlüchtlMgedre SWsaW, non Mest MIaffa Köstenkos rnrLmachen Könne«. „Derünes.zLr^ wahNMA bebIrüEm des orthodoxen . ' Mter MtlMs zahlreichen/B^Mgung fand Sonntag, den 2lK Dezember, nachmittags, eine außerordentliche General' Versammlung des„BereineL zurWahrung der Interessen der orchodoxen JudenttmE in Wim und' Mederöfierreich" statt.. In Abwesenheit des Präsidenten, Herrn Bernhard Hof» baner,:-deram'Erscheinen verhindert war, eröffnete Bize- Mäfibent, Herr 'Eduard Deuts ch die. Versammlung, begrüßte die^Erschreyepen Und ertMe demSchystführerdys Wort zur Erstattung des Referates. Der Schriftführer erstattet zunächst einen eingehenden Bericht über die Tätigkeit des Vereines, der seinerzeit mit bloß lokalen Zielen ins Leben gerufen wurde, aber nach und nach zu einer Zentralstelle des orthodoxen Judentums in Oesterreich geworden ist. Nicht bloß in Wien, sondern auch in der Provinz, war der Verein der Wortführer und der Verfechter der religiösen Interessen und die glaubenstreuen Juden in ganz Oesterreich wandten sich bei jeder Gelegenheit an den Verein und erhielten stets die mögliche Förderung und Unterstützung. Vor etwa zwei Jahren ging der Verein daran, eine großzügige Organisation des orthodoxen Judentums in ganz Oesterreich zu schaffen. Die seitherige politische Umwälzung störte wohl die Durchführung dieses Planes, jedoch soll der Verein zumindest für das heutige Oesterreich die berufene Instanz zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums sein. Damit aber darf sich die Orthodoxie nicht begnügen. Sie muß stärker als bisher engere Beziehungen mit den orthodoxen Organisationen in den anderen Ländern, besonders mit der interstaatlichen Weltorganisation Agudas Jisroel unterhalten, damit die glaubenstreue Judenheit dieMöglichkeit erhalte, auch im jüdisch-politischen Leben entsprechend zur Geltung zu kommen. Nur eine tatkräftige Organisation sei imstande, die Interessen der Orthodoxie nach jeder Richtung zu wahren. Um dieses Ziel erreichen zu können, sei eine Aenderung der Statuten des Vereines notwendig und Redner unterbreitet die diesbezüglichen Vorschläge. Nach einer Diskussion, an welcher sich die Herren S. Kohn, Dr. Lemberger und W. Pappenheim beteiligten, wurde die beantragte Statutenänderung einstimmig angenommen. Der Schriftführer gedachte hieraus der großen Verdienste des langjährigen Vereinspräsidenten Herrn Bernard Hofbauer, der seit der Gründung des Vereines weder Zeit und Mühe, noch materielle Opfer sparte, um denselben in den Stand zu setzen, seinen Aufgaben gerecht werden zu können, und beantragte, die Versammlung möge dem Präsidenten Herrn Hosbauer durch Erheben von den Sitzen ihre Anerkennung für ^89556

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