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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1929-01-01 · XXi (1929) · page 455

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXi (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 455)
Language
German
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383 Länder, so dass man wohl bei der Abgrenzung der Riten sehr labile Grenzen ziehen muss. Italieners Arbeit dürfte die erste geeignete Grundlage für weitere Forschungen auf diesem Gebiete sein, umsomehr, als er eine genaue Beschreibung von 20 illustrierten Haggadas gibt. Italiener und Freimann verzeichnen sämtliche Haggadahandschriften in öffentlichem Besitze, 86 an Zahl, eine wesentliche Bereicherung der hebräischen Bibliographie. Auch an interessanten historischen Exkursen fehlt es nicht, vor allem über die 1188 erfolgte Bedrohung der Juden in Münzenberg und im Zusammenhänge damit, über den beim Münzenfund im Odenwald 1920 gefundenen Brakteaten aus d. J. 1183 mit der bebr. Gmschrift הד הכהן, des jüdischen Münzmeisters David und der daraus erwiesenen Judenfreundlichkeit des Herren von Münzenberg, des Reichsvogtes und Reichskämmerers Kuno von Minzenberg (1151— 1212). Den Anhang des Buches bilden 16 Lichtdrucktafeln mit der Wiedergabe der interessantesten Seiten aus den wertvollsten Bilderhandschriften der Haggadah. Das Werk ist hervorragend ausgestattet und sollte als abgeschlossenes Ganzes von jedem Interessenten, besonders von Bibliotheken, angeschafft werden. Es ist weit über den Rahmen des Titels hinaus, ein wertvoller Beitrag zur Kunstfreudigkeit der Juden und zu ihrer Kulturgeschichte. Lieben. יעקב ליב קראך. ספר חזקה רבה סדרו והוציאו לאור פנחס יעקב הכהן הלק שבי (ב") על יורה דעה Chasaka Raba. Leipzig 1929. 366 Folioseiten. L. Kroch junior. In schon bekannter prachtvoller Ausstattung (Grossformat in festem Einband), erhalten wir den 2. Band des Monumental• Werkes Chasoko Rabo zu Jore Dea. Im vorigen Jahrbuch ist von der berufenen Feder des heimgegangenen Herausgebers, Rabbiner Dr. ßondi זצ״ל, Wesen und Eigenart dieses literarischen Unternehmens treffend gezeichnet. Der Verfasser beherrschte das talmudische Gebiet und alle Dezisoren mit einer Meisterschaft, die ihm die für Rabbiner und Gelehrte unermesslich wertvolle Sichtung und Zusammenstellung gestattete. Wir haben hier den Begriff

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