Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 84)
- Language
- German
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- IRI
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Ünd als ein rate zu Regenspurg sollich urgicht1) Verlesen gehört, haben sie in rate beschlossen und furgenommen, nachdem die Judiscbait zu Regenspurg dem reiche zugehörig und den fürsten von Bayern und besunder yetzo dem dnrchleuchtigen, hocbgebornen fürsten und herrn, herrn Ludwigen, pfaltzgraven bey Reine, hertzog in Nydern und Obern Bayern etc., verpfendt sein, gepure sich wol, dise ding an sein gnaden zu pringen, und verferttigeten dorauff ir ratzbottschafft mit der abgerurten urgicht und credentz zu seinen gnaden gen Landshuet, zum ersten seinen gnaden den dienst zu sagen, als sich gepurt, domach die credentz zu antwurtten und dorauff zu werben: ״Hocbgeborner furst, gnediger herre. Mein herren und Ireundt haben mich zu ewren furstenlichen gnaden geschickt, als zu irem gnedigen herrn, eins schweren groben handeln halb, so an sie gelangt ist, die judischait zu Regenspurg antreffende. Der maynung nach, als von den Juden zu Trient besebeen ist, sein mein herren in maynung, die ding vormaien an ewrer fürstlich gnaden villeicht auch gelangt sein möchte. Wo aber das were, das sollLche ding nicht gruntlich an ewrer gnaden komen were, so ist derselb handel durch latein von dem hochwirdigen fürsten, meinen gnedigen herrn dem bischove zu Regenspurg, an mein herren gelangt, haben mein herren vleisse darinn fnrkert, den zu teutsch bringen lassen und mir bevolhen, den ewrer gnaden hören zu lassen, dorinnen ewern gnaden den hanndel gründlich vernämen werden, und ewrer gnaden mit undertenigen vleysse bittende, den schweren hanndel furzunämen, als sie des kainen zweyvel tragen, in2) ewern gnaden rate darinn zu geben, wie die Sachen nach dem furnämlichisten furzunämen sey, dadurch sollicber mordt, so an dem Cristenlichen pluet gescheen ist, gestrafft werde* * Und ewrer gnaden wollen sich als ir gnediger herre darinnen ertzaigen. Das wellen mein berurt herren und freundt mit undertenigkait umb ewrer fürstlich gnaden verdienen.“ Da3) hieß man mich hinfurtretten. sein gnaden wolten sich mit seinen raten underreden. Dorauff gab doctor Marten Mair die antwurt: Sein gnediger herre hiete die Werbung, auch den hanndel vernomen und liesse *) Urgicht Wolfgangs. י) ihnen. •) Hier folgt der Bericht, den der nach Landshnt geschickte Conrad Trunkei dem Regensburger Rat erstattete.