Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- 24 (4.7.1919)
- Date
- 1919-07-04
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Jüdische Korrespondenz.^ Nr.J24 Nun nahm Rabbi Nie ein Gebetbuch in die Hand, öffnete dies und las daraus die Stelle: im Achtzehngebete der „furchtbaren Tagen": „Und nun gehe deine Furcht über alle deine Werke und deine Angst über alle deine Geschöpfe. . . .' Und die Diener wurden don einem Zittern ergriffen, daß ihre Zahne klapperten. Aber ein Geständnis war von ihrem Munde nicht zu vernehmen. , Nun sagte Rabbi Elie: „Die jüdischen Weisen sagten, daß von jeder guten Tat eines Menschen ein guter Engel, hingegen won jeder bösen Tat ein böser Engel geschaffen wird. Nun, wir werden diesen bösen Engel hejcabzwingen, damit er uns offenbart, wer die Nadel gestohlen hat." Nach einer Weile sagte er, mit den Augen gegen das Leere gewendet: Mun offenbare hier, wer die Nadel gestohlen hat und wo sie versteckt liegt." Und es wurde eine (Stimme hörbar: „Die Nadel haben die hier stehenden drei Diener entwendei, es war ihre gemeinschafüiche Sache und sie versteckten sie im Wachzimmer in einer Oeffnung im Ösen, nahe zum Fußboden." Da sagte Rabbi' Elie zum Polizeichef: „Ich bitte Euch, an dem bzeichneten Ort nachzusehen." Noch hatte der Polizeichef von seinem Sitze sich nicht erhoben, als die drei Diener fast in einem Atemzuge mit gedrückter Stimmung die Worte sprachen: „Wir sind die Diebe, der Glaser aber ist unschuldig." Daraufhin begaben sich die anwesenden Leute ins Wachzimmer und man fand die Nadel auf. Da wurde der Glaser sofort in Freiheit gesetzt und die Diener in den Kerker gebracht. Von nun ab qrfteute sich der Glaser des Vertrauens der Fürstin noch in erhöhterem Maße und sie war allen Juden noch mehr gewogen als zuvor. Wer aber der „böse Engel" war, der die Diener verriet, wußte niemand als Rabbi Elie., Aufruf. Die Landgemeinden, die keinen Funktionär haben, werden in ihrem Interesse ersticht, ihre Adressen bekanntgeben zu wollet. ' v. ... Rabbiner Dr. Ezechiel Landau, Strakomtz, Böhmen. Aufruf. Der Arbeitsausschuß der Iugendgruppe des Vereines zur Wahrung der Interessen des -orthodoxen Judentums hat beim Besuche» des Versorgungshauses in Lainz Gelegenheit gehübt, sich von der besonderen Not unter der die jüdischen Kranken leiden, zu überzeugen. Um diesen Aermsten der Armen auch nur ein wenig zu helfen, wäre es notwendig, daß sich guchierzige Leute zu einer allwöchentlichen Liebesgabe in Form von Naturalien, wie z. B. Brot, MarmMde u. dgl. verpflichten . I , Die Spenden werden im Vereinslokal, 2., Große Schiffgasse 16, täglich in der Zeit von 6 bis 9 Uhr abends entgegMgenommen und von den Krankenbesuchern direkt an die Patenten verteilt. Jeder helfe nach seinem Vermögen l Der Arbeitsausschuß. Jugendgruppe des Vereines zur'' der inieressen des orthodoxen Judentums. Vereinslokal: II., Große Schiffgasse 16. Geöffnet an Wochentagen von, 6 üis9 Uhr abends', an Samstagen und Sonntagen ab 9 Ühr vormittags, Reichhaltige Bibliothek und Zeitschriften zur freien Benützung, der Mitglieder. Sciiiurim-Einteilung bis auf weiteres. Samstag» 11 Uhr vormittags: Sidro mit Kommentar, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. 3. Höffma n n. Samstags halb 3 Uhr nachmittags: Gemoro (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Samstag, halb 4 Uhr nachmittags: Pirkeh Omans. Sr. Ehrw. Herr Rabbiner 3. Baumgarten. Samstag, halb 8 Uhr abends: Haftauroh, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner 3. Pollak. Sonntag, 10 Uhr vormittags, Mögen Awrohom. Herr Samuel Stern. . Sonntag, 11 Uhr vormittags: 3efchaja, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. 3. Hoffmann. Sonntag, halb 8 Uhr abends: Mifchleh, Herr A. Breuer. Montag, halb 8 Uhr abends: Tauroh mit Kommentar, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner S. Reuwirth. Montag, halb 9 Uhr ahends: Gemoro (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Dienstag, halb 8 Uhr abends: Mifchno (Brochaus), Sr. Ehrw. Herr Rabbiner A. D e u t f ch. - Mittwoch, halb 8 Uhr abends: Tehillim, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner S. F l e f ch. Donnerstag, halb 8 Uhr abends: .Tauroh mit Kommentar, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner S. R e u w i r t h. Donnerstag,, halb 9 Uhr abends: Gemoro (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Samstag, vormittags: Besuch des jüdischen Museums, Führung: Herr Dr. 3. Bronner, Zusammenkunft um halb 10 Uhr im Bereinslokal. Ankündigungen: Bei schönem Wetter finden die Borträge im rückwärtigen Hof der Schiffschule statt. Eingang: 2. Bez., Große Schifsgasse 6. SACCHARIN - p " 3 3 D mrys 123?w'x bz v,3? mell .nbpn umoip irr c'2nra ♦d:h D'Bp&DnB io;n D^p&Dns MATUSAN & KÄFLANSKI Chemische Fabrik „Speranza" — Zürich 6 (Schweiz). Eigentum einer Sozietät. — Herausgeber u. verantwortl. Redakteur: Jonas-Kreppei. Druck: „Adria“, Wien, II. TaborStraße^ 52B 8939