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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1926-01-01 · XVII. (1926) · page 381

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVII. (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 381)
Language
German
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331 man den Fasttag des fünften Monats, den des 9. Ab, den man jetzt schon wieder siebzig Jahre seit den ersten Jahren des Xerxes beobachtet hatte, jetzt aufgeben dürfe, der Tempel werde ja wieder erbaut? Wegen des Fasttags des Gedalja fragte man nicht; denn für ihn war ja weiter Grand genug vorhanden durch die fortdauernde Feindseligkeit der Nachbarvölker. III. Dienen meine bisherigen Ausführungen in erster Linie der Auflösung des Rätsels der 34 beziehungsweise 43 Jahre, so will ich jedoch betonen, dass die hierbei gewonnene Werte uns über eine Reihe sonstiger Schwierigkeiten hinweghelfen. Da ist vor allem die immer wieder laut werdende Frage: Wohin ist Sernbabel gekommen? Warum hören wir nach dem Tempelbau während des Wirkens Esra’s nichts mehr von ihm? Aus dem sehr einfachen Grunde, weil Serubabel bei der Wiederaufnahme des Tempelbaus schon in sehr hohem Alter stand. Ist der Cyrus, welcher die Heimkehr gestattete, entsprechend dem Buche Daniel, Nachfolger des Darius I., dem ein Teil der Regierungsjahre des Darias I. zuzuteilen wäre, so war Serubabel, den wir uns als Zwanzigjährigen zu denken haben, als der Exilsfürst Scheschbazar ihn an die Spitze der Heraafziehenden stellte, bei der Wiederaufnahme des Tempelbaues ungefähr 90 Jahre alt. Ist unter Cyrus des Buches Esra der Eroberer Babyloniens gemeint, so war Esra und sein Genosse, der Hohepriester Josua, damals gar 120 Jahre alt. Damit erklärt es »ich auch, warum im sechsten Kapitel Esra die Führer der Juden immer wieder שבי יהודיא genannt werden. Unter diesen שבי sind die im hohen Greisenalter stehenden Führer Serubabel und Josua gemeint. Dieses hohe Alter der Führer trug vielleicht dazu bei, das Misstrauen der persischen Regierung wegen einer etwa beabsichtigten nationalen Erhebung zu zerstreuen. Ich weiss, dass שבי einfach die aramäische Übersetzung von זקנים sein kann. Es ist jedoch auffallend, dass im ganzen Buche Esra-Nehemia die politischen Führer nie זקנים genannt werden, meist שרים oder וזאשי האבות. Allein im zehnten Kapitel Esra, wo es sich um Ordnung innerer Verhältnisse handelt, werden זקנים zweimal neben שופעים genannt. Was das Einsetzen eines Cyrus im Buche Daniel zwischen

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