Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- 37 (7.10.1919)
- Date
- 1919-10-07
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 16 Jüdische Korrespondenz Nr,. 37/38 LiteraturrI Baer, Baal tefillah, Nr. 834—836 (aschkenasische Weisen), De Sola and Aguilar, Aneient Melodies, Nr. 45 (faphardlschf, Löwit u. Bauer, in Schir hakowod, Teil I dir. 20 (türkisch), F. L- Cohen, in Israel, 1899 III., 1778. Journal of the Folksong Society, vol. I Nr. 2, S. 34. Francis L. Co he«, Hauptrahbiner in Sidney. Neue Bücher. „Materialien betreffendFriedensverhaudlungen." i Mante lnote und Antwort der alliierten und assoziierten Mächte auf die deutschen Gegenvorschläge. Im Aufträge des Auswärtigen Amtes. Preis Mk. 3-— mit 10 Prozent Teuerungszuschlag. — 2. Die deutschen Gegenvorschläge zu den Friedensbedingungen der alliierten und affoziierten Mächte. Im Aufträge des Auswärtigen Amtes. Preis Mk. 2'— mit 10 Prozent Teuerungszuschlag. — 3. D e r Friedensvertrag zwischen Deutschland und den assoziierten Mächten nebst dem Schlußprotokoll und der Vereinbarung betreffend die militärische Besetzung der Rheinlande. Im Austrage des Auswärtigen Amtes. Vollständige Volksausgabe der amtlichen deutschen Uebertragung. Volksausgabe in drei Sprachen. — 4. Der Notenkampf um den Frieden in Versailles. Reden und Noten, Teil l, II. Autorisierte Ausgabe mit Ermächtigung des Auswärtigen Amtes. Preis je Mk. 150 mit 10 Prozent Teuerungszuschlag.— ö.Zusammenst e ll u n g der von den allnerten und affoziierten Regierungen infolge der deutschen Gegenvorschläge vorgenommenen Aenderungen des ursprünglichen Wortlautes der Friedensbediugungen. Im Aufträge des Auswärtigen Amtes. Preis Mk. 8'— und 10 Prozent Teuerungszuschlag. — Charlottenbura. 1919, Deutsche Verlagsgesellschaft für Poütik und Geschichte. — Deutschlands letzter Kampf im Weltkriege ist in diesen Büchern dargestellt, die das authentische Material enthalten, herausgegeben im Aufträge des Auswärtigen Amtes in Berlin. Diese Materialrensammlung ist em Schicksalsbuch des deutschen Volkes, das es und seine Kinder und Kindeskinder zu Sklaven machen will. Sie zeigt aber auch die Politik der Entente im richtigen Lichte, die allen Vernunftgründen zum Trotz das Todesurteil über Deutschland fällte. Es ist ausgeschlossen, daß die Bedingungen des Friedens von Versailles in ihrer Gänze durchgefiihrt werden — das vorliegende Material wird dann bloß einen archivarischen Wert haben. Nichtsdestoweniger kommt ihm als historischem Material eine erhöhte Bedeutung zu. „Briefe ans Sotvjet-Nutzland." Von.Paul Olberg. Verlag H. W. Dietz Nachf. G. m. b. H , Stuttgart. 146 Seiten. Gebunden k. 3 50. — In scharfen Strichen schildert der Verfasser in der vorliegenden politisch hochinteressanten Schrift, betitelt „Briefe aus Sowjet- Rußland", auf Grund persönlicher Beobachtungen und Untersuchungen das Leben des russischen Volkes unter der bolschewistischen Parteiherrschaft. In letzter Zeit sind eine ganze Reihe Bücher und Broschüren aufgetaucht, die sich eWe ähnliche Aufgabe gestellt haben; was Olbergs Schrift jedoch von den meisten dieser Berichte auszeichnet, ist seine genaue Bekanntschaft mit der russischen revolutionären Bewegung, der Geschichte der russischen sozialistischen Parteien, ihren Richtungsstreitigkeiten und Theorien. Er ist seit mehr als zwanzig Jahren Mitglied der russischen sozialdemokratischen Partei und gehört zurzeit zum linken Flügel der Menschewiki. Bekannt als Mitarbeiter und Korrespondent deutscher, russischer, finnischer, schwedischer Parteiblätter, gilt er in tournalistenkreisen als sachlicher, allen Uebertreibungen abgeneigter eurteiler politischer Vorgänge. Zuletzt als Berichterstatter für Gorkis Blatt „Nascha Schisn" (Unser Leben) in Stockholm tätig, kehrte er im Juli 1918 nach Rußland zurück, um sich dort selbst von den russischen Zuständen unter dem Diktaturregiment der Bolschewiki zu überzeugen. „Das große Wagnis." Von Max Brod. 1919. Kurt Wolff Verlag, Leipzig und Wien. Preis broschiert Mk. 5-—, gebunden Mk. 7*50. — Eine packende Vision eines unterirdischen Höhlenvolkes, in dem eigenartige Menschen eine „neue Gesellschaftsordnung" begründen wollen. Eine Dichtung im Golemstile, im Genre Meyrinks, mit vielfachen jüdischen und zionistischen Anspielungen. Wer an dieser Art „Romane" Geschmack findet — die Zahl dieser Leser ist sicherlich nicht klein — wird das Buch mit Jntereffe, ja mit einiger Spannung lesen. „Edom." Berichte jüdischer Zeugen und Zeitgenossen über die Judenverfolgungen während der Kreuzrüge. Aus dem Hebräischen von Nathan Birnbaum und Hugo Herrmann. 