Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- 44 (28.11.1919)
- Date
- 1919-11-28
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Jüdische Korrespondenz Nr. 44 düsteren Pforte des Beth Chajim und müder Schmerz, der die ruhige Heiterkeit verzehrte, die seine Kraft war und der Trost der Welt. Da zog es ihn fort aus der Schar der Fröhlichen zu dem stillen Friedhofe, wo alles ruhte, was einst sein Glück gewesen war. Es war dieselbe Stunde wie damals, da er in Not und Schmerz denselben Weg gegangen, wieder steckte er den Schlüssel in das verrostete Schloß, da sprang bct§ Pförtchen von selbst auf und im kalten Glanz des Mondes stand eine hohe, bleiche Gestalt, eine dunkle, duftende Rose in der Rechten. Da übermannte die Sehnsucht des Rabbi Herz und er schritt auf den Schweigsamen zu und meinte ihn zu erkennen: wars nicht der Freund, den er einst verlor, das Glück seiner Jugend? Am Morgen fanden die Jünger den Meister hingestreckt an der offenen Pforte des Friedhofes, seine Hand umklammerte eine üppige Rose: der Greis hatte sein Antlitz ttef hineingepreßt in den leuchtenden Kelch.... Karl Glaser („Jüd. Echo"). BRILLANTEN Perlenschnüre Gold, Platin Silber, Uhren auch verpfändeter Schmuck kauft zu bekannt hohen Preisen Juwelier Rabinowitsch Neue Bücher. »,Konfuzius—Bttddha—Zarathustra" von Prof. Dr. R- H. Grützemacher, 1918. 92 Seiten, Mk. 270, kart. Mk. 3 50. — Durch jede Buchhandlung hier wie durch die A. Deichertsche Verlagsbuchhandlung Werner Scholl, Leipzig, Königstraße 25, zu beziehen. — Dieses zweite Heft der „Lebensideale" schließt sich dem ersten würdig an- Dem Dreigestirn „Dürer, Michelangelo, Rembrandt" folgen als gewaltige Vertreter anderer, altmorgenländischer Seelengedanken jene Geister, mit denen insonderheit das chinesische, das indische und das persische Lebensideal persönlich verknüpft ist. Auch diesmal spüren wir, daß es sich um Motive und Anschauungen handelt, mit denen man unwillkürlich immer wieder Zwiesprache halten muß, wenn man als gebildeter Mensch aeisteskulturelle Höhenlinien verstehen will. Der Verfasser schöpft tief aus den Quellen und gibt etwas so Unmittelbares und Lebensvolles, daß man sich immer wieder angeregt und belehrt fühlt, gerade auch dann, wenn man vielleicht meinte, mit diesen alten Geschichten längst fertig zu sein. Aber auch, wer etwa geneigt wäre, jene Geistesströmungen von damals zu unterschätzen, wird hier eine gute Handreichung finden. „Jüdischer Religionsunterricht." Reflexionen von Profeffor Dr. M. Rosenfeld, R. Löwit, Verlag, Wien und Berlin 1910. Preis K 3 —. — Eine mit den Wiener Schulverhältnissen durch praktische Erfahrung besonders vertraute Persönlichkeit bespricht in vorliegender Schrift den gegenwärtigen Stand des Religionsunterrichtes an den Volks- und Bürgerschulen sowie den höheren Lehranstalten und unterrichtet in höchst instruktiver Weise über alle jene Fragen, die für den Ausbau und die Reform dieses wichtigen Unterrrchtszweiges in Bettacht kommen. Nicht nur die Lehrerkreise, sondern auch die Eltern, deren Kinder in den Religionsstunden den Hauptteil ihrer moralischen Erziehung erhallen sollen, werden sich für diese mit großer Sachlichkeit und Mnst verfaßte Schrift zu interessieren haben. „Ein Jahr in der Reichskanzlei." Erinnerungen an die Kanzlerschaft meines Vaters. Von Karl Graf von Hertling, Rittmeister. Mit zwei Bildern und einem Faksimile. Großoktav (VIII u. 192 S.). Freiburg i. Br. 1919, Herdersche Verlagshandlung. Kart. Mk. 12 — (dazu die im Buchhandel üblichen Zuschläge). — Rittmeister Karl Graf von Hertling war während der Kanzlerschaft seines Vaters dessen persönlicher Adjudant. Er hat alle die für das deutsche Volk so folgenschweren Vorgänge in der Außen- und Innenpolitik des Jahres 1918 an erster Stelle miterlebt. Sein Buch ist für die Zeit der Kanzlerschaft Hertlings und damit für die politische Geschichte des Weltkriegs überhaupt ein ungemein wichtiger Beittag, der neben die Veröffentlichungen Bethmanns und Ludendorffs gestellt werden muß. Nach einer Einleitung, welche der Vorgeschichte der Kanzlerschaft gewidmet ist, wird die Amtszeit des Kanzlers in acht Kapiteln chronologisch behandelt. Aus der überreichen Fülle des Gebotenen seien nur herausgegriffen Hertlings Verhältnis zum Kaiser, die Beziehungen zu Hindenburq und Ludendorff, die Ludendorffkrisis, die Stellung des deutschen Kronprinzen, die politischen Pläne der Marine, die Besuche Kaiser Karls, der Sixtusbrief, die Kühlmannkrisis, dte Verhandlungen in Spa. Adas Jisroel (Schiffschul), II., Große Schiffg. 8. Gebetstunden in der Zeit vom 6. bis 13. Kislev (29. November bis 5. Dezember). Freitag, 6. Kislew: Sabbateingang 4 Uhr. Samstag, 7. Kislew: Morgengebet 7 und 9 30, Mincha 1215 und 3 30, Sabbatausgang 4 45. An Wochentagen: Morgengebet 6 40, Mincha 4 Uhr. Modernste Herrenkleider nach Maß, Reparaturen und Wenden werden prompt effektuiert. <4-®> Greltoard., Wien, II., Leopoldsgasse 43. Feinste Stoffe stets lagernd. Samstag geschlossen. II., Stefaniestraße 3, Telephon 21.214 im eigenen Hause. Achtung! fff Nicht im Hause des Wiener Bankvereines. -MW bücher und Drucksorten A. LOWY Tallis- und Teffilhmbeutel sowie sämtliche Synagogenstickereien in bester Ausführung. Brautausstattungen. Fernruf 44.609 BELLA LÖWY Fernruf 44.609 Wien, 11. Bezirk, Krumbaumgasse Nr. 16. KONTORIST aus der Metallbranche sucht Stellung, eventuell auswärts. :: Unter „Orthodox“ an die Redaktion dieses Blattes. :: 88 LEHRMÄDCHEN 88 sucht Stellung in Damenkleidersalon. Unter »Streng orthodox“ an die Redaktion dieses Blattes. T\ rv'nnölttto 1QO 27 Jahre alt, Ungarin, YV QlXöwj Modistin, mit eingerichteter Wohnung und kleiner Mitgift, häuslich und geschäftlich tüchtig, sucht nur streng orthodoxen Bewerber, eventuell Witwer mit Kind. Zuschriften erbeten unter „C. E. 52“ an die Redaktion dieses Blattes. o:o:o:o:o ■ Eigentum einer Societät. —Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Jonas Kreppei. Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VIII., Hernalser Gürtel 20.