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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1928-01-01 · XIX. (1928) · page 332

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIX. (1928)
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 332)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486303--7571-3493948
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296 fertigen will, dass wir uns in dieser Beziehung auf die Pijutim verlassen, die wir an diesen Festtagen und auch an den vorhergehenden Sabbaten sagen. Bei den halachischen Pijutim müssen wir nun weiter unterscheiden, ob diese schon ihrer Anlage und ihrem Zwecke nach halachischer Natur sind, oder ob sie die halachischen Bestimmungen nicht als Hauptsache sondern nur nebenbei im Rahmen ihrer anderweitigen Gedankenausführung mitteilen. Zur ersten Kategorie der sozusagen rein halachischen Pijutim gehören vor Allem die auch der Zeit nach ältesten Pijutim: die A wo dos (Schilderung des Jomkippurdienstes im Heiligtum), die Ashoros: Aufzählungen der Gebote und Verbote, die Sederordnungen und dann noch andere z. B. die Techina von Erew Rosch Haschono über das Tomidopfer, ־01״ jom henef“ über das Omer am zweiten Pesachabend, die Ahawa von Schelach-lecho über Zizis und viele andere. Der lialachische Inhalt der Pijutim ist nun der Grund der Bedeutung der Pijutim für die Halacha, welche diese als sozusagen mit autoritativen Werken gleichberechtigte Rechtsquellen citiert und neben Decisoren und Commentatoren zur Unterstützung und Begründung von Ansichten und Entscheidungen bringt. In den Talmudcommentatoren Tosafos und Raschi (der letztere selten) werden an vierzig halachische Pijutimcitate gebracht, welche ich hier anführen will. Ich will jedoch dabei auch die über den halachischen Wert der Pijutim sich ungünstig aussprechenden Urteile nicht übergehen: יומא ח. תום׳ ד״ה דכולי עלמא ומד, שעשה רבעו אליהו הזקן דל באזהרות שלו טבילה בזמנה ועל ארבע גדילים יתד על אזניך תכסה הנחלים מנהנן היה שלא חיה מקפיד ליכתב כהלכתן ורו' בעל המאור פ״ב דיומא והוי יודע כי בעלי הקרובו־ת שהכניסו בפיוטוהן בסדר עבודת היום ארבע פייסות טעו כולן במשנתינו

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