Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 115

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 115)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
75% known words query
IRI
…/3486266-3486297--8566-3494946
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

90 die urgicht der bemelten Juden, die zu Trient sollher Sachen halben gerechtfurttigt sind, und im zugeschickt, auch furtter von seinen wegen uns und den von Regenspurg uberantwurt worden sey, in massen dann die abschrifft derselben urgicht, die wir uch hiebei ubergeben, solhs ausweist. Darnach haben die von Regenspurg ir botschafft alher zu uns gesandt und furhallten lassen die obgemelt urgicht, so der von Regenspurg in, als vorstet, ubergeben hat, und dabei sagen lassen, soverr uns sulhs gefiel, so war ir gutbeduncken, nachdem die Judischeit dieser zeit uns zugehört, das man sy anneme und fragt und, so sulhs beschehen war, weitter gein in in den Sachen hanndelt, wie sich dann gebürt. Also haben wir im zugeben und hevolhen, die Juden, die dann in der bemelten urgicht zu Trient angetzaigf und beschuldigt worden sind, anzunemen und zu fragen, der dann drey gewesen, und als dieselben gefragt worden sind, darzu haben sy auf drey annder auch der Sachen halb bekennt, dieselben sein auf solh bekantnuss auch angenomen und haben furtter auf 11 bekennt. Die hat man auch angenomen und ir ettlieh gefragt, auch ettlich noch nit gefragt, und was die all, so gefragt worden sind, bekant haben, das erfindet sich aus der urgicht hiebei. Uf sulh urgicht hat der rat zu Regenspurg ettlich ir ratsfrund und annder ir geordnet, sich an die ennde und stet, da dann die urgicht anzaigen, zu fugen und zu beschawen, ob di getöttent kind oder ir pain oder leichnam daselbs warn. Also haben sy die sach erfunden, in massen hernach volget. Aus dem ersee sein k. m. gar lautter, das wir, der bischof und die stat Regenspurg ir yeder seins tails, wie vorstet, nit annders, dann als Cristenliehen fürsten und stat wolgeburt, in den Sachen gehanndelt haben, und uns zweivelt auch nit, war sein k. g. der ding also, alsdann die warhait auf ir tregt, bericht worden, sein m. het die obgemelten brief an uns hertzog Ludwigen und die stat Regenspurg nit lassen ausgeen, nachdem er, als wir uns gentziieh versehen, als ain Cristenlicher löblicher kaiser, der zu Straffung des ubels und bevorab das, da wider das Cristenlich plut beschicht, wolgenaigt ist. Item ihr sullet im auch dabei sagen: Als die Juden, wie vorstet, bekant, seinen die von Regenspurg bericht worden, das ettwevil annder Juden, die dannocht nit angenomen waren, sich mit ettwevil hab und guts heimlich von Regenspurg gefugt haben und gein Beheim und annder ennde entrunnen sind. Solhs haben uns hertzog Ludwigen die von Regenspurg auch verkundt, da seinen wir mit ine zu rat worden, das sie vleis ankerten, damit der bischof zu Regenspurg ainen, so wollten wir auch ainen und sy desgleichs auch ainen darzu ordnen, die dann in beywesen eins offen notari all der Juden hab, gut und Schuldbrief, so on geverde in irn hewsern vorbanDden wärn, verpetschafften und beslussen und auch leut, nemlich bei funfftzig mannen, darzu bestellten, die solh hab, Schuldbrief und gut durch iren getruen fleiss wolbewarten und darzu die Juden, so in der stat noch vorhannden und noch nit angenomen warn, verhütten, bis man sich weiter beraten und underreden würde, wie man die sach derselben Juden und ires guts halben ferrer hallten wollt. Und solhs ist darumb beschehen, ob die obgemelten 17 angenomen Juden ichts weitter bekennen würden, das die berurtten unangenomen Juden der Sachen halb auch

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.