Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 106)
- Language
- German
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81 zu dem vorigen in des Straubingers synagog, da man das pretlen auffhebt, und alsbald hinwege gangen und wyß nit, wohin das begraben sei. Item und Sayar Straubinger. Mair Heler und Naym Hirsch, der Plumlin sune von Straubing1), haben nichts bekennen wollen, die dann mer dann einmal gefragt sind worden. Furter als Jössel, auch Schmoel und Symon von Worms bekannt und ettlieh ander mer Juden, hie wonende2), in irer bekanntnuß gerügt und auff sie bekennt hieten, auff das verferttigt ein ersamer rate ir ratzbottschafft3) mit sollicher der vermelten Juden urgicht, als vil der damalen bekennt hieten, mit einer credentz zu dem obgemelten unnserm gnedigen herra hertzog Ludwigen und Hessen sein gnaden der bekanten Juden urgicht berichten und dabei seinen gnaden zu sagen, wie man es mit den andern Jaden, dorauff bekannt und noch ungefangen weren, halten, ob man die auch annämen, fragen und wie4) es mit der gefangen und der andern ungefangen Juden leib und guet gehalten werden solte, nachdem ein ersamer rate zu Regenspurg dise ding mit seiner gnaden willen und wissen angefangt und bißher also darinn gehandelt hab, sein gnaden geruchen, gnedigclichen dorein zu raten, was nw furter darinnen zu thun sey etc. Auff sollich anpringen ließ unnser gnediger herre hertzog Ludwig antwurtten, man solte alle Juden, dorauff bekannt worden und vorhanden weren, annämen lassen, der vorigen und auch der yetzigen angenomen5) und auch der andern Juden unangenomen6) hab und guete alles verschreiben und versperen, auch die Judengassen zu besliessen und die unangenomen Juden mitsampt aller hab und guet7) verhüten, damit die Juden nit davon lieffen und ir hab und gut nit verrückt wurd8) und die Juden, so yetzo angenomen werden, fragen lassen, ob sie icht weitter auff ander und x) der — Straubing: am Rande eingefügt. *) Herübergeschrieben. s) Am Rande eingefügt statt gestrichenen: herra Hannsen Nottseherff stattcamrer. 4) Hdschr.: wie man. *) Folgt gestrichen: Juden alles verschreiben. «) und — unangenomen: herübergeschrieben. T) die — guet: am Rande eingefügt. 8) und — wurd: herübergeschrieben. Jahrbuch der J. L. G. XXII. 6