Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 306)
- Language
- German
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- IRI
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281 and ihren vereinigten Bemühungen gelang es, das Bestehende txk erhalten und die vorliegenden Reformanträge abzulehnen. Sa gelang es unter anderem, einen Antrag des Dr. Pinhas zu Falle zu bringen, der darauf ausging, daß bei Prüfung der Rabbinatskandidaten die Nummern der Prüfungsfächer kompensiert würden, ein Ansinnen, dem selbst der landesherrliche Kommissar, Geh. Regierungsrat Schröder, seine Zustimmung gab, obwohl er sonst immer auf Rabbiner Wetzlars Seite war. Nur mit Mühe setzte es letzterer durch, daß die talmudisch-theologische Tüchtigkeit als conditio sine qua non vorausgesetzt wurde und nicht unter die Campensationsgegenstände gezählt wurden, sodaß für die Zukunft jedem zu befürchtenden tatsächlichen Mißbrauch vorgebeugt wurde. Auch bei der beabsichtigten Wiederbesetzung des Landesrabbinats war Wetzlars Stimme von Bedeutung, indem die Zeugnisse und theologischen, beziehungsweise literarischen Arbeiten der Kandidaten ihm zur Begutachtung vorgelegt wurden, letztere aueh private Korrespondenz mit ihm unterhielten, um seine Empfehlung und Verwendung zu gewinnen. Unter den Bewerbern befand sieh auch Rabbiner Bodenheimer in Hildesheim, der vielleicht die Stelle erhalten hätte, wenn seine aufrichtige Rechtgläubigkeit nicht damals von vielen Orthodoxen um deswillen angezweifelt worden wäre, weil er Mitglied der Braunschweiger Rabbiner-Versammlung gewesen war. — Mit den meisten kurhessischen Rabbinen stand Rabbiner Wetzlar in freundschaftlichem Verkehr, besonders mit Rabbiner Schwarzschild in Schlüchtern und vor allen mit Rabbiner Dr. Frenkel in Witzenhausen, mit dem er in besonders intimen Beziehtfngen stand, und der nichts Wichtiges unternahm, ahne es zuvor mit seinem älteren Freunde zu überlegen. Ein halbes Jahrhundert durchdauerte dies Freundschaftsverhältnis und die Vorsehung fügte es, daß beide gemeinsam in Frankfurt, wo ein Privat-ltj'tf sie täglich vereinte, den Abend ihres Lebens beschlossen. Sie segneten kurz nacheinander das Zeitliche, und ihre sterblichen Hüllen ruhen nun nebeneinander. הנאהבים והנעימים בחייהם ובמות״ 1.לא נפרדו) ג) Die Grabinschrift K. Mordechai Wetzlars lautet: