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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 102

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 102)
Language
German
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77 Jud die geschieht, wie er die oben bekannt hat, dem Jössel Jaden unnder äugen gesagt, des dann Jössel Jude damalen auch anbelig und gichtig ist gewest.1) Newemargkt körnen ist, vor 4 oder 5 woeben in dem jare sei das geseheen, wie er vor gesagt hab, und welle aweh dorauff sterben als ein fromer Jud. [III, 1] Symon Nottier von Worms bekanntnuß und ist widerloffenn. 2) [1] Hat bekennt,3) das in Sehmoel Jud im summer nach pfingsten, bey 6 oder 7 jaren vergangen, in des Straubingers syiuv gog gevordert hab, da sein mer Juden, die sein bedurffen. Da sei er hinein gangen. Da haben sie gesagt, Jössel hab ein kind anß seinem bawß hinumb getragen, da wolle man dasselbig kind nmbpringen. Und mit im geredt, ob er auch damit darann sein wolle. Da hab er gesprochen: ״Ja“. [2] Dieselben weil ist das kind auf dem almemor gelegen, und Jössel Jud hab dem kind ein [L] Symon von Worms [1] hat am palmtag4) bekennt, das Jössel ein kind zuwegen gepracht hab5), sey bei 7 jaren.6) Dasselbig kind sey kaulTt worden bei 10 gülden und sollich gelt7) nympt von der gemain Judischait gelte, und dasselbig kind ist gemartert und getodt worden in des Straubingers synagog. [2] Und man hab dasselbig kind auff den almemer gesteh, und Straabinger, Sindel, Mail* Heler haben das kind gehalten,8) und Mair Schalman hielte das kind9) bei dem kopff, und Hirsch und 1J E, wo ebenso wie in A nach dem Geständnis Jossels am 4. April gleichfalls die Konfrontation mit Sehmoel erzählt wird, fügt hinzu: das dem also were, wie Sehmoel gesagt hiet. а) widerrufen. s) Eine andere Niederschrift und eine Abschrift haben das Datum feria 3 in den osterveyertagen bzw. an dem dritten ostertag (16. April). Ich setze oben kompress Simons frühere Geständnisse vom 7. April (L) und 8. April (M). Sie sind auf der Rückseite mit 7 numeriert. 4) 7. April. 5) Herübergeschrieben. Am Rande ״Sehmoel“ ohne Einreihungszeichen. Sehmoel lud den Simon nach Straubingers Synagoge. Ygl. 111,1. б) Ergänze: vergangen. Ygl. III, 1. 7) Herübergeschrieben. 8) haben — gehalten: am Rande eingefügt. •) das kind: herübergeschrieben.

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