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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 271

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 271)
Language
German
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IRI
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Statuten - Entwurf1) eines alten Vereins in Frankfurt a. M. aus dem Jahre 1822. Veröffentlicht von Lehrer Simon Unna זצ״ל, Frankfurt a. M.*) In dem schriftlichen Nachlaß des R. Salomon Geiger fand ich den Entwurf zu den Statuten des Zizis-Vereins, eines fast vollkommen vergessenen Vereins, der den Namen führte: חברת קובעי עתים לתורה בבהכ״־נ תחת הישיבה ומחלקי ציצית: Der Entwurf, der offenbar eine Revision früherer Statuten ist, stammt aus dem Jahre 1822. Der Verein scheint schon lange vor dem Jahre 1822 bestanden zu haben. Über die Zeit der Gründung ist nichts bekannt. — Wie der Name sagt, machte der Verein es sich in erster Linie zur Aufgabe, an Unbemittelte Zizis zu verteilen. Neben diesem Hauptzweck setzte sich der Verein noch die Pflege des Thorastudiums als Ziel. In den meisten Vereinen, die der Wohltätigkeit galten, versäumte man es in früheren Zeiten nicht, auch die Erforschung der Gotteslehre in das Progrämm aufzunehmen. — Rabb. Hirsch erwähnt diesen Verein in einem Aufsatz: Die Religion im Bunde mit dem Fortschritt, (Fft. a. M. 1854). Er schreibt dort: ״Seit erdenklicher Zeit bestand in der Gemeinde eine wohltätige Gesellschaft unter dem Namen Zizith-Verein, deren Glieder sich allsabbatlich in einem Privatlokale versammelten, um sich durch religiöse Vorträge zur Erläuterung und nützlichen Anwendung bestimmter Abschnitte ans dem Pentateuch und den Propheten zu erbauen. Die Vorträge wurden durch schriftkundige Mitglieder des Vereins abwechselnd oder durch einen bestimmten von ihnen hierzu erwählten Schriftkundigen gehalten. Im J. 1842 mußten auf Anordnung des Vorstandes der *) Siehe Gedenkworte.

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