Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 283)
- Language
- German
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?׳27 Gemeinde in Kapstadt im Jahre 1843 bei17). Als energischer und fähiger Mensch machte er im kommunalen und öffentlichen Leben schnell seinen Weg. Im Anfang seiner südafrikanischen Laufbahn hatte Jonas ßergtheil grosses Interesse für die Entwicklung von Natal, welches er zuerst 1843 besuchte. Zu dieser Zeit war Durban der Haupthafen in Natal, hatte jedoch wenig europäische Einwohner. Die Beschreibung dieses Platzes in den 1840er Jahren ist sehr interessant 18). Bergtheil unterstützte die Baumwollan- Pflanzungen in Natal, indem er von dem Standpunkt ausging, dass diese Gegend Südafrikas hierfür sehr geeignet sei. Diese seine Idee zog Wurzel in 1847 und wurde sofort durch die Zeitungen in Südafrika und England, besonders in Manchester, aufgegriffen. So schrieb Joseph Suasso de Lima, ein Holländer jüdischer Abstammung, in der wöchentlich in Kapstadt erscheinenden Zeitung ״De Verzamelaar“ am 8. März 1847 wie folgt: Es gibt uns stets grosses Vergnügen, wenn fleissige Menschen in interessanten Unternehmungen von Erfolg gekrönt sind, wovon wir einen Beweis in der Begeisterung haben, mit welcher der Originalplan des Herrn Bergtheil aus Kapstadt, Teilhaber der Firma Jung & Co., von den Kaufleuten in Natal anfgenommen wurde. Während weniger Stunden wurden 1500 Shares von den angesehensten Häusern dieser Stadt aufgekauft. Diese Shares wurden verausgabt für die Anpflanzung von Baumwolle. Mr. Bergtheil ist ein geborener Bayer und hat eine gründliche Kenntnis von den Eigenheiten und Umgänglichkeiten der Landbebauer des inneren Deutschland. Die neue Ansiedlungin Natal wird bald durch die Vermittlung Bergtheils sowie der Herren H. & E. Suffert eine Anzahl Auswanderer begrüssen können, wodurch die Gesellschaft grosse Erfolge erzielen wird. Diese Leute sind an harte Arbeit gewöhnt, sehr beharrlich, sparsam und nüchtern. Ihr Charakter ist moralisch, sie sind sehr fleissig und mit diesen Tugenden, verbunden mit der Beligion ihrer Vorväter, sind die Aussichten auf Erfolg wahrscheinlich, wenn nicht gar bestimmt. Jonas 17) Louis Herrinan, ״A History of the Jews in South Africa* p. 143. 18) Artikel aus Bergtheil ״Hasholom“ (Durban) September 1330.