Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 443)
- Language
- German
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418 Wohnung unter Verpflichtung auf die früheren Obliegenheiten der Taimudlehrer gewählt. Der Unterricht der Schüler hat in dem großen Zimmer des Bhm. zu erfolgen. 28 Unterschriften. Schemaja b. Chajjim Landsberg, geb. in Berlin 10. Siwan 504(1744) als Sohn des am 23. ljjar 559 verstorbenen 18 Mann des Bhm. und Gabbai der Chbeh. Chajjim b. Sehemaja Landsberg (Jochem Simon), selber Gabbai der Ttseh. 1777—80, genannt: Simon Joachim, seit 1812: Simon Joachim Landsberger, gestorben nach 50 jähriger Lehrtätigkeit 25. Aw 584 (19. Aug. 1824). Als er 1778 Talmudlehrer des Bhm. wurde, legten ihm die Gabbaim die Bedingung auf, daß er nicht als Dajjan fungieren dürfe. Bereits am 8. Cheschwan 539 (26. Okt. 1778) approbierte er als Mitglied des Rabbinatskollegiums Mendelssohns Pentateuch נתיבות השלום (Bin. 543). Weyl, der am 28. Adar 544 Dajjan wurde, fand Schemaja bereits als Dajjan vor: Gbch. Bl. 230. Siehe meine Mitteilungen im Jeschurun 1926, S. 193. — Das große, neben dem Betsaal nach der Heidereutergasse zu gelegene dreifenstrige Zimmer wurde 1834 durch eine Scheidewand in zwei Bäume verwandelt. XI) 504—541 (1744—80), Liste von Einnahmen aus Stiftungen und Spenden für das Bhm., gleichfalls von mir chronologisch geordnet: Aus der Gemeindekasse halbjährlich 24 Rtl. Zinsen aus Stiftung des Eichanan Sofer. — Kapital 800 Btl. mit 6% Zinsen, hinterlassen 1728, für das Bhm. angenommen 1744: VII. Von den Kuratoren des Samuel Halberstadtschen Nachlasses jährlich 161/2 Btl. — Kapital 2000 Btl. (1000 Btl. erhielten die Gabbaim des Bhm. zum Bau) mit5°/0 Zinsen seit 1746: VIII, X. Die 1/4 jährlichen Zinsen 25 Btl. wurden aus der Gemeindekasse an die Kuratoren gezahlt, diese gaben jährlich statt 100 nur 161/* Btl. an das Bhm. Selbst die kleine Summe ging nur 1771-76 ein, dann blieb sie ganz aus. Erst 1808 kamen wieder 70 Rtl., 1809 und 1811 je 25 Btl. Seitdem erhielt das Bhm. aus dieser Stiftung nichts mehr. Wie es sich herausstellte wurden die Zinsen vom Kurator wohl für Talmudstudium verwandt, aber nicht stiftungsgemäß. Auf Beschwerde des Bhm. überwacht seit 1829 die Gemeinde die Verwendung der 100 Taler. Der Talmudlehrer des Bhm. erhält für sich und seine Schüler, nach der im Testament vorgesehenen Verteilung direkt das Stipendium. Aus der Gemeindekasse jährlich 33 Rtl. Zinsen aus Stiftung des unverheirateten Henich Königsberg. — Kapital 1100 Btl. mit 3°/0 Zinsen. Nach Henichs Tode Vereinbarung der Ältesten mit den Gabbaim des Bhm. am 23. Schewat 517 (13. Februar 1757); Gbch. Bl. 129. Für sein Seelenheil war ein ständiger Schiur zu lernen, der jedem neu gewählten Taimudlehrer zur besonderen Pflicht gemacht wurde. Spende des Herz Rintel, Gabbai von Hachnassath Kalla und Haspakat Ewjonim, 150 Btl. für die Jahre 531—33. Ferner testamentarisch 200 Rtl., Adar 535. — Naphtali Herz b. Abraham Rintel, Herz Abraham Leffmann, 18 Mann des Bhm., starb 17f Adar I 535 (!7. Jebr, 1775),