Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 270)
- Language
- German
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m 1. Berichte des österreichischen Generalkonsuls in Alexandrien Laarin an den Internnntins Frh. v. Stürmer. 1. Z. 565 49 Alexandrien, 27. 3. 1840. Hochwohlgeborner Freyherr! Unser Konsul in Damaskus hat mir einen nmständliehen Bericht über die Ermordung des Paters Thomas, Missionärs des Minoriten-Ordens in Syrien erstattet. Die Greuelthat soll jüdischer Religions-Kultus veranlasst haben. Ich aber kann diese Veranlassung, obgleich von neun Betheiligten sieben sie eingestanden haben, nicht zugeben. Es sind die reichsten und angesehensten Juden von Damaskus, die Schuldigen und wurden durch die Summe von fünf Tausend Stockprügeln zu jenem Geständnisse vermocht. Unser Konsul, der wahrscheinlich nicht weiss, wie oll schon die Juden der Menschenopfer beschuldigt, aber schuldlos erkannt worden sind, glaubt förmlich an diese Unthat und hat selbst Picciotto und einen anderen österreichischen Juden unter strenger Aufsicht. Da das Journal von Smyrna alle Particularitäten dieser Yerbrechen enthält, erlasse ich Merlattos Bericht E. E. vorzulegen. Ich habe die Ehre usw. A. Lanrin. An Se. Exz. Frh. von Stürmer, k. k. Internnntins nnd bev. Minister in Constantinopel. (Wiener Staatsarchiv (W. Sta.) Türkei Fasz. 53. Beilage zum Bericht ans Konstantinopel Nr. 397. B. v. 8./4. 1840.) Z1* Alexandria 31. März 1840. 54 Hochwohlgeborner Freyherr, Mit Bericht vom 27. d. M. ZI. 565 habe ich die Ehre gehabt «4־ Eurer Exzellenz anzuzeigen, dass unser Konsul in Damaskus Herrn v. Picciotto und einen anderen österreichischen Juden als der Theilnähme an dem begangenen Menschenopfer beeinzichtigt hält, nnd dass ich diese unerhörte Gräuelthat für eine jener Anschuldigungen halte, welche schon öfters den Juden zur Last gelegt worden sind, gerichtlich aber nie verwiesen werden konnten«