Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1929-01-01 · XXi (1929) · page 350

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXi (1929)
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 350)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
88% known words query
IRI
…/3486266-3486301--7964-3494342
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

277 Handschriften ergibt, in einer späteren Zeit. Sorgfältigste Schrift, in der Sorgfalt, wie sie für Thorarollen besteht, Linierung, Kolumnenabgrenzung. Siehe Schriftprobe in dem hier beigegebenen Bild 1. Fester lederüberzogener, jetzt wurmstichig gewordener Holzeiuband. Das Buch umfasst 258 Blätter (der Bibliothekkatalog gibt irrig 261 an). Auf Blatt lb beginnt der Pentateuch, wie auch die nachfolgenden Teile 3-kolumnig geschrieben. Nur an ganz vereinzelten Stellen ist gelegentlich aus ästhetischen Gründen diese Seitenabteilung verlassen; so bei dem auf unserer Abbildung wiedergegebenen Übergang von Genesis zu Exodus. Das letzte Blatt des Pentateuch ist herausgerissen und fehlt; das vorausgehende Blatt schliesst mit dem Worte בסעדך im Targam zu Deut. Kap. 33 V. 26. Ferner fehlt jetzt die Stelle Gen. Kap. 11 von dem Targumwort למיזל in Vers 31 bis zum Schluss des Targum zu Kap. 14 V. 17. In Gen. Kap. 1 fehlen durch zickzackartiges Herausschneiden oder Herausreissen einige Teile der Verse 3—6, Text und Targum. Jedem Textvers folgt sofort der zugehörige Targumtext. Es lässt dies offenbar darauf schliessen, dass in der Heimat und in der Zeit des Schreibers die altjüdische Einrichtung des m’targem, der bei der Thoraverlesung sofort jeden Vers übersetzte, noch bestand. Auch dieser Targum ist durchweg mit Vokalisation und Accentuation versehen. Dem Pentateuch folgen die 5 M’gilloth, in der Reihenfolge: Ruth, Hoheslied, Koheleth, Ester, Klagelied; diesen die Haftaroth zu allen Sabbathen und Festtagen. — Auch diese Teile sorgfältig vokalisiert und accentuiert. Auf eine einheitlich durchgefiihrfce Besonderheit ist hinzuweisen: Die Buchstaben ,בי, ג/ ד, כ,, פ/ ת erhalten mit ausnahmsloser Regelmässigkeit, sofern sie nicht dageschiert sind, das rafeh- Zeichen (־); vgl. unsere Abbildung. Wir verweisen auf Schriftproben aus Pentateuchmanuskripten in Schwarz ״Die hebräischen Handschriften der Nationalbibliothek in Wien* Leipzig 1925, Tafel VI und VIII. Hier finden wir gleichfalls dagesch und rafeh nebeneinander regelmässig angebracht.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.