Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 93)
- Language
- German
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68 Abraham von Kelhaim, der yetzo hie ist, Jäckel Jud von Prag ein Student, Ansei Kaufftnan, David im spitale; Abraham von Hembawer und Abraham von Kitzing. [3] Und er hab am ersten dem kind ein finger, den zaiger gnant, und Ansei Kauffman Jud hat demselben kind den mittelfinger abgescbnytten *) und der Jäckel im dorumb vertragen * 2) und gab ims umb die 5 guldeu. Da sei die frawe hinweg gange und hab gewäntt3) und im das kind gelassen, und er hab dasselbig Cristenkind dahaym binden in seinen hawß im stalle, da holtz lag,4) biß an den abend gehabt und behalten. [2] Und ein stund vor dem außschlahen, als er das ettlichen Juden vor verkündet und gesagt hiete, da seyen die hernachgeschriben Juden dartzu in sein hawß komen mit namen: Sayar Straubinger. Syraon von Worms, Groß Abraham von Hembawer, Ansei Kauffmann Jud, Jäckel Jud von Prag ein Student, Abraham von Kitzing, David im spitale, maister Jossel von Kelhaym, Schwartz Eberlen der Jacobin sune, Mendel Jud, Mosse von Gemünd, Schmoel Jude Flaischacker und er Jössel Jude 5), und da hab er den vermelten Juden gesagt, er hab da ein Cristenkind gekauft umb 5 gülden, das sie raten und sagen, wie sie nw mit dem Cristenkind׳ tbun wollen. Da haben die eltisten Juden, so da waren, und gemainclich die andern Juden alle gesagt und gesprochen, man solle es todten. Dieselben weile sey dasselbig Cristenkind in seinen stall gewesen. 6) [3] Da hab man das kind abgetzogen und gehalten. Da hab er Jössel7) Jud zum ersten.8) A und C haben wirr: an ersten dem kind ein finger, den zeiger, und der mittelfinger hab er den mittein und der Ansei den zaiger abgeschnytten. 2) In G folgt bis zum Schluß des art. 1: Und auff sollich ab rede precht im die vermelt frawe das kind und gab ims umb die 5 gülden. Und also sey die fraw hinwegk gangen, und er hab das kind biß an den abend gehabt. Und das kind hab gewaynt, und das sei geseheen am eritag in weyhnacht veyrtagen. ®ו and — gewäntt: am Rande eingefügt. 4) im stalle — lag: am Rande eingefügt. •) In G lautet art. 2 bis hierher: Und ein or vor dem außschlahen, da seyen Straubinger, Symon von Worms, Groß Abraham, Ansei und Abram von Kitzing, Schwartz £berlen Jacob Jüdin sun, Mendel Jud, maister Jossel, Mosse von Gemünd und Schmoel Jud zu im in sein hauß komen. Ä) G fügt hier hinzu: Und hab mit der vermelten frawen wol funff tag umb!das kind gekaufft und hab der frawen man wollen haben. Hab die fraw gesagt, es sey irs mans will, er wolle dartzu nit. 7) Hdschr.: Josse. 8) Das Weitere stimmt mit I, 2 art. 3—5 überein. Nur folgt hier noch einmal nach ״gehaben möchte״: Und sagt, das sie das [Blut] in