1919. Jüdischer Verlag, Berlin. Preis Mk. 5-—. — Ein erschütterndes Buch, das in einem lcwidaren Stil die Leiden unserer Brüder in Speyer, Worms, Mainz, Köln. Trier, Metz, Regensburg usw. schildert. Der Leser steht unter dem Eindruck dieser Schilderungen und empfindet sie fast unmittelbar. „DaS neue Europa." Uebersichtskarte. Verlag von Dietrich Reimer (Ernst Dohsen), Berlin, 81V. 48. Preis Mk. 3 —. — Die neue Karte Europas nach den Wünschen der Entente — erst auf Grund dieses Farbendruckes sind die einschneidenden Veränderung»», die die Entente vornimmt, klar zu erkennen — aber auch die Willkür, mit der die neuen Grenzlinien gezogen wurden. „Bor dem Sturm." Ostjüdische Geschichten von M. I. G o r i o n (Berdyczewski). Aus dem Jiddischen übersetzt von Rahe! Ramberg. R. Löwit Verlag, Wien und Berlin, 1919. Mk. 3-50, L>5 —, — Aß. drittes der im Verlag R. Löwit erschienenen Gorion-Bändchen liegt jetzt eine n«ue Sammlung von. Erzählungen vor, die aus dem jüdischen Original ins Deutsche übertragen wurden. Seitdem das ostjüdische Problem durch die politischen Umwälzungen dem Gewissen Europas nähergerückt ist, greift man gerne nach jener Literatur, die eine unmittelbare Anschauung von Land und Leuten vermittelt. M. I. bin Gorion ist durch seine Erforschung der jüdischen Sagenwelt auch dem westeuropäischen Publikum vertraut. Als Erzähler weiß er durch kühne Stoffwahl und spannungsvolle Darstellung Interesse zu erwecken und bietet mehr'als die übliche Milieukunst. Heißer Atem weht aus diesen schicksalsreichen Begebenheiten. Ein tragischer Grundton durchzieht das Werk, der zitternde Mollakkord des Leidens schwebt über den Szenen, die ein Mitfühlender und Mitleidender gestaltet hat.' Dennoch sind Gorions Schilderungen kein sentimentales Literaturerzeugnis, sondern lebensvolle Bilder, die man in ihrer unberührten Frische freudig auf sich wirken läßt. Adas Jisroel (Schiffschule), II., Große Schiffg. 8. Gebetstunden in der Zeit vom 14. bis 24. Tischri (8. bis 18. Oktober). ■ Mittwoch, den 14. Tischri: Erew Sukkoth, Abendgebet 6 30. Donnerstag: Erster Tag Sukkoth, Morgengebet 630 und 9 Uhr, Mincha 12*15 und 3*30, Abendgebet 6 Uhr. Freitag: Zweiter Tag Sukkoth, Morgengebet 630 und 9 Uhr, Abendgebet und Sabbateingang 5*10. v Samstag: Morgengebet 6*30 und 9 Uhr, Mincha 1215 und 3 30, Sabbatausgang 6*55. An den Halbfeiertagen: Chaal Hamoed, Morgengebet 615, Mincha 6*15. Mittwoch, den 21. Tischri (15. Oktober): Hoschana rabba, Morgengebet 6 Uhr, Festtagseingang 5*15. ' Donnerstag, den 22. Tischri: Schemini Azeret, Abendgebet 5*50. Freitag, den 23. Tischri: Szimchath Thora, Sabbateingang'5 Uhr. Samstag, den 24. Tischri: Bereschith, Morgengebet 6*30 und 9 Uhr, Mincha 12*15 und 3*30, Sabbatausgang 5 45. | SACCHARIN — pHDDD mun *ui^> bz bw d-3) ,»x (rfcpfvünBw .BK"B *1« D'oroo .Djn D’BpBDHB ,DJI*T D’BpBDl’lB MATUSAN & KAPLANSKI Chemische Fabrik „Speranza“ — Zürich 6 (Schweiz) ---9-1-- ::: Wörterbuch :s: Hebräisch-polnisch-deutsch K 40-— Deutsch-hebräisch . . . K 30*— Hebräisch-deutsch . . . K 30*— (s-g) Chaldäisch-deutsch . . . K 15*— Ojzer Haschoruschim, 5 Teile K 65-— Alles gebunden! Buchhändler Rabatt! Bei O. Wilf, Lemberg, Sonnengasse Np« 23. „Jesehurun“ von 8. R. Hirsch und Jisak Hirsch sämtliche Jahrgänge, sowie Jahrgang 1914 von Wohlgeimith „Jeschurun“ billig zu kaufen gesucht. Aeußerste Offerte sind zu richten an die Expedition dieses Blattes. Eigentum einer Societät. —Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Jonas Kreppei. Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VIII., Hemalser Gürtel 20.