Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 308)
- Language
- German
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302 No. 46. Dieser Grabstein wurde 5448 renoviert. — Dr. Grünwald zitiert zwei 1853 verstorbene Kinder Wilh. und Rachel Mussaphia, der betr. Grabstein trägt aber nur den Nachnamen ״Mass“. No. 51. Dr. Daniel Namias alias Andre de Castro wurde 1609 in Hamburg geboren. Sein Vater war der bekannte und bedeutende Arzt Dr. Rodrigo de Castro alias David Namias, der gegen 1593 von Lissabon nach Hamburg gekommen war, und seine Mutter (die zweite Frau seines Vaters) Hana Aboab Cardoso. (8. Note zu No. 6 und 12) Vergl. Liste der Neubürger). 1615 wurden Andre und sein älterer Halbbruder Benedictus von dem kurz vorher gegründeten Hamburger akademischen Gymnasium aufgenommen, in der Hoffnung, daß diese beiden Brüder zum Christentum übertreten würden. (1615, 27. Junii duorum de Castro Judaeorum natorum, et spe conversionis receptorum. Vergl. die Matrikel des akadem. Gymnasium in Hbg. von C. H. Sillem). Daniel promovierte 1629 in Leiden und wurde später Arzt des dänisehen Königs in Glückstadt. Er verheiratete sich mit einer Tochter des Dr. Imanuel Cohen Heuriques (8. No. 12), welche am 17. Nissan 5449 in Hamburg starb. (Em quinta feira 17: Nisan Ao 5449 demos Sepultura a Lea nahamias mulher do Dor Dl. naha־ mias, naterra velha aCabeseira de Seo Pay Imanoel aCohen e Irmao Semuel aCohen Dtor.) Einige weitere Kinder des Dr. Dl. Namias liegen in Altona bestattet. No. 57. Der Name ״Tubi“ kommt noch heute bei den Se־ phardim des Orients vor. No. 57a. 5441: Em Roshodes quislef Sesta fra se enterroü Rachel Vlhoa junto a Sepultura de Seu marido Jahacob morreü em geluckstadt a quarta fra anoute: Betahaim velho. Übersetzung: Am Freitag, Rosch-Chodesch Quislef wurde Rachel Dlhoa neben dem Grabe ihres Gatten Jahacob Ulhoa (in Altona) bestattet; sie war in Glückstadt Mittwoch nachts gestorben (begraben auf dem) alten Friedhof, (soll heißen: auf dem alten Teil des Friedhofes). Die Familie Ulhoa stammte höchstwahrscheinlich aus Rouen. Man vergl. Revue des Etudes Juives: Nov.-Dez. 1929: CecilRoth: Les Marannes ä Rouen.