Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- 46-47 (19.12.1919)
- Date
- 1919-12-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Jüdische Korrespondenz Bezugspreis: Ganzjährig K 30, halbjährig K15, vierteljährig K 8. — Ausland jährlich K 50. Einzelnummer 60 Heller. Organ für die Interessen des orthodoxen Judentums. Redaktion und Administration: Wien, VHI., Alserstraße 55. Postsparkassenkonto Nr. 184.299. Erscheint jeden Freitag. Np. 46/47. Wien, 27. Kislew 5680, 19. Dezember 1919. V.Jahrgang. An unsere geehrten Leserl Infolge der neuerlichen Steigerung der Kerstellnngskosten nuferes Alattes sehen wir uns gezwungen, aö 1. Jänner 1920 den Nezugspreis der „Jüdischen Korrespondenz" zu erhöhen. Dieselbe wird von nun an kosten: Hanzzährig . Kal0zäyrig . Vierteljährig Ausland . . Einzelnummer Wir ersuchen dringend «w umgehende Erneuerung der Abonnements sowie Wegleichung der Hinckstände. K 30 — K 15 — K 8'— K 5V — K - 60 '.bs? “ Bon den Festen, die unsere Weisen seit dem Wiederaufbau M -Tewpels - einsetztenals Gedenktage an jene häufigen Zeiten der Not, m denen der AllgütigeseinBolk wunderbar errettete, beansprucht des Lichtes, Chanukkah, das wir eben jetzt feiern, die HöW^ - Bedmtung. Es. war wie kein anderes, ein Kampf um die heiligsten Güter des jüdischen Volkes, um seine Religion. NiW -i'e politische Freiheü des Volkes war damals.,'.so sehrbedüchh als die geistige Reinheit Israels. Politisch .hatte sich das jüdische Volk langstmit der Herrschaft der Syyev äbgesuuden: <ÄlS: aber, diese daran gingen, dem Volks ItzS'.tzÄtgKyzn5veht^en, als ste den heiligen Tempel entweihten un^Jbfe Beybachttrng des Sabbat, die Vornahme . her/Beschneidüng ünd^ie.. Einhaltung der-jüdischen Zeitrechnung verbieten wollten,^ da bäumte sich das Volk auf und gMÄ den Waffen, Nicht physische Helden 'waren es, die h^WWiW.-quSstießj^^Ucht die' leicht erregbare Jugend griff zuerst^ den Waffen,, sondern der greise, am Rande des GrMes^ffeMdeMattüthias Fxließ den Ruf zum heiligen'Krieg. Es gelang ihm, uud seinen.Heldensöhnen den Feind zu schlagen und dem Volke die FreiheG, wieder zu geben. Aber nicht die glorreicheu/Sjegeifeiertdas Volk, nicht jene Ruhmestage, da die Macht jMr ^emdg> Mchem Mut.de^ Gottesgtztreüen zerschellte,: fonMmdie TlfgMMMlchen der heilige Tempel wieder gerenygt^ uM aeweiWHurde. Mit lakonischer Kürze fragte oer>TfllchH:„Mti Myhukkah?“ Was bedeutet das ChaNukkahfest dem südischeu Volkes Und die Antwort lautet: . Als die Jewamm in W , HePgMm. eindrangen,. da. entweihten sie die heiligen Oele7>M?sie Äieder' vertrieben, würden, da churde. das Oel ßrieder^Eveiht und es geschah das Wunder, däkMÜ-kleines DelkrüMin, das kaum für einep Tag ausreichen sollte, für.volle M Hage langte. Darin hrg Bedeutung des . Sieges^ des Festes, das für iüimerwähreüde Zeiten emgescht würde. heute d^Wdoulahh^äer es versuchen, demMamokkah? Fssto^ine MdetdehWvMMigebeLZ-.rnhgM siö.eversuche^ das'-Fest schrer Kerligkyt zu eumeidm und ihm den Charakter eines wesentlich politischen Befreiungsfestes zu geben — Chanukkah ist und bleibt ein religiöses Fest, das Fest des Lichtes, Thora aur! * Die achttägige Dauer des Chanukkah-Festes hat die Frage aufkommen lassen, warum es denn 8 Tage dauern sollte, da doch das Licht bloß 7 Tage in wunderbarer Weise leuchtete; für die erste Nacht war doch das reine Oel gefunden worden? Die Erklärung dafür ist, daß schon die Auffindung des einzigen Fläschchen reinen Oeles ein Gotteswunder war. Ohne dasselbe wären ja die weiteren Wunder unmöglich. — So ist es! Wo nur ein Funke des heiligen Geistes vorhanden ist, dort erlischt das heilige Feuer nie mehr! Nicht die Zahl entscheidet, sondern der Geist! Mögen diejenigen, die aus Abwege geraten, noch so sehr zahlreich und stramm organisiert dastehen — auch das kleinste Krüglein heiligen Oeles reicht hin, das heilige Licht nicht verlöschen zu lassen, bis der entsprechende Nachwuchs heranreift. Es ist dies die Jugend der Gesetzestreuen, der die Aufgabe zufällt, dafür zu sorgen, daß das Licht, das die ältere Generation mit ihren Gesetzen lebendig erhält, immer neues. jugendfrisches_Oel zugeführt erhalte. uns -rrm die Znkrmft des^rryverMWen PchWtums nicht bange sein. Kowsso zakuk lo! — Das Ehauufkahücht muß fortgesetzt leuchtend erhalten bleiben. Es darf nicht sich selbst übÄWHu werden. Der heilige Geist, der das - Licht symbolisiert, muß fortgesetzt neu angefacht werden, damit das Licht immer -strahe lend Leuchte und wärme. " '; ,* „M aalin bukaudesch we-en . mauridin.“ „Man muß immer fortschreiten in der Heiligung und darf me zurüch gehen!" Dieser Grundsatz, der sich darin symbolisiert, daßwan am Chanukkah täglich ein Lichtlein. mehr anzünde, soll auch die Richtschnur für unser ganzes Leben bilden. Dann, werden wir würdig sein der Ahnen; die solch herrliche Wunder erlebten, und dann werden wir-immer einen, neuen Hallet anstimmen können. ■ - Ben-Zwi. Die Agudas Irftoel. Sonntag, den 21. Dezencher1919^>sindet disGeueralMfymmlung des' ^Vereines zur Wahrung der Interessen deorthodoxen Judentums iu Oesterreich" statt, die unter anderem dazu berufen ist, den offiziellen Anschluß der organisierten Orthodoxie in Men an die örthadoxe Weltorganisation Agudas Jifroel vorzunehmen, indem sie den Name» Agudas Jisroel aunehmen werde. > \ In der Geschichte der Organisation des. orthodoxen Huden-- tums wird damit ein neues, bedeutsames.. Kapitel beginnen. Was die Agudas Jisroel sich zum Ziele gesteckt hat, die Ralliieruvg der glaubenstreuen Juden jn. allen Ländern;, wird hiermit der Verwirklichung näher gebrchht.. .."/ Der Name tut eigenzlich nichts zur Hache, Auch bisher .unterhielt die organisierte Wieper Orthßdpxie iW Bezieh'nngen m Agudas Jisroel, wie zu den orthodoxen. Organchrüoney M allen Ländern — mochte» sie wehchen Ramen immer führen. Hjp - oMiÄle Annahme bejß RäMens Mübaß ' , Jfsroel bechxt aber immerhin eine» mächtigen Schritt qff dsn Wege