Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 402)
- Language
- German
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Es lebte in Prag ein Mann, gross durch sein Thorawissen, durch seinen Beichtum und seine Abstammung, der nach Prag gekommen war mit den aus der heil. Gemeinde Oien wegen einer gegen ihn erhobenen böswilligen Verleumdung Vertriebenen. Dieser Mann hiess B. Akiba aus Oien; auf seinem Grabsteine hier steht: Unser Lehrer Akiba Kohen, der Fürst aus Oien, er wurde zur himmlischen Jeschiba einberufen ungeiähr um das Jahr 256 d. kl. Z* (1496). Er war ausgezeichnet durch seine Thorakenntnis, aus Missgunst beschuldigten ihn die Grossen Ungarns in Oien; er kam hierher und erbaute ein grosses prächtiges Haus. Er verbreitete Thorawissen in der Zeit des Gaon muh Jakob Pollak, s. 1., der um jene Zeit A. b. d. hier war, wie im Seier Juchassin erklärt wird. Dieser Mann hatte 12 Söhne und 13 Töchter, « verheiratete 12 seiner Töchter an Kohanim und durch die eine, namens Jochebed, verschwägerte er sich mit B. Sabbatai, Sohn des B. Jesaia halevi Horowitz, der Scheitel genannt wurde, dem Vater des frommen m. u. h. Abraham halevi, des Verfassers des Jesch nochalin, emek beracha, berith Abraham und anderer Werke, des Vaters des frommen Gaons, des Verfassers des Schlh, s. 1. h. h., diese Abstammung ist bereits beschrieben im Testamente des Gaon muh Scheitel 8. g. 1., des Sohnes des Gaons, des Verfassers des Sch LH, s. 1. h. h.; auch der Verfasser des Scliefa tal gehörte zu dieser Familie. Babbi Akiba Kohen, der Fürst, hatte das Glück, mit 12 Söhnen und 12 Schwiegersöhnen zum Duchan (Priestersegen) zu gehen, also 25 Personen, und er rühmte sich dessen, dass er das Gebot erfüllt habe: ״So (das hebräische Wort Koh für so, hat den Zahlenwert 25) sollt Ihr segnen die Kinder Israels11. Grosse und vornehme Fürsten neideten ihm seine Grösse, so dass er auch hier nicht Buhe hatte vor falschen Beschuldigungen. Durch sein Verdienst und um seiner Thora willen wurde er gerettet. Und weil ihm dreimal diese Unannehmlichkeiten immer an den Walliahrtsiesten geschehen waren und er daraus gerettet worden war, liess er drei vollkommen gleiche Porauches für das Heiligtum, unfertigen und widmete sie drei Synagogen, nämlich der Altneuschul, der Altsehul und der Pinkasschul. Dabei stellte er den Vorstehern die Bedingung, dass sie stets an den ersten Abenden der drei Feste anfgehängt werden sollen, sonst nicht. Auch spendete er eine grosse Lampe in die Pinkasschul mit soviel Armen, als er Kinder hatte,