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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 118

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 118)
Language
German
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93 Nach dem hat unser herr der kayser sein hof mar sch all1) zu herezog Ludwige geschickt und begert, in massen wie wir die Juden mit iren leib und gut uberzuantwortten etc. Des antwurt steet hernach volgent: B. Nachmain ist der vermelt hofmarschall mit einem kayser־ liehen glaubbrief zu uns gen Regenspurg körnen und begeren, im an stat der kayserlichen ma* die angenomen Judischait mit iren leiben und guet uberzuantwurten, des doch in seiner kaiserlichen inat gegenwurtigkeit zu der Newenstatt an uns2) nit begert noch gesonnen ist. Auf das ist im antwurt geben hernach volgend: C. An pfintztag3) nach Augustini rait der hofmarscball hinwegk, und in einer halben stund dernach4) antwurt uns ein kaiserlicher bott, den er hinder im liesse, ein keyserliche citation hernach volgende: D.5) Die Anklage wegen des Regensburger Ritualmordes geht auf die vom Bischof Heinrich mitgeteilten Geständnisse des in Trient verhörten Wolfgang vom 18. und 19. November 1475 zurück. Der Regensburger Rat nennt diesen einen getauften Juden.6) Aus den vom Bischof nicht mitgebrachten Trientiner Akten7) ersehen wir, daß er als Jude Israel hieß, ein Sohn des Mohär (Mair) von Brandenburg war und am 27. März 1475 mit anderen Trientiner Juden gefangen genommen wurde.8) Bei seinem ersten Verhör am 12. April erklärte er trotz Marterung: daß weder er selber noch die anderen Juden den genannten Knaben getötet haben 5 er wisse es bestimmt, daß sie ihn nicht töteten, weil die Juden nicht solches zu tun pflegen; wenn ג) Hofu1arschall Heinrich Vogt von Sumerau. 2) Am 10. Mai: Jahrb. XX, 161. 3) 29. August. 4) Nach dem Merkzettel Bl. 375 v geschah die Überreichung erst am folgenden Tage, Freitag 30. August. 8) Die fiskalische Klage vom 14. Juli: Jahrb. XX, 162. 6) S. 43. 7) Siehe Jahrb. XVIII, 363 Anm. 1. «) Zum Folgenden vgl. Jahrb. XVIII, 365 ff.

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