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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 143

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 143)
Language
German
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IRI
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?׳13 in Babylon verweilt und war dem ״babylonischen Exil“ durch Koresch ein Ende bereitet. Aber noch waren keine 70 Jahre seit der Zerstörung Jerusalems verflossen, und erst nach Ablauf des siebzigjährigen ״Exils Jerusalems“ sollte das Heiligtum seine Vollendung erleben.8) Die Samaritaner waren an Sernbabel mit dem Wunsch herangetreten, sich am Bau des Tempels zu beteiligen, wurden aber von ihm abgewiesen. Diesen Vorwand benutzten sie, um durch dauernde Intrigen den Weiterbau des Tempels zu verhindern. Es gelang ihnen, von Koresch ein Verbot zur Fortführung der schon begonnenen Arbeit zu erwirken. Koresch regierte nur 3 Jahre, und nach ihm bestieg Achaschwerosch den Thron, den er vierzehu Jahre innehielt.9) Während seiner ganzen Regierungszeit suchten die Widersacher Israels immer von neuem die Gunst des Königs auf sich zu ziehen, und auf Betreiben Hamans und seiner Söhne erfolgten hasserfüllte Erlasse gegen die Juden Babyloniens und Palästinas.10) Erst seitdem die Königin Ester neben Achaschwerosch auf den Thron gelangte, begann wieder eine bessere Zeit.11) sich mit der Berechnung. Auch Daniel hielt das 52. Jahr nach der Zerstörung des Heiligtums für das durch Jirmijahu verkündete Ende des Exils (Dan. 9,2) und kam erst später zur Erkenntnis, dass למלאות לחרבות ירושלם שבעים שנה erst mit der Zerstörung Jerusalems die siebzig Jahre beginnen. Ygl. die übersichtlichen Darstellungen in Raschi zu Dan. 9,2 und E 1,1, sowie Jalkut II 1046 u. 1067. 8) Im Hinblick auf die angeführten Ausdrücke in Jirmijahu und Daniel wurden zur Unterscheidung der beiden Zeitspannen die termini גלות בבל und גלות ירושלים geprägt. 9) Megilla 11a. Raschi z. St. unter Hinweis auf Ester Kap. 9 und Seder 01 am Kap. 28. Vgl. Exkurs I. 10) S e der 0 la m 29:ותלו את עשרת בני המן על אשר כתבו שטנה על יושבי ״ יהודה וירושליםMan hängte die zehn Söhne Hamans, weil sie Gehässigkeiten gegen die Bewohner Judas und Jerusalems schrieben“. — Sie waren die Widersacher der Juden, von deren Anklagen und Hinderungen beim Aufbau des Tempels E 4,1 ff. berichtet. Um die Fortsetzung der begonnenen Arbeit zu vereiteln, hetzten sie die Samaritaner gegen die Juden auf und sandten nach Koreschs Tod im Namen Achaschweroschs gehässige Aufträge an die Fürsten Palästinas. Raschi zu Ester 9,10 unter Hinweis auf angeführten S. O. ״) Der Nachfolger Ach.’s Darjawesch, der den Juden die endgültige Erlaubnis zur Wiederaufnahme des Tempelbaues erteilte, wird gelegentlieh als Sohn Ach.’s und Esters bezeichnet. Siehe S. 0. K. 29 Note 27. Die Tradition betrachtet das verhängnisreiche Geschick der Juden in Susa und die Ernennung Esters zur Königin als eine besondere göttliche Vorsehung.

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