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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1927-01-01 · XVIII. (1927) · page 40

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVIII. (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 40)
Language
German
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IRI
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Die Zehngebote. Ein Vortrag von Distriktsrabbiner Di*. Stein-Schwemfurt. Über die Zehn geböte wollen wir uns am heutigen Abend unterhalten. Dass das kein populäres Thema wäre, wird wohl niemand behaupten. Aber vielleicht werden viele behaupten, es wäre ein zu elementares Thema. Werden doch die Zehngebote dem Kinde schon im frühesten Alter eingeprägt, stehen sie doch im Mittelpunkt des Religionsunterrichts und vor allem auch der Rehgionsbücher, hei Juden und Christen, so dass sie, freilich, wie wir noch sehen werden, mit einigem Zwang, die Einteilung und Disposition für den ganzen Religionsinhalt bilden, dei aber, im Grunde genommen, mit den Zehngeboten, so wichtig sie auch sind, nicht erschöpft ist. Wir sind nun der gegenteiligen Meinung. Wir glauben, dass die Selbstverständlichkeit, mit der die Zehngebote in den Mittelpunkt des Unterrichts und der Lehrbücher gestellt sind, dass der Umstand, dass sie demgemäss auch den Zentralpunkt der religiösen Gefühle und Anforderungen bilden, erst recht zu einer Betrachtung reizen muss, dass wir uns angeregt fühlen müssen, durch eine Untersuchung festzustellen, ob die Zehngebote diese Wertschätzung und Geltung verdienen. Wir müssen uns fragen und müssen untersuchen, ob das talmudisehe Wort zutreffend ist, dass von dem Moment an, in dem Gott das erste Wort der Zehngebote, das Onauchi, gesprochen hat, die Weit erst ihre Würze, ihren Geschmack, ihm Schönheit erhalten hat. An und für sieh wird ein Kulturvolk seiner Jugend nur das Beste vermitteln, und die Zehngebote werden dem Kinde in jedem positiven Bekenntnis, man kann fast sagen, in jedem Kulturvolk Jahrbuch der J. L. G. XV1JI, I

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