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Jüdische Korrespondenz · 1919-12-19 · 46-47 (19.12.1919) · page 16

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Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
5 (1919)
Issue
46-47 (19.12.1919)
Date
1919-12-19
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite Iß Jüdische Korrespondenz Nr. 46/47 Europas Neues und Gesundes aufgebaut werden soll. Inhalt: l. Der russisch-österreichische Gegensatz. 2. Die Annexion Bosniens und der Herzegowina. 3. Die Balkankriege (1912—1913). 4. Der europäische Krieg. 5. Kriegsereignisse. Anhang: Dokumente. „Die Sozialisierung des Geldes in Deutfchösterreich." Bon Dr. I. Hans Hollitscher. Manzsche Verlags- und Universitäts- Buchhandlung. Wien. 1919. Oktav. 56 Seiten. Preis IC 3 —. — Dr. I. Hans Hollitschcr, in juristischen Fachkreisen bekannt schon vor dem Kriege durch eine Reihe von Arbeiten, in der Oeffentlichkeit aber noch mehr bekannt als der Begründer der deutschösterreichischen Jnvalidenbewegung und geistiger Führer derselben, veröffentlicht unter denr obigen Titel im Verlag Manz eine Schrift, von der zu hoffen ist, daß sie auch Grundlagen für eine praktische Durchführung bieten möchte. Hollitschcr zeigt, daß in unserer Lage der Staatssoziälismus, insbesondere aber der Kommunismus unfähig ist. das Gctdproblcm zu lösen. Der Staat ist bankerott, er bekommt von nirgendher Kredit, und wenn er etwas geliehen bekommt, so zu den ungeheuerlichsten Bedingungen, weil er eben die ausländischen Geldsorten in schlechtem österreichischem Gelbe umgerechnet erhält. Deshalb ist es notwendig, dem Staate neue Zahlungsmittel zu verschaffen und ner.es Geld; aber die Zahlungsmittel und das neue Geld dürfen nicht aufgebaul sein auf Staatskredit und nicht auf Staatseigentum, sonder,: aus dem Privateigentum und auf dem Privatkredit, das heißt auf dem Vertrauen, welches einerseits das private Realvermögen und anderseits die arbeitende Bevölkerung selbst genießt. Der Staat darf nicht selbst Schuldner sein, sondern Nutznießer der Forderungen an dritte Personen, das sind die einzelnen Wirtschaftsfubjekte mit 'ihrem Vermögen Hollitschcr ist Sozialdemokrat, aber es muß gesagt werden, daß sein neues System — er nennt es föderative Sozialisierung — sicherlich heute auch für Bürgerliche akzeptabel erscheint, insbesondere wegen der Aufrechterhaltung des Privateigentums und wegen seiner Gegnerschaft zur wirtschaftlichen Uebermacht des Staates. Briefkasten. M. S., Neufandez und L. R., Korezyua. Es geschah aus Versehen. Wollen Sie nunmehr die Einsendung nochmals vornehinen. L., Wien. Unser Redakteur weilte in den letzten Wochen in Polen. In der nächsten Nummer werden dessen Neiseeindrücke veröffentlicht werden. Haschoel. Keine Legende, sondern Tatsache. Sir Samuel hat beim Abschiedsfeste der Orthodoxie in Warschau erklärt: „Man will mich zum Führer der Zionisten stempeln. Ich habe aber eine jüdische Frau geheiratet!" Tesche«. Wir haben bereits wiederholt darauf hingewicsen, daß die Juden gar keinen Grund dafür haben, sich für die tschechische Politik zu exponieren. Lasten Sie sich von keiner Seite zu einer Fehltaktik verleiten. Kranke Wiener Kinder in Not. Appell an Kinderfreunde. Von der ungeheuren Not, von der die Wiener Bevölkerung infolge der Kriegskatastrophe heimgesucht wurde, ist namentlich das Kind in schwerster Weise getroffen. Eine Umschau in den Wiener Armenbezirken gewährt das erschütterndste Bild trostlosen Elends. Da sind schwächliche unterernährte Kinder, die in Massen schweren Krankheiten und einem frühen Dahmsiechen anheim fielen. Eine Zufluchtstätte des kranken Kindes, des Aermsten unter den Armen, ist in Wien seit nahezu vierzig Jahren das Karolinen- Kinderspital. das der privaten Wohltätigkeit seine Entstehung und Wstenz verdankt. Dieses Spital ist jedoch jetzt in seinen Mitteln derart erschöpft und in eine solche Notlage geraten, daß es seinen Betrieb in nächster Zeit wird ganz einstellen muffen, wenn ihm nicht ausreichende materielle Hilfe zuteil wird. Dem kranken armen Kmde droht die Gefahr, in seiner großen Not ohne Heilstätte zu bleiben. Nicht mehr wird der Kampf gegen den in der Kinderrvelt jetzt wütenden Tod im Karolinen-Kinderspital geführt werden können und der Jammer ist unausdenkbar, wenn diese segensreiche Heilstätte geschloffen werden müßte. An alle Kinderfreunde im Ausland wenden wir uns in unserer Notlage mit unserem Hilferuf. Nicht mir. sondern das notleidende arme kranke Wiener Kind bittet um diese Hilfe. Wenn jeder Kinderfreund einen kleinen Baustein zum Weilerbetrieb der Anstalt sendet, so ist das Spital gerettet. Die Administtatton dieses Blattes ist gern bereit. Spenden entgegenzunehmen. Direkte Sendungen sind sreundlichst zu richten an die Verwaltung des Karolinen-Kinderspitals, Wien, IX., Sobieskigasse 9. TÜCHTIGER KOMMIS cflt Stellung in der Textil- oder einer verwandten Hhe. Unter „Verläßlich“ an die Redaktion dieses Blattes. Adas Jisroel (Sehiffschul), II., Große Schiffg. 8. Gebetstunden in der Zeit vom 27. Kislew bis 4. Tebet (19. bis 26. Dezember). Freitag, 27. Kislew: Sabbateingang 4 Uhr. Samstag, 23.Kislew: Morgengebet7 und 9 30, Mincha 12 15 und 3 30, SabbatausgaDg 4 45. An Wochentagen: Morgengebet 6 40, Mincha 4 Uhr. BRILLANTEN Perlenschniire Gold, Platin Silber, Uhren auch verpfändeter Schmuck kauft zu bekannt hohen Preisen Juwelier Rabinowltsdi II., Stefaniestraße 3, Telephon 21.214 im eigenen Hause. Achtung! fiGSF“ Nicht im Hause des Wiener Bankvereines. 1 Modernste Herrenkleider nach Maß, Reparaturen und Wenden werden prompt effektuiert. tf-s») A. öeit:>a:r<ii9 Wien, II , Leopoldsgasse 43. Feinste Stoffe stets lagernd. Samstag geschlossen. Papierwaren, Geschäftsbücher und Drucksorten A. LÖWY Wien, II., Große Pfarrgasse 6. Tallis- und Teffillimbeutsel sowie sämtliche Synagogenstickereien in bester Ausführung. Brautausstattungen. Fernruf 44.609 BELLA LÖWY Fernruf 44.609 Wien, II. Bezirk, Krumbaumgasse Nr. 16. HF“ Zn Haufen gezuckt: kvISzekmiSlzcke 7slmMerzetrit«g neu oder antiquarisch. Offerte sind unter Chiffre „32“ an die Administration dieses Blattes zu richten. o:o:o:o ©ES? Eigentum einer Societät. —Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Jonas Kreppei. Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VIII., Hemalser Gürtel 20.

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