Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 258)
- Language
- German
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Oesterreich und die Damaskusaffaire im Jahre 1840. Nach bisher unveröffentlichten Akten.1) Von Dr. N. M. Gelber in Wien. C’est l’Aüfcricbe qui Ja premiöre a temiu anx opprimßs nne main secourable. Ad. Cr&nieux I. ״So war Syrien der Einsatz eines Weltkarapfes geworden, ln dieser gefahrvollen Lage geschah es, dass ein sardiniseber Kapuziner, Pater Thomas, der in Damaskus die Heilkunst ausgeübt und sehr viel mit Mohammedanern und Juden verkehrt hatte, seit dem 5. Februar 1840 mit seinem Diener plötzlich verschwand. Sicher waren sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen, aber der Täter blieb unbekannt. Das wahrscheinlichste ist, dass fanatische Mohammedaner den Pater, der sich kurz vor seinem Verschwinden über den Islam in lästerlicher Weise ausgesprochen, aus Rache ermordet hatten. Aber der französische Konsul, ein Abenteurer namens Ratti-Menton, der den Schutz über die Christen in Syrien beanspruchte, hielt es für das geratenste, leichten Ruhm und zugleich die Sympathien der Mohammedaner zu erwerben, indem er den Verdacht auf die wehrlosen Juden lenkte; die Mönche in Damaskus l) Zur Einführung setzen wir hierher einen Passus des Kapitels ״Damaskus“ aus Martin Philippson ״Neueste Geschichte des jüdischen Volkes* Band II S. 301 f. Phiiippsons Darstellung zeichnet sich durch klare Schilderung der politischen Unterströmungen aus, die zu der mehr als merkwürdigen Haltung der damaligen französiehen Negierung in der so traurigen Damaskus-Affaire führten.