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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 417

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 417)
Language
German
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392 Literatur. Eine Ges amt geschieht*; des Mussar, die, wie die hier versuchte, auch die Tochtersysteme mit einbezieht, existiert noch nicht. (Mit dieser Zielsetzung begonnene Arbeiten von Dozent Dr. J. Weinberg, — im Jeschurun VI, 478, 585; VII, 595; VIII, 52 — blieben leider unvollendet.) Deshalb standen mir nur kurze, last durchweg subjektive Schilderungen von Einzelthemen zur Verfügung. Unter ihnen sind diejenigen Monographien am zahlreichsten, die das Leben von Rabbi Israel und die Anfänge der Bewegung behandeln. So Emil Benjamins aus persönlicher, in Memel gewonnener Anschauung heraus gestaltete Biographie (R. I. Lipkin Salanter, Berlin 1899) und Samuel Rosenfeids unterm Haskala-Gesichtspunkt versuchte Charakteristik (Jiddisch: 1911 .ר׳ ישראל טאלאנטער. דין טעטינקייט, בלל־ביבליאטעק. ווארשא Hebräisch: רי״ם. חושיה). Das zuverlässigste Quellen-Material über Rabbi Israel bringt aber vor allem das Standardwerk des Mussar — איר ישראל; hier sind die Briefe, die er als Proklamationen und als Antworten auf private Anfragen schrieb, die wesentlichsten Aufsätze seiner Zeitschrift התבונה, seine Schilderung von Rabbi Sundei und Episodenberichte der Schüler über ihn miteinander vereinigt. — Im Mainzer ״Israelit“ (1893, Nr. 47, Beilage) finden sich ferner Angaben über Rabbi Israels Plan einer Talmudübertragung, der Wiener השחר vom Jahre 1880 bringt wiederholt Zuschriften (u. a. von I. Bernstein) die deutlich machen, wie seine aufklärerischen Zeitgenossen Rabbi Israel beurteilten, im 1883 המליץ (Nr. 45) findet seine russisch-politische Tätigkeit quellenmäßige Beleuchtung. — Alle über ihn kursierenden Volkserzählungen schließlich bat M. Lipson (itb. 404 ,271 ,168 ,61 ,58 די וועלט דערציילט, ניו־יארק) gesammelt. Spärlicher schon ist, was wir an objektivem Quellenmaterial über den Mussar8 tr e i t, der nach Rabbi Israels Tod einsetzte, haben. Unterlagen bilden hier lediglich die autobiographischen Notizen von E. Friedmann (ספר הזכרונות. תל־אביב׳ תרפ״ל) und die Verlautbarungen der beiden Parteien im 182 ,170 ,155 ,1897) המליץ u. f.) von denen die der Mussarnikes neuerdings reproduziert wurden (אור המוסרי חוב, י*ג־ מ״ז). Wertvoll für die richtige Ein- Schätzung der Partei von Rabbi Jizchak Elchanan sind die Arbeiten von Notel Lipschitz (.לעבענם געשיכטע פון ר׳ יצחק אלחנן; וברק יעקב א׳־נ׳ קאוונא 1929), dem ich auch für zahlreiche mündliche Hinweise zu dankeu habe. (Am wertvollsten allerdings wird der vierte, dem Mussarstreit gewidmete Teil der Memoiren זכרון יעקב sein, der leider erst im Manuskript vorliegt.) Die auf den Streit folgende Übergangsperiode findet ihre ausführlichste Darstellung in einem Aufsatz der wiederbelebten וכתנות :(שנת ב, ג,) התבונה מראשית התיסדות מקימות התורה בליטא. Die ausgestalteten Jeschiwoth geben dann mit den Veröffentlichungen ihrer eigenen Schüler authentisches Material über ihre Ideologie, wenig und wenig zuverlässige Unterlagen aber über ihre Historie.

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