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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 433

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 433)
Language
German
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nehmen — wir die ersten fünf Verse als mit den Buchstaben des Namens des Propheten beginnend erkennen. Nur der fünfte Vers steht dabei nicht an der zu erwartenden Stelle. Schön ist auch die Erinnerung, dass 40, 5 — 20 sich in der Disposition genau mit der Aufeinanderfolge der Verse, Psalm 115, 1—4 (Anfang von לא לנר) deckt Zum Schluss wollen wir noch aus den zahlreichen Beweisen, dass die späteren biblischen Bücher den ganzen Jesaia kannten, eine besonders einleuchtende Bemerkung anführen. Zu Klagelieder 1, 15, נת דרך א׳ לבתולת בת יהודה, wird gefragt, wo denn in der Bibel das Treten der Kelter als Bild von Zerstörung vorkomme, so dass sich die Klage dieses Bildes in verständlicher Weise bedienen könne? Im Gegenteil gehört Arnos 9, 15, ודרך ענבים zur Schilderung des zokünftigen Glückes. Das Bild in den Klageliedern lasse sich nur aus der Bekanntschaft mit Jesaia 63, 2 ובגדיך כדרך בגת verstehen. Diese Stelle durfte als so geläufig angenommen werden, dass ungesucht hier die Worte גת דרך zu ergreifendster Klage wurden. Nicht die Feinde, wie es der Prophet vorausgeschaut, nein Juda wurde gleich den Trauben in der Kelter zertreten. Gar manches findet sich bei Kaminka, das wir durchaus nicht billigen. Doch solches ist nur Schale, die wir entfernen, um uns des Kernes doppelt zu freuen. Aus der Fülle des sich hier findenden, zwingenden Beweismaterials für die Einheit des Buches Jesaia haben wir nur ganz wenig hervorgehoben. Die Studie Kaminkas muss nämlich im Zusammenhang studiert und gelesen werden, um ihr Ziel zu erreichen. Mit unserem Dank an den Verfasser verbinden wir den Wunsch, dass er seine Schrift recht bald in deut scher Übertragung darbieten möge. Esriel Erich Hildesheimer. Rekonstruktion eines Responsums des R. Saadia Gaon zum jüdischen Gesellschafts־ recht. Frankfurt a. M. 1926. S. 54. J. Kauffmann. Auf diese fleissige von Geist und Wissen zeugende Schrift des jungen Gelehrten weisen wir vornehmlich deswegen hin, weil

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