Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 324)
- Language
- German
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251 schalt in Darmstadt und 1500 M. von den beteiligten Landgemeinden aufzubringen sind.״ Am 13. November 1897 bestimmte das Ministerium, dass das Eabbinat der Religionsgemeinde Darmstadt und der liberalen Landgemeinden mit Eabbinat Darmstadt I und dasjenige der lsrl. Religionsgesellschaft Darmstadt sowie der orthodoxen Land gemeinden mit Eabbinat Darmstadt II bezeichnet werden soll und beide Rabbinate eigene Amtssiegel erhalten. Am 8. Januar 1898 wurde dem Dr. David Selver in Darmsladt die Stelle eines Rabbiners der liberalen israel. Gemeinden des Rabbinats Darmstadt auf Widerruf durch Grossb. Dekret übertragen. Als Gehalt wurde jährlich 4000 M., ansteigend von 5 zu 5 Jahren, bis zum Höchstgehalt von 6000 M. festgesetzt. Am 25. Januar 1898 wurden beide Rabbiner vom Grossh. Kreisamt Darmstadt vereidigt. So hatte sich der langersehnte Wunsch der Gesetzestreuen im Rabbinatsbezirk Darmstadt m. G. H. erfüllt. Nach Jahrzehntelangen schweren Kämpfen, in welchen die Gegenseite rücksichtslos ihre Übermacht gebrauchte, die Gesetzestreuen in Stadt und Land jedoch treu und unentwegt ausharrten und vor keinem Opfer zurückschreckten, war endlich das erstrebte Ziel erreicht worden: Die Sammlung aller Orthodoxen des Darmstädter Rabbinatsbezirks unter eigenem, staatlich anerkannten unabhängigen Eabbinat.