Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIX. (1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 374)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/3486266-3486303--7613-3493990- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
von Öyrenfurfh, R. Jakob Juda Falk, der ihm seine Tochter Bela ziiflr Fräii1 gab: Einige Jahre widmete sich R. Jakob Löb Kroch dem Geschäftsleben, zog sich aber bald von der geschäftlichen Tätigkeit zurack, um sich ganz fleissigstem Thorastudium hinzugeben. Längere Zeit lebte er dann bei seinem Sohne Martin Samuel Kroch völlig im heiligen Studium aufgehend in Leipzig. Im Jahre 5658 wurde er abberufeh und fand auf seinen Wunsch das Grab in Berlin. Er hinterliess neben anderen Niederschriften der Früchte seiner Studien ein umfangreiches Werk zu der vier Teilen des Schulchan Arafeh, worin er eine Fülle von Problemen praktischer und theoretischer Art zu lösen sucht. Die wissensreichen und scharfsinnigen Untersuchungen gruppieren sich alle um den Begriff Chasakäh, in dessen bekannten verschiedenartigen Bedeutungen. Von dem Umfang des Werkes macht man sich einen Begriff, Wenn man vöm Herausgeber in seinen aufschlussreichen Einleitungen hört, das sich zum Orach Chajim 74 Haiachot (ganze Abhandlungen) finden/ zum Jore Dea 274 Haiachot (davon im jetzt erschienenen zweiten Teil des Werkes 79 Haiachot, 281 Folioseiten füllend), Vüin Eben Haeser gar 315 Haiachot und zum Choschen Mischpot 507 Haiachot. Dazu kommen noch 232 K'lalim (Leitsätze) bezüglich der verschiedenen Klassen der Chasakot. Man glaube nicht, dass der reiche Inhalt des Sefer Chasakah Rabbah nur theoretischer Natur sei; er greift tief in das praktische Leben ein, berührt die verschiedenartigsten Fragen und steht in gleichem Werte mit stattliehen Responsenwerken erster, ihm zeitgenössischer, Autoritäten. Was' Responsen betrifft, so ist die Kenntnis der ßesponsenliteratur und die geschickte Anwendung der sich dort findenden Resultate bewuüderehsWert. Die Versiertheit des Autors bezüglich Talmud, Commentaioren, Dezisoren und Responsen zeigt sich dem Leser schoii beim Durchstudieren weniger Haiachot. Die streng logische, klare Denkweise des R. Jakob Löb Kroch bringt es mit sich, dass man seinen Auffassungen und Entscheidungen gern beipflichtek ׳ Der Sohn des Verfassers, Martin Samuel Kroch,"der das Glück hatte, mit seinem grossen Vater in Leipzig zusaimhenzülebeh, kannte kein grösseres Sehnen, als das, des Vaters gewaltiges, hinterlasseiies Wfetk dem Dtuck zu übergeben. Als er Vor ^wei Jahren amL 18. MärcheSchwan 5687 vdh der " Erde gerufen wurde," hatte^ ef das heissersehnte ״Ziel nicht" ferreifetit. Seine Kinder beträchteffeä