Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 375)
- Language
- German
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Die Perserkönige der Bibel nach Rabbi Jose. Von Rabbiner Df*• Bondi in Mainz. I. Im erzählenden Teil den Babli gibt es wohl wenig Stellen, die so vielfach besprochen and angegriffen worden, wie der Aboda Sara 9a aus dem Seder Olam ziterteSatz Rabbi Joae’s$לטת «רם בפני ״ «הביו! שלשים וארבע שנהDas persische Reich bestand nach Erbauung des Tempels 34 Jahre“. Für diesen Satz fand man keine Erklärung. Da es als feststehend galt, dass der persische König Darias, in dessen sechsten Regierimgsjahre der Tempel gebaat war, Da rinn I sei, der 521—495 regierte, so lagen ja zwischen dem Tempelba» und Alexander fast 190 Jahre. Wie kann es kommen, dass der Talmud diese beinahe 200 Jahre auf 34 Jahre znsammenschmmpfei» lässt? Bei der Lösung dieser Frage will ich weniger darauf ausgehen, den tatsächlichen Perserkönig des Tempelbaues aufzufinden; als vielmehr die Berechtigung desjenigen nachzuweisen, der ohne Rücksicht auf die Meinung der griechischen Geschichtsschreiber, aus den biblischen Quellen allein folgert, dass nicht Darias 1, sondern der ungefähr ein Jahrhundert später zur Regierung gelangte Darius II der Wohltäter des jüdischen Volkes sei, welcher ihm die Fortsetzung des Tempelbaues gestattete. Bekanntlich ist das vierte Kapitel in Esra sehr schwer verstündlich. Dort wird nach der Erzählung in den Versen 1—3 von der Abweisung der Feinde Juda und Benjamins» der Kuthäer, Vers 4 u. 5 berichtet: ״Und das Volk des Landes lähmte die Hände des Volkes Juda und binderte sie am Bauen. Und mieteten Ratgeber wider sie» um ihren Rat zu zerstören alle Tage de» Cyrus, Königs von Persien bis zur Regierung des Darias, König»