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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1928-01-01 · XIX. (1928) · page 273

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIX. (1928)
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 273)
Language
German
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Die Entwicklung des Schulwesens der Juden zu Frankfurt am Main bis zur Emanzipation. Von Dr. Salomon Adler, Frankfurt a. M. (Schluss) *) VIII. Das profane Bildungswesen; der Studiengang der jüdischen Ärzte. Die profan-weltliche Bildung trat der religiösen gegenüber stark in den Hintergrund, war nicht einheitlich geregelt und erfreute sich nicht der tatkräftigen Unterstützung durch die Gemeinde, war sogar in vielen Fällen direkt verpönt. Ganz der Willkür des Einzelnen überlassen, bietet sie kein einheitliches Bild. Es ist aber verkehrt anzunehmen, die Juden der damaligen Zeit hätten gar keine profanen Kenntnisse besessen. Schon die einfache Überlegung, dass sie zur Ausübung ihrer Geschäfte mindestens rechnen, auch wohl lesen und schreiben können mussten — im Notfall freilich konnten sie auch mit ihrem Jüdisch-Deutsch bestehen, — zeigt das Irrige dieser Annahme. Als am 31. 1. 1689 die Frankfurter Juden durch Eatsverordnungג) gezwungen werden sollten, ihre Geschäftsbücher und -briefe in deutscher, nicht mehr wie seither in hebräischer, Schrift zu führen, da protestierte freilich die Judenschaft dagegen mit der Begründung, dass ״erstlichen unter 10 Juden nicht einer teutsch lesen, noch weniger teutsch schreiben kann und wann 2tens schon einige ihre Nahmen ף Siehe Jahrbuch XVIII, S. 143—173. ג) Stadtarchiv, Ugb E 46 K k.

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