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Jüdische Korrespondenz · 1919-07-11 · 25 (11.7.1919) · page 8

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Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
5 (1919)
Issue
25 (11.7.1919)
Date
1919-07-11
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Jüdische Korrespondenz. Nr. 25 8 Und Ben-Dosa war seil jenem Tage darauf brdacht, alle schädlichen Tiere Palästinas auszurotten. Er ging auf das Feld hinaus und rief: „Ich beschwere alles Raubgel Zer, daß es sich nicht mehr innerhalb Israels Grenzen blidien lasse." Und es hörten alle wilden Tiere und flohen bis auf eignen Löwen, der allein umherirrte. Als Ben-Dosa ihn sah. rief er: „Was willst Du noch hier. Du schwacher König, hast Du nicht meinen Schwur gehört, daß alle Deine Brüder unser Land verlassen sollen? Was willst Du noch hier, Du Herrscher ohne Untertanen?" Doch rasch besänftigte Ben-Dosa sine Worte, denn er schämte sich, daß er den Löwen geschmäht hatte, den Gott über alle Tiere des Waldes setzte. Dann sagte er: „Ich habe Dir Unrecht getan, denn Gott hat Dich zum K^nig der Tiere gemacht. Doch meine Worte sollen nicht umsonst s -in. Gehe und folge dem Schwure, den Du von mir vernommen." Da eilte der Löwe fort und verließ das Land. Israel a^cr wohnte ruhig und sicher, solange Ben-Dosa lebte. (Nach I a w i tz von Ben Jakob./ Heue Bücher. Dhe Rotte Korahs. Roman. Bon Hermann Bahr. (S. Fischer. Berlin). Preis Mark 7.50, geb. Mark 10.—. Immer mehr wächst sich die Romandichtung Hermann Bahr* zu einer Art geistigen Naturgeschichte des modernen Oesterreichs auv Aehnlich berühmten Beispielen in der Literaturgeschichte — Balzac, Zola — kehren die Gestalten seiner Erfindung in neuiit Bänden wieder, und wenn auch das einzelne Buch lollkomm, n für sich abgeschlossen dasteht, bildet es dadurch doch das Glich einer große iiKette. So auch der neue Roman .Die Rott». Korahs". Er scheint auf den ersten Blick ein Romai über dar jüdische Problem zu sein, stellt Antisemiten und Jude \ repräsentativer Art vor. Antisemiten aus leichtsinniger Stre. derer und aus Prinzip, Juden von zionistischer Idealität und von materialistischem Grobsinn. diese die Rotte Korahs. Aber Bahrs Absicht zielt weiter, er will keinen deskriptiven. son> dern einen geistigen Roman schreiben. Sein Held ist ein junger adliger, höherer Beamter, der durch innere Vornehmheit sowohl zu den Antisemiten, wie zu den Juden in einer al wehrenden Stellung gehalten wird und eben dieser reine, innerliche und geistige Mensch entpuppt sich eines Tages als unehelicher Sohn eines Juden, und obendrein eines, der geradezu als der skrupelloseste Führer, der Rotte Korahs das Land in Aufregung versetzt: er ist ein Faisier im großen Stil. Er stirbt eines plötzlichen Todes, während eines Prozesses, den man ihm gemacht hat, und hinterläßt seinem unehelichen Sohne unermeßliches Vermögen. Wie dieser sich mit der Erbschaft, der doppelten Erbschaft, an Geld und an Blut, abfindet, das m tcht den geistigen Kampf und Inhalt des Buches aus. Palästina und feine Geschichte. Bon Prof. Dr E. Frh. von Soden. 4. Aufl. Mit einen Plan von Jerusalem und drei Ansichtskarten des heiligen Landes. (115 S.) Av^ Natur- und Geisteswelt. Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen. 6. Bändchen. Kart. M 1.60. geb. M 1.90, Hierzu Teuerungszuschläge des Berlages und der Buchhandlungen. Verlag B. G. Teubner. Leipzig und Berlin 1919. — Heute ist Palästina durch den Gang des Weltkrieges wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, während es Jahrhunderte lang ein Land der Erinnerungen bleiben zu wollen schien. Das Land und seine erinnerungsreichen Stätten schildert mit künstlerischen Blick auf Grund eigener Anschauung der Verfasser des in 4. Au'flaae vorliegenden Büchleins. Er führt uns seine wechselvolle Geschichte von den ältesten Zeiten an vor Augen, des Landes Abrahams. Mose, der Könige und der Propheten, die jüdischen Kriege der mohamedani'chen Eroberunqökämpfe uirö der Krcuzzüge. ein mannigfaltiges .farbenreiches, Bild, das aber nie der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnis ermangelt, und so des Interesses der weitesten Kreise sicher sein Kinn. Th. Hcrzl: „Der Iudenstaat“ neue Auflage mit einem Vorwort von Prgf. Dr. Otto Marburg. .Preis M. 2.—. Jüdischer Berlaa. Berlin. 1919. — Diese Msgabe von Herzls großem Manifest ist mehr als ein Neudruck eiv-es vergriffenen Buches. Sie ist ein Zeichen dafür, daß di< Zionisten von heute sich freudig zu den Ideen Herzls bekennen, deren qunze Größe seinen Nachfolgern jetzt er.st aufgeht. Herzl war der erste, der die jüdische Frage als eine politische internationale Angelegenheit aufgefaßt hat. Die Entwicklung hat ihm Recht gegeben, insbesondere auch seiner Einschätzung, der die Weltpolitik bildenden Kräfte. Auf den Zusammenhang der Iudenstaatsidee mit dem historischen Augenblick, den bas jüdische Volk jetzt durchlebt .weist das umfangreiche Porwott des Vorsitzenden der Zionistischen Organisation. Professor Marburgs, hin. „Die Saat", so heißt es dort, „die Herzl im Iudenstaat gelegt hat .ist nicht nur herrlich aufgegangen, sondern' schon nahe daran, zu reifen. Als Sieger steht Herzl vor uns da. Politische und historische Tatsache wird, was er nrophetisch verkündet hat: Wenn Ihr wollt il/t es kein Märchen!" JU6ENDGRUPPE des „Verein zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums“ Vereinslokal: II., Große Schiffgasse 16 Geöffnet Samstag u. Sonntag ab 9 Uhr vorm., an Wochent. von 6—7 Uhr abds. Schiurim - Einteilung Samstag Vall Uhr vorm. Sidro mit Kommentar Va3 Sr. Ehrw. Rabb. Dr. J. Hofmann, nachm. Gemoro (Gittin) V2 4 Herr Salomon Schreiber. „ Pirkeh Owaus 11 Sr. Ehrw.H. Rabb. J. Baumgarten. Haf tauroh Sonntag Sr. Ehrw. H. Rabb. Dr. J. Pol’ak. „ Jeschaja Montag 00 00 Sr. Ehrw. H. Rabb. Dr. H. Hoffmann. „ Mischleh, Herr A. Breuer. „ Midrasch Echoh Ya9 Sr. Ehrw. H.Rrbb. Dr. J. Pollak - „ Gemoro (Gittin) Mtitwoch V*8 Herr Salomon Schreiber. „ Thillim Sr. Ehrw. H. Rabb. S. Flesch Donner8tag'Va8 „ „ Jeschaja Vi9 Sr. Ehrw. H. Rabb. Dr. J. Hoffmann. „ Gemoro (Gitin) Sonntag Ausflug atn Hermannskogel, Führung Herr Ernst Stern Treffpunkt : um 3/4 2 Uhr nachm, im Vereinslokal . . - .. Be! schönem Wetter finden die Vorträge im rück- ABlMlIjpjP wärtigen Hofe der Schiffschule statt. Eingang -— II., Große Schiffgasse 6. Adas Jisrael (Schiffschule) II., Große Schiffg. 8. Gebetstunden in der Zeit vom 13. bis 20. Tamus (11. bis 18. Juli). Freitag, den 13. Tämus, Sabbatheingang 730 Samstag pbs D Morgengebet 6^5 und 9 Uhr, Mincha 1215 Um 330 Vortrag von 5N-N pne und anschließend Mincha. Sabtath-Ausgang 835 An Wochentagen Morgengebet 515 u. 6 Uhr, Mincha 7 Uhr Am 15. Ju’i ffiöV iwsm Mincha 7 Uhr. Freitag crüB 'd Sabbatheingang 730 SBCCHBMH - p "O 3 D | mtvs 'y mir?? mpn um? .v8"s irr D'snrö ♦s;n v'vjDLv'Nd .vrn ß^psDna MATUSAN & KAPLANSKI Chemische Fabrik „Speranza" — Zürich 6 (Schweiz). □□□□□□□□□□□□□□□□□□ÖD □ □ □ □ □ □ □ □ * ADRIA * DRUCK- UND VERLAGS¬ GESELLSCHAFT M. B. H. II. TABORSTRASSE Nr. 52 B □ □ □ □ □ □ □ □ □□□□□□□□□□□□□□□□□□DD Eigentum einer Sozietät — Herausgeber u. verantwortl. Redakteur: Jonas Kreppet Druck: »Adria“, Wien, II. Taborstraße 52B

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