Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1928-01-01 · XIX. (1928) · page 139

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIX. (1928)
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 139)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3486266-3486303--7378-3493755
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

m Namens in Leitomisehl *) den Märtyrertod erlitten, für deren SeeleÜheil die ganze Gemeinde Spenden gelobt, um ihrer zu gedenken, als Lohn dafür seien ihre Seelen verbunden mit dem Bunde ewigen Lebens mit den Seelen der Stammväter Abraham, Isak und Jakob, der Stammütter Sarah, Riwkah, Raehel und Leah und den andern Frommen, Gerechten und Reinen im Eden, darauf sprechen wir Amen! Undatierte Haskarot: R. Mordechai b. R. Bar Schaloml 2) (שר שלום), Frau Libel, Tochter des R. Jizcbafc. R. Moscheh b. R. Chajim, b. R. Schlomoh und R. Natan b. R. Meschulam. מחויב להזכיר מד־ח אדר שע״ד עד ריח אדר שע״ה. Verpflichtung vom Neumond Adar 374 (= 1614) bis Neumond Adar 375 (1615) die Haskarah zu verlesen. יא״ל א״נ (= יזכור אלהים לטובה את נשמת) ד יצחק ביר אברהם ד ברך ב״ר בנימין הלוי ד גרשון ב״ר צבי שרה בת ר, גרשון ד טודרוס ביר עקיבא הכהן ד יודא ב״ר רחביא ר' חיים ב״ר טודרוס הכהן ד משה ב״ר נתן ד דוד ב״ר נתן מרת ליברט בת ד שמשון R. Isak b. R. Abraham. ״ R. Berech b. R. Binjamin ha-Levi. 1 R. Gerschon'b. R. Z’wi. , Frau Sarah, Tochter des R. Gersehon.!ו R. Todros b. R. Akiba ha-Kohen. * R. Juda b. R. Rechabja. . R. Chajim b. R. Todros ha-Kohen. . R. Moscheh b. R. Natan. R. David b. R. Natan. . Frau Libret, Tochter des R. Schimschon. l) Über die Leitomischier Märtyrer war trotz mehrfacher Anfragen nichts zu eruieren. Schon die Verbindung mit den Märtyrern der Wiener Geserah verweiset darauf, dass es sich hier um Opfer handelt, welche man der Verbindung mit den Hussiten verdächtigte (Krauss ibid, S. 57, 62.). — Die im Magazin für die Wissenschaft des Judent. 1890, S. 260 erwähnte Verfolgung von ״Leitemischl“ ist, laut Mitteilung des Herrn Prof. Dr. A. Freimann, Frankfurt a. M. aus dem Buche ״Wahre und eigentliehe Beschreibung der Jaden Tugend.“ In der Einleitung von Georg Nigria Judenfeind Frankfurt a. M. 1605 heisst es: ״haben gut rund gesagt, es sey den Juden zu Leitemisehel, von wegen eines Kindes, das sie kauft sollen haben, unrecht geschehen, sie dorffens nicht, dass sie Christen Kinder kauften.“ Diese Verfolgung steht mit dem Märtyrertode der Genannten in keinem Zusammenhänge. *) Über diesen Namen s. Ganzfried, Ohole Schern, S. 07 b; in späterer Zeit immer nur ״Schalom“ und nicht ״Sar Schalom“ zu finden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.