Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
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- IRI
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Aus Regensburg. Urkundliche Mitteilungen■ Von Moritz Stern. Über die Regensburger Juden besitzen wir einen belehrenden Aufsatz Stobbes in seinem Buche ״Die Juden in Deutschland“, S. 67—83. In der Hauptsache ist dort Gemeiners ״Regensbur־ gische Chronik“ zu Grunde gelegt. Doch weist bereits Stobbe darauf hin, dass Gemeiner leider oft nur den Inhalt seiner Quellen, aber nicht den Wortlaut angegeben hat. Die folgenden Mitteilungen wollen, soweit es möglich ist, das Fehlende nachholen, ausserdem Ergänzungen und Zusammenfassungen bieten. Benutzt ist hierzu das Regensburger handschriftliche Material im früheren Bayrischen Allgemeinen Reichsarchiv, nunmehrigen Hauptstaatsarchiv (HStA.) in München. I. Ratsverordnungen. Das Verbot der Geistlichkeit, daß Christen nicht bei Juden in Hausdienst treten sollen, galt in Regensburg nur für junge Leute. Dienstmädchen im Alter von 50 Jahren und darüber durften in jüdischen Haushaltungen bleiben. Eine Verordnung1) vom 10. Oktober 1393 besagt: Ez sind auch mein herren uberain worden, daz dbayn Cristendyeren chainen Juden noch Jüdin nicht mer dienen sullen, ez sein dann altew weih pey La) jaren oder elter. Und waz sy iczunt junger dyeren habenfc, dy sullen sich in acht tagen von yn richten oder man wil in dy stat verpieten, und®) sullen ez auch di Juden wandeln. ג) Gemeiners hdschr. Nachlaß im HStA., Karton 2. Vgl. Gemeinere Chronik II, 303. 2) Darüber von anderer Hand: XL. 8) Von hier ab von anderer Hand, Jahrbuch der J. L. G. XXII. 1