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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 146

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 146)
Language
German
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140 Öohepriesters übertragen worden, and dies hätte den Anlass zu Streitigkeiten gegeben. Esra hatte sich schon in seiner Jugend durch sein heiliges Streben eine grosse Anhängerschaft erworben. 21) Auch seine Frömmigkeit und seine geistige Bedeutung befähigten ihn, das Amt des Hohepriesters einzunehmen. Andererseits sprach für Jehoschua das durch mehrere Generationen erworbene Erbrecht auf die Hohepriesterwürde.22) Jehoschua war jedoch Esras Anhängern verhasst28), und nur durch das Zurückbleiben Esras in Babylonien war die Eintracht innerhalb des im Entstehen begriffenen Volkes gesichert. *l) Ob in Babylonien bereits die Anfänge der ״K’neseth Hagedola“ zu suchen sind, wird in Note 134 behandelt. *ף Schir r. 5,5: .אמר ריש לקיש מקודש הבית שלא עלה עורא באותה שעה שאלו עלה עורא באותה שעה היה לשטן לקטרג ולומר מוטב שישמש עזרא בכהונה גדולה מלשמש יהושוע בן יהוצדק כהן גדול, ויהושוע בן יהוצדק היה בהן בן כהן גדול. אבל עזרא ״ על ידי שהיה אדם צדיק, לא היה ראוי לשמש בכהונה גדולה כמותוWegen der Heiligkeit des Haases (Heiligtums) [fügte es sich], dass Esra damals am Zuge nicht teilnabm. Denn wäre Esra damals mitgezogen, so hätte der Satan anklagen und behaupten können: besser wäre es, dass Esra das Hohepriesteramt bekleidet, als dass es Jehoschua, der Sohn Jehozadak des Hohepriesters, einnimmt Denn dieser war doch Hohepriester und Sohn eines Hohepriesters. Andererseits war er gegenüber Esra, der ein wahrhaft Frommer war, nicht würdig, das Hohepriestertum zu bekleiden“. — Jehozadak war ein Sohn Serajas (I. Chron. 5,40) ebenso wie Esra (E 7,7). Jehoschua war also ein Neffe Esras and hatte als Erstgeborener den Vorrang (Chagai I). Jehozadak war nach Josephus Antiq. XX 10,4 der letzte Hohepriester des ersten Tempels gewesen. Auch (Pseudo־) Raschi zu I Chron. 5,41 hält Esra unter Hinweis auf obige Agada aus Schir r. für den Onkel Jehoschuas. Schon V. Aptowitzer, Parteipolitik... Einleitung S. XXIV wundert sich, seit wann Satan dazu kommt, Protektor der Frommen zu sein. ״Nun freilich, Satan ist es auch diesmal nicht gewesen, gemeint sind jene frommen und nationalen Kreise, die die Widersacher der Nachkommen Jehoschuas waren.“ Vgl. a. a. 0. seine weiteren Ausführungen über das Entstehen der Pharisäer und der Sadduzäer. Nach der Lesart des Rabb. David Lurias heisst es: ...מירושת אבות לא ״Eine Folge des Erbrechtes war es, dass Esra nicht . . . . ״ *8) Die Spannung zwischen den Anhängern Esras und Jehoschuas dauerte auch späterhin an, zumal Jehoschuas Nachfolger nichtjüdische Frauen genommen hatten. E 10,18. In Sanhedrin 93 a wird von R. Papa ausgeführt, dass Jehoschua gegen diese Ehen nicht ein geschritten ist, obwohl er von ihnen Kenntnis hatte.

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