Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 350)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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277 Handschriften ergibt, in einer späteren Zeit. Sorgfältigste Schrift, in der Sorgfalt, wie sie für Thorarollen besteht, Linierung, Kolumnenabgrenzung. Siehe Schriftprobe in dem hier beigegebenen Bild 1. Fester lederüberzogener, jetzt wurmstichig gewordener Holzeiuband. Das Buch umfasst 258 Blätter (der Bibliothekkatalog gibt irrig 261 an). Auf Blatt lb beginnt der Pentateuch, wie auch die nachfolgenden Teile 3-kolumnig geschrieben. Nur an ganz vereinzelten Stellen ist gelegentlich aus ästhetischen Gründen diese Seitenabteilung verlassen; so bei dem auf unserer Abbildung wiedergegebenen Übergang von Genesis zu Exodus. Das letzte Blatt des Pentateuch ist herausgerissen und fehlt; das vorausgehende Blatt schliesst mit dem Worte בסעדך im Targam zu Deut. Kap. 33 V. 26. Ferner fehlt jetzt die Stelle Gen. Kap. 11 von dem Targumwort למיזל in Vers 31 bis zum Schluss des Targum zu Kap. 14 V. 17. In Gen. Kap. 1 fehlen durch zickzackartiges Herausschneiden oder Herausreissen einige Teile der Verse 3—6, Text und Targum. Jedem Textvers folgt sofort der zugehörige Targumtext. Es lässt dies offenbar darauf schliessen, dass in der Heimat und in der Zeit des Schreibers die altjüdische Einrichtung des m’targem, der bei der Thoraverlesung sofort jeden Vers übersetzte, noch bestand. Auch dieser Targum ist durchweg mit Vokalisation und Accentuation versehen. Dem Pentateuch folgen die 5 M’gilloth, in der Reihenfolge: Ruth, Hoheslied, Koheleth, Ester, Klagelied; diesen die Haftaroth zu allen Sabbathen und Festtagen. — Auch diese Teile sorgfältig vokalisiert und accentuiert. Auf eine einheitlich durchgefiihrfce Besonderheit ist hinzuweisen: Die Buchstaben ,בי, ג/ ד, כ,, פ/ ת erhalten mit ausnahmsloser Regelmässigkeit, sofern sie nicht dageschiert sind, das rafeh- Zeichen (־); vgl. unsere Abbildung. Wir verweisen auf Schriftproben aus Pentateuchmanuskripten in Schwarz ״Die hebräischen Handschriften der Nationalbibliothek in Wien* Leipzig 1925, Tafel VI und VIII. Hier finden wir gleichfalls dagesch und rafeh nebeneinander regelmässig angebracht.