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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 148

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 148)
Language
German
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142 Mitnahme freiwilliger Auswanderer, die Sammlung von Beiträgen und das Recht gewährte, von den königlichen Einkünften des Gebietes ״jenseits des Euphrat“ einen Teil für heilige Zwecke zu erheben.27) Gleichzeitig wurde ihm die Durchführung der Tora V Moses und die Anstellung von Richtern und Schiedsrichtern gestattet, ln dieser Weise von Darjawesch begünstigt, begann Esra die in ganz Babylonien zerstreut wohnenden Juden zu sammeln. Die Weisen und Gelehrten schlossen sich ihm schnell an.28) Doch bei der breiten Masse stiess er auf manch unerwarteten Widerstand.22) Das Volk hatte während des langen Exils die alte Heimat vergessen. Das Land Babylonien, in dem das Haus ihres Urahns Abraham gestanden hatte, war den Juden eine neue Heimat geworden.30) Man hatte sich der Sprache des Landes angepasst, fühlte sich auf dem fremden Boden wohl und zeigte kein Verlangen, ihn zu verlassen. Selbst die Leviten weigerten sich, dem Rufe Esras Folge zu leisten.31) Da musste er zu energischen Mass- 27) E VIF, 11 ff. Die Echtheit der aramäischen Urkunden des Esrabuches wird von einigen Forschern angezweifelt. Grünhut, Abhandlungen... S. 113, widerlegt alle gegenteiligen Ansichten und weist die Echtheit der aramäischen Dokumente und somit die Richtigkeit der vom Seder Olam und Talmud (s. Exkurs I) angegebenen Daten nach. *•) Siehe Note 32 und 33. *״) Die Weigerung der Jemeniten, sich am Zuge zu beteiligen, und die sich daran anschliessende Erzählung wird im Anhang I u. II behandelt. י®) Nach (Rabbi Jochanan in) Tosefta Baba Kama VII,3 und Peeachim 87b musste Israel das Land seiner Väter verlassen, erhielt aber dafür in Babyion eine neue Heimat, weil dort sein erstes Vaterhaus gestanden habe. R. Chanina sagte, Israel zog deswegen nach Babylon, weil die Sprache dieses Landes der hebräischen so nahe verwandt ist. — Über die Zugehörigkeit Abrahams zu Babylon s. die Quellen bei Beer, Leben Abrahams, Leipzig 1859, S. 97 f. *l) Jebamoth 86b:איתמר מפני מה קנסו לוים במעשר כולי עלמה קנסא שלא עלו בימי עורא ומנא לן דלא סליקו בימי עורא דכתיב ואקבצם אל הנהר.... ונחנה שם ״ .ימים שלשה ואבינה בעם ובכהנים ומבני לד לא מצאתי שםEs wurde vorgetragen: Warum hat man die Leviten betreffs des Zehnten bestraft? Es stimmen alle darin überein, dass deshalb eine Strafe (verhängt wurde), weil sie zur Zeit Esras sich am Zuge nicht beteiligen wollten״.... Und woraus geht das hervor, dass sie unter Esra nicht mitzogen? Weil es (E VIII, 15) heisst: Und ich versammelte sie an dem Strome, der in den Ahawa fliesst, und wir lagerten dort drei Tage. Da sah ich mich unter dem Volk und den Priestern um und fand dort keinen von den Söhnen Levis“. — Diese Massnahme Esras wird im 5. Kap.,

